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    "Die Schöne und das Biest 2"? Disney plante ursprünglich ein Sequel zur Realverfilmung mit Emma Watson
    Von Tobias Tißen — 20.12.2017 um 09:37

    Der originale Drehbuchentwurf zur Realfilm-Umsetzung von Disneys „Die Schöne und das Biest“ beinhaltete ein offenes Ende – um den Weg zu einem möglichen Sequel mit Gaston (Luke Evans) zu ebnen.

    Disney

    Achtung, Spoiler zum Ende von Disneys „Die Schöne und das Biest“-Realfilm!

    Bevor „Die Schöne und das Biest“ mit einem opulenten Festakt endet, kommt es zum dramatischen Höhepunkt: Das Biest (Dan Stevens) und Antagonist Gaston (Luke Evans) bekämpfen sich auf Leben und Tod. Während der verwunschene Pelz-Prinz knapp überlebt, stürzt Belles (Emma Watson) eitler Verehrer vom Schlossdach und stirbt. Doch in der ursprünglichen Drehbuch-Version sollte es ganz anders kommen: Autor Evan Spiliotopoulos verriet bei einem Q&A zur Award Screening Series der Entertainment-News-Website TheWrap, dass Gaston eigentlich überleben und als mögliche Hauptfigur einer Fortsetzung aufgebaut werden sollte.

    „Die Idee war, dass er nicht stirbt, sondern die Zauberin kommt und ihn zum nächsten Biest macht“, erklärt Spiliotopoulos, der das Skript zusammen mit Stephen Chbosky („Vielleicht lieber morgen“) schrieb. Nicht klar wäre gewesen, ob Biest Gaston in Teil zwei dann als Held oder Bösewicht zurückgekehrt wäre. Doch Disney entschied sich schließlich gegen diese Version, um näher an der traditionellen Geschichte zu bleiben. Aber erst „in der elften Stunde“, sagt Spiliotopoulos, darauf anspielend, dass diese Entscheidung erst kurz vorher gefallen ist.

    Weitere Hintergrund-Informationen

    Die beiden Drehbuchautoren teilten beim Q&A von TheWrap zudem noch weitere Informationen mit dem anwesenden Publikum. Zum einen sind die Figuren aus „Die Schöne und das Biest“ in der historischen Realität verankert: „Es ist das Ende des 100-jährigen Krieges und Gaston war dort Soldat. Und die Analphabetenrate liegt bei den Frauen bei 80 Prozent, also bringt Belle den Mädchen das Lesen bei“, verrät Spiliotopoulos. Vor allem Gaston leide noch unter seiner Vorgeschichte, er sei aus dem Krieg als ein völlig anderer Mann zurückgekehrt. „Für einen Disney-Bösewicht ist das schon ziemlich anspruchsvoll“, weiß Chbosky.

    Des Weiteren verriet Chbosky auch noch, dass die „Die Schöne und das Biest“ für ihn ein sehr persönliches Projekt war und ihn das auch dazu veranlasste aus Belle ein starke und moderne Frauenfigur zu machen. Wegen eines schweren Krankheitsfalles innerhalb seiner Familie, arbeitete der Drehbuchautor für acht Monate nicht. In dieser Zeit „habe ich die ganzen Prinzessinnen-Filme mit meiner Tochter angeschaut“, erzählt er und fährt fort: „Als ich diese durch ihre Augen sah, wurde alles sehr tiefgehend und persönlich. Ich habe realisiert, wie kraftvoll die Prinzessinnen als Vorbilder sein können, wie sehr meine Tochter Belle oder Arielle sein wollte.“

    FILMSTARTS-Kritik zu "Die Schöne und das Biest"

    Das war der Ursprung für die Weiterentwicklung der Figur Belle im Vergleich zu Disneys Zeichentrickfilm, worauf Chbosky sehr stolz ist: „Ich wollte meiner Tochter dadurch Ratschläge geben. Wenn ein Biest dich gefangen nimmt, dann weine nicht. Versuche zu fliehen. Außerdem wollte ich unbedingt, dass Belle ihr Kleid zerreißt, um daraus ein Fluchtseil zu machen.“

    Eine Fortsetzung zum „Die Schöne und das Biest“-Realfilm wird es trotz des gigantischen Box-Office-Erfolges wohl nicht geben. Dafür hat Disney schon etliche weitere Adaptionen beliebter Zeichentrick-Klassiker in der Pipeline. Welche das sind, zeigen wir euch in folgendem Video:

     

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