Das Boot
User-Kritiken
Pressekritiken
Durchschnitts-Wertung
2,3
100 Wertungen

36 User-Kritiken

5
1 Kritik
4
2 Kritiken
3
2 Kritiken
2
4 Kritiken
1
14 Kritiken
0
13 Kritiken
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Kino:
Anonymer User
Staffel 1 Kritik
1,0
Veröffentlicht am 24. Januar 2019
Vergewaltigungen als dramaturgisches Element zu missbrauchen finde ich absolut daneben! Ich glaube es gibt keine Folge der Serie in der nicht mindestens eine Frau von einem Mann gegen ihren Willen bestiegen wird. Will uns der Drehbuch Autor damit in regelmäßigen Abständen damit erinnern wer die bösen Buben waren? Auch werden die U-Boot Mitglieder als Illoyale Streithähne dargestellt mit kaum Kameradschaftsgeist, keine Besatzung hätte so funktionieren können. Auch stört das fehlen wie soll ich sagen von Politischen "Nazis" die ohne hin schlechte Glaubhaftigkeit.

Desweiteren sind in dieser Serie eigentlich zwei nur anfänglich verbundene Geschichten parallel erzählt. Die U-Boot story und eine Art Kriegs-krimi an Land welche quälen vorhersehbar und in die länge gezogen ist. Die Weiblichen Rollen in dieser Serie entsprechen grössten teils Kommerzielle Klischee Jung, hübsch und natürlich die Obligatorischen Oben-ohne-Szenen der Weiblichen Tertiärrollen sowie die Gleichgeschlechtliche Sexszene zweier weiblicher Hautrollen. Auch die FTP (Francs-tireurs et partisans) Anführerin wirkt wie eine Mary sue fan fiction Abbildung einer Resistance Kämpferin natürlich muss sie auch noch Trotzki zitieren damit sie im heutigen Licht Politisch korrekt ist weil aus heutiger Sicht Stalin auch wie Hitler ein Verbrecher ist. Im Politischen Klima der FTP wäre man für ein Trotzki Zitat wahrscheinlich von den eigenen Leuten erschossen worden.

Allgemein wirken sämtliche Charaktere der Serie bis auf 2 total seicht und von Original das Boot Abgekupfert und dann politisch korrekt weichgekocht. Vicky Krieps vermag es ihrer doch etwas zu Rolle als, zumindest in den ersten Folgen klischeehaften, Blitzmädchen Simon etwas Tiefe geben. Den geschwätzigen Smut, der von Robert Stadlober gespielt wird, würde ich als den gelungensten und natürlichsten Charakter bezeichnen, der mit seinem Standardansatz "Ich kannte mal einen ... aber der ist leider (auch) schon Tod" schon fast etwas Witz in die Serie bringt.

Die Technische Darstellung des Typ VII U-boots ist mindest von meiner Sicht aus korrekt auch sind einige interessante geschichtliche Details wie die Verwendung erbeuteter Englischer Uniformen durch Deutsche U-Boot Besatzungen eingebaut worden.

Summa summarum würde ich sagen die Serie lohnt sich nicht der weder Fisch noch Vogel mix aus Kriegskrimi und Drama kommt nicht gut. Die Serie kann dem Original Das Boot von 1981 in wessen Reihe es sich stellen will keineswegs das Wasser reichen. Hätte man die ganze Langgeschichte inklusive der regelmäßigen Vergewaltigungs-szenen weg gelassen wäre das ganze eine Durchschnittliche TV-Serie gewesen. Dies alles lässt die Hülle des Boots (2018) endgültig in der Tiefe Zerbersten.
Antonia Klein
Antonia Klein

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Serienkritik
1,0
Veröffentlicht am 23. Mai 2023
Leider ist es absolut enttäuschend. Die Geschichte ist vollkommen surreal und auch ohne ein Studium in jüngster Geschichte weiß man, dass hier so einiges vollkommen unmöglich gewesen wäre, was dort gezeigt wird. Aber über die schlechte Geschichte wurde hier schon viel berichtet. Was ich haarsträubend fand, sind die Schauspieler, die man a) bei dem dunklen Licht nicht auseinander halten kann, da absolut alle fast identisch aussehen
b) die Sprache der Schauspieler. Es wird teils so unverständlich genuschelt, dass ich mehrfach zurückgespult und letztlich den Untertitel gesucht habe.
Wie kann man denn so schlechte Schauspieler engagieren?
Dass die Geschichte an Land komplett ermüdend und die Handlung auf dem Boot (Aufträge) absolut unrealistisch sind, wurde ja bereits erwähnt.
Kino:
Anonymer User
Serienkritik
1,0
Veröffentlicht am 4. Januar 2021
Total schlechte Neuverfilmung. Die Serie handelt mehr vom französischen Widerstand als von U-Booten und hat total bizarre, fiktive Abläufe.
Meiner Meinung nach lohnt sich die Serie überhaupt nicht.
Kino:
Anonymer User
Serienkritik
1,5
Veröffentlicht am 4. Januar 2021
Ich hatte erwartet, dass die Serie ähnlich wie das Original-"Boot" angelegt war. Meine Enttäuschung war groß, denn dem Anspruch des Originals konnte die Serie nie und in keiner Form gerecht werden. Statt einer realistischen Darstellung der Situation im Atlantik ab 1942 erwartet den Zuschauer ein weichgespülter und auf Hochglanz getrimmter Mix aus "Boot"-Replay und ermüdender Spionagestory a la "Jäger des verlorenen Schatzes". Das Ergebnis mutet an, als sei eine ohnehin schon dünne Story mit allen erlaubten Mitteln auf 2x8 Stunden gestreckt und anschließend auf Hochglanz gebracht worden. Mit heutigen Möglichkeiten hätte man atemberaubende filmische Effekte entstehen lassen können, stattdessen begnügte man sich mit einfallslosen und langweiligen Bootsszenen. Das U-Boot-Modell mit den Plastefiguren im Turm, bei der komischerweise immer dieselben Figuren an immer denselben Positionen stehen, wirkte selbst 1981 mit den damals vor Helgoland aufgenommenen Szenen wesentlich ausgewogener. Die Dimensionen des Modells passen in dieser Serie einfach nicht zum Wellenverlauf, der eigentlich eine langgestreckte, langsam rollende Atlantikdünung hätte zeigen sollen. Die teilweise PC-Spiel- anmutenden tarngefleckten U-Boot- und Flugzeug-Simulationen wirkten einfach nur deplatziert. Die U-Boot-Stories der Staffel 1 und 2 wirken hahnebüchen, kein Marineoffizier, der jemals eine Ausbildung in Mürwick mit anschließender Kommandantenausbildung durchlaufen hat, würde sich an derartigen Meutereien beteiligen. Keine Marineleitung hätte für den Transport dreier Saboteure mit einem Koffer voll Dynamit und Säurezündern (was man wahrscheinlich besser alles vor Ort organisiert hätte) ein wertvolles Atlantik-U-Boot eingesetzt, so etwas gibt es nur in PC-Spiel-Kampagnen. Beim Aussetzen des Kommandanten Hoffman ins Schlauchboot stand wohl die "Meuterei auf der Bounty" Pate, allerdings mit dem Unterschied, dass die Reise von Captain Bly im offenen Boot spannend zu verfolgen war, während sie in dieser Serie einfach nur bruchstückhaft, wirr und unrealistisch dargestellt wurde, dazu selbst in Staffel 2 nicht mal richtig aufgelöst wurde. Im Gegensatz zum warmen Pazifik bei Captain Bly wäre Hoffman im Nordatlantik wahrscheinlich erfroren, doch plötzlich stand Hoffman am Ende von Staffel 1 wie hingebeamt in New York im Büro eines angehenden US-Senators. Ein LI, der in der 1. Staffel als zum Unteroffizier degradierter Smut fährt, würde wohl kaum direkt wieder auf den für das Boot überlebenswichtigen LI-Posten in der 2. Staffel kommandiert werden - so unbedarft war man im Gegensatz zu den Drehbuchautoren bei der Kriegsnarine garantiert nicht. Die Boot-Story der 2. Staffel kommt einem dann insgesamt sehr bekannt vor: aus idealistischen Motiven abtrünniger erfolgreicher Kommandant will sein Boot an die amerikanische Ostküste fahren und den Amerikanern ausliefern, wird dabei von eigenen Verfolgern erbittert gejagt. Das kann man in "Jagd auf roter Oktober" im spannenden Original verfolgen, bei der Serie "Das Boot" erwartet einen dagegen nur ein langgezogener und völlig wirrer Abklatsch, der das spannende Torpedoduell der beiden U-Boote dann stark vermissen lässt. Da fiel den Skriptschreibern wohl nichts Eigenes ein, oder der Erfolgsdruck zwang zum Abschreiben. Die Drehbuchschreiber haben offensichtlich auch versäumt, den Rollenbetrieb einer Bootsbesatzung wirklich verstehen zu wollen. Stattdessen wird in dieser Serie in überzeichneter und deutlich unausgewogener Form gezeigt, wie ein unbedarfter Zuschauer sich vom Hörensagen eine U-Boot-Besatzung vorstellen würde. Ein L.-G. Buchheim hatte das Rollenspiel der U-Boot-Besatzung gut beschrieben, W. Petersen hatte es gekonnt umgesetzt. Wo ist die Beschreibung der aufreibenden Öde des weiten Atlantiks, das anstrengende und ermüdende stundenlange Absuchen des Horizonts bei voller Konzentration geblieben? Wo die Herausforderungen durch Regen, Sturm, Wellen, durchdringender Kälte des Nordatlantiks? Dem Rollen und Schlingern des Bootes bis zur physischen Erschöpfung der Besatzung? Für unbedarfte Binnenländer auf der Suche nach Hochglanzunterhaltung auf PC-Kampagnenniveau mag die Serie als seichter Zeitvertreib herhalten. Diejenigen aber, die durch Titel und Trailer angelockt, eine tiefergründige und realistische Darbietung im Sinne des Originals erwarteten, fragten sich enttäuscht, ob man nicht besser abschalten sollte oder irgendwie noch eine positive Wendung zu erwarten sei. Dieses wenig kreative Kompilat aus Anleihen beim Original-Boot, bei "Jäger des verlorenen Schatzes", "Bounty" und "Roter Oktober" mag vielleicht anspruchslose Zuschauer locken und damit umsatzmäßig interessant sein, aber am Genre interessierte Zuschauer werden dieses Machwerk wohl in wenigen Jahren bereits vergessen haben. Der Interessierte greift dann doch lieber zum liebevoll inszenierten Original im Directors Cut. Selbst "Unternehmen Petticoat" ist da allemal kurzweiliger.
Kino:
Anonymer User
Staffel 1 Kritik
3,5
Veröffentlicht am 23. Januar 2021
Ich muss tatsächlich sagen, dass ich es gar nicht so schlecht fand, dass man hier nicht einfach den Film nochmal neu gedreht hat sondern eine neue Story geschrieben hat. Mir gefallen die Szenen auf dem Uboot und die Geschichte sehr gut. Ich muss allerdings zugeben, alles was außerhalb spielt, ist unfassbar langweilig und zerstört das was den Film eben so gut gemacht hat und zwar, dass man selbst nach einer gewissen Zeit diese Enge des Ubootes spürt und es einen beklemmt. Immer wieder reißt die Handlung einen dort heraus um noch all das mitzubekommen was dort außen passiert. Ich glaube es hätte mich auch gar nicht so gestört, hätte ich nicht das Gefühl bekommen, mehr außerhalb zu sein als auf dem Uboot und das regt einen irgendwann auf. Man sehnt sich zurück auf das Boot, anstatt davon beklemmt zu sein. Eigentlich echt schade.
Kino:
Anonymer User
Serienkritik
1,0
Veröffentlicht am 4. Juli 2021
Die Serie nennt sich "Das Boot" und ist am Ende eine Spionage-Krimi-Serie.

Meuterei, Fahnenflucht, die Resistance, ein Kapitän wird auf dem Atlantik ausgesetzt und taucht in NYC auf.
Eine Rahmenhandlung, die nichts mehr mit dem Original zu tun hat.

Man hätte hier die Möglichkeit gehabt, sich mit einer modernen Fortsetzung des Originals unsterblich zu machen und versenkt sich mit unrealistischem Blödsinn und Liebesgeschichten, die keiner in einer Serie namens "Das Boot" sehen will, selbst.

Frage mich echt, wie man so einen großen Namen so kaputtmachen kann?