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    Die verstörendsten Filme aller Zeiten
    Von Daniel Fabian — 11.06.2021 um 18:30

    Ob Skandal-Schocker wie „A Serbian Film“, Ekel-Paraden wie „Human Centipede 2“ oder Mindfucks wie „Mulholland Drive“: Die Filme in unserer Liste der verstörendsten Filme aller Zeiten sind allesamt Grenzerfahrungen, die man nie wieder vergisst.

    Hideshi Hino

    Die verstörendsten Filme aller Zeiten – Platz 5:
    Guinea Pig 2: Flowers Of Flesh And Blood (1985)

    Regie: Hideshi Hino

    Mit: Hiroshi TamuraKirara Yûgao

    Wer es nicht besser weiß, der könnte den zweiten Teil der „Guinea Pig“-Reihe tatsächlich für einen realen Snuff-Film halten. Den ganzen Film über wird nur gezeigt, wie ein als Samurai verkleideter Mann langsam eine Frau zerstückelt. Selbst „Two And A Half Men“-Star Charlie Sheen soll den Film für echt gehalten und die Polizei gerufen haben – woraufhin sogar eine breit angelegte Mordermittlung begann.

    Zu diesem Film haben wir leider keinen Kauf-Link oder Trailer.

    Inzwischen ist zwar sicher, dass das im Film Gezeigte nicht echt ist – aber ihn sich bis ganz zum Schluss anzuschauen, ist trotz der kurzen Spieldauer von nur 42 Minuten eine echte Quälerei, für die der Zuschauer besser einen starken Magen und eine gefestigte Psyche haben sollte...

    Die verstörendsten Filme aller Zeiten – Platz 4:
    Meh Behind The Sun (1988)

    Regie: T.F. Mou

    Mit: Hsu Gou, Tie Long JinZhaohua Mei

    Während des Zweiten Weltkrieges setzte die japanische Armee-Einheit 731 auf schreckliche Gräueltaten und Experimente an der chinesischen Zivilbevölkerung. Ihr Ziel: Durch die menschenverachtenden Taten soll eine abgestumpfte und entmenschlichte Truppe aus Soldaten heran gezüchtet werden, die den Japanern einen entscheidenden Vorteil im Krieg bringen könnten.

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    Men Behind The Sun“ steckt als Exploitation-Gore-Film nicht nur voller schwer verdaulicher Bilder, sondern geht vor allem unter die Haut, weil die Geschichte eben nicht fiktiv ist – und es im Zuge des Krieges tatsächlich zu derartigen Gräueltaten kam. Im Film, der in zahlreichen Ländern verboten ist, erwarten euch unter anderem Aufnahmen einer echten Obduktion eines toten Jungen sowie Bilder einer Katze, die für die Dreharbeiten in einen Raum voller Ratten geworfen wurde, um von den Nagern lebendig gefressen zu werden. (Später räumte Regisseur Mous allerdings ein, dass die Katze lediglich mit Honig bestrichen wurde und die Nager tatsächlich nur den Honig fraßen.)

    Die verstörendsten Filme aller Zeiten – Platz 3:
    Im Glaskäfig (1986)

    Regie: Agustí Villaronga

    Mit: Günter Meisner, David SustMarisa Paredes

    Irgendwo zwischen Arthouse-Kino und Exploitation-Schocker vereint der spanische Filmemacher Agustí Villaronga in „Im Glaskäfig“ elegante, fast schon exquisite Bilder mit einer verstörenden Handlung, die einem Schlag in die Magengrube gleichkommt. In Deutschland hat es der Film nichtsdestotrotz ungekürzt durch die FSK-Prüfung geschafft.

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    Im Zentrum der Geschichte steht der ehemalige KZ-Arzt Klaus, der einst schreckliche Versuche an Kindern durchführte, bevor er schließlich in Spanien untertauchte – wo ihn seine dunklen Triebe früher oder später einholen. Er beginnt erneut, Jungen zu missbrauchen und schließlich sogar zu töten, kann mit seinem Gewissen aber nicht mehr leben – und springt aus Verzweiflung vom Dach. Doch Klaus überlebt den Sturz. Von nun an gelähmt, ist er jedoch auf die Hilfe anderer angewiesen. Etwa von seinem neuen Krankenpfleger, der hinter seine grauenvolle Vergangenheit kommt – und schon bald beginnt ein perfides Spiel…

    Von durchtrennten Kehlen und Messern in Herzen bis hin zu sexuellen Übergriffen: Die Qualen, die die Kinder in diesem Film erleiden müssen, werden in extremen Nahaufnahmen dargestellt – und sind in ihrer vollen Länge kaum zu ertragen.

     

    Die verstörendsten Filme aller Zeiten – Platz 2:
    Die 120 Tage von Sodom (1975)

    Regie: Pier Paolo Pasolini

    Mit: Paolo Bonacelli, Giorgio CataldiUmberto P. Quintavalle

    Kaum ein filmhistorischer Klassiker ist so schwer durchzuhalten wie Pier Paolo Pasolinis „Die 120 Tage von Sodom“. Während andere Filme in dieser Liste dem Zuschauer auch mal ein paar Pausen zum Durchatmen gönnen, testet Pasolini mit seinen zunehmend grausameren Szenarien die Grenzen des Ertragbaren konsequent aus. Für die FSK-18-Freigabe wurde der Film um ganze 20 (!) Minuten gekürzt. Also, Achtung beim Kauf!

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    Ob Vergewaltigungen, abgeschnittene Zungen oder das Herunterwürgen von gerade ausgeschiedenem Kot – in „Die 120 Tage von Sodom“ werden die Abgründe des Menschen und insbesondere des Faschismus in aller Härte und Unnachgiebigkeit ausgestellt. Dennoch ist Pasolinis Adaption von Marquis de Sades gleichnamigem Roman mehr als nur provokatives Skandalkino, nämlich ein scharfer Kommentar über die genusssüchtige Konsumgesellschaft der Nachkriegszeit.

    Die verstörendsten Filme aller Zeiten – Platz 1:
    A Serbian Film (2010)

    Regie: Srdjan Spasojevic

    Mit: Srdjan Todorovic, Sergej TrifunovicJelena Gavrilovic

    Immer wieder werden einschlägige Genrefilme damit beworben, dass sie ja ach so verstörend seien. Und in der Regel werden abgebrühte Horror-Fans, die auf solche Versprechen am ehesten anspringen, anschließend total enttäuscht. Aber im Fall von „A Serbian Film“ ist das Prädikat „Einer der heftigsten Filme aller Zeiten“ absolut verdient – und es wird kaum jemanden geben, der sich dieses brillant-exzessive Meisterwerk ansehen kann, ohne hinterher völlig mitgenommen zu sein. Dass die ungeschnittene Fassung des Films in Deutschland auf dem Index steht und dementsprechend nur stark gekürzt bei Amazon & Co. erhältlich ist, wundert wirklich niemanden.

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    Unsere Redaktion ist übrigens ziemlich zwiegespalten, was diesen Schocker angeht: Die einen finden den Film genial, andere haben ihn vorzeitig beendet und wieder andere weigern sich gleich von vornherein, den Film zu schauen. Ein Kind, das aus seiner schwangeren Mutter regelrecht herausgerissen und anschließend auch noch missbraucht wird? Dieser Grenze wollen selbst viele Hardcore-Horror-Fans fernbleiben – und gerade Eltern tun wohl gut daran, wenn sie einen weiten Bogen um „A Serbian Film“ machen.

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