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    "Sie weiß von dir": Darum wurde das Ende im Vergleich zum Buch entschärft
    Von Tobias Mayer — 26.02.2021 um 16:00
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    Achtung, Spoiler! Die Serie „Sie weiß von dir“ endet mit einem mehrfachen Twist – aber die letzte fiese Wendung aus dem Buch wird dem Netflix-Publikum vorenthalten. Sie war dem Regisseur einfach zu viel.

    Netflix

    Adele (Eve Hewson) hat den Körper von Louise (Simona Brown) übernommen und macht sich auf diese Art nun an David (Tom Bateman) ran – doch damit nicht genug: Adele war schon sehr lange nicht mehr Adele, sondern Rob (Robert Aramayo), der per Astralprojektion auf Wanderschaft ging.

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    Am Ende der Netflix-Thriller-Serie „Sie weiß von dir“ fliegen den Zuschauer*innen die Wendungen nur so um die Ohren und man kann sich wunderbar darüber streiten, ob die Twists clever sind oder selten dämlich. So oder so haben Regisseur Erik Richter Strand und sein Team beschlossen, dass es jetzt auch mal gut ist – und den allerletzten, fiesen Twist der Buchvorlage weggelassen.

    Jetzt geht es auch noch dem Sohn an den Kragen?

    Im Buch verkündet Rob den Leser*innen dann nämlich noch den kommenden, letzten Schritt seines perfiden Plans: Er will den jungen Adam (in der Serie gespielt von Tyler Howitt) töten, den Sohn von Louise, der merkt, dass mit seiner Mama irgendwas nicht stimmt. Dazu Regisseur Erik Richter Strand gegenüber Entertainment Weekly:

    „Die Serie ist eine sehr werktreue Umsetzung des Buchs, aber im Buch geht die Sache zum Schluss noch weiter. Da sagt Rob so was wie ‚hier bin ich nun mit dem Mann meiner Träume, und er hat mich geheiratet und wir brechen in unser gemeinsames Leben auf, aber da ist noch dieses Kind.‘ Und dann denkt sich Rob: ‚Nun ja, ihr wisst ja, wie das ist, Kinder haben ständig Unfälle.‘ Das ist das Ende im Buch.

    Das ist ein wirklich finsteres, hartes Ende, ein Schlag in die Magengrube, das dich wirklich wütend machen kann. Ich glaube, es hat tatsächlich viele Leute wütend gemacht. Es ist clever, aber es ist auch wirklich grausam.

    In der Serie wollten wir die richtige Balance finden, das Publikum einerseits mit einem Schlag in die Magengrube zurückzulassen, aber die Leute sollten sich nicht auch noch fragen müssen, was jetzt noch Schlimmes passieren wird.

    Das Serienende ist also etwas optimistischer als das Ende im Buch. Adam merkt, dass mit seiner Mutter etwas nicht stimmt – und das Publikum hat somit ein bisschen Grund zur Hoffnung, dass Rob auffliegen wird.

    Auf eine zweite Staffel braucht übrigens niemand zu hoffen. Die könnte laut Regisseur höchstens dann kommen, wenn Buchautorin Sarah Pinborough eine Fortsetzung schreibt, was sie derzeit aber nicht vorhabe.

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