Sex Education
User-Kritiken
Pressekritiken
Durchschnitts-Wertung
3,3
9 Wertungen

2 User-Kritiken

5
0 Kritik
4
1 Kritik
3
1 Kritik
2
0 Kritik
1
0 Kritik
0
0 Kritik
Sortieren nach:
Die hilfreichsten Kritiken Neueste Kritiken User mit den meisten Kritiken User mit den meisten Followern
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 357 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 22. Januar 2025
Wundervolle Figuren mit denen sehr ungerecht umgesprungen wird!

Die eigentlich tolle britische Serie „Sex Education“ hat stark angefangen mit der ersten Staffel, wurde mir aber stellenweise zu albern in der zweiten Season. 2021 erschien dann die dritte Staffel, die sich unter anderem mit dem skandalösen Sex-Musical am Ende der zweite Season befasst, aber auch anderen Figuren deutlich mehr Substanz gibt. Und ich hatte große Hoffnungen, immerhin empfinde ich tatsächlich viel Sympathie für einige der Figuren. Leider hat sich nicht viel geändert… „Sex Education“ bleibt weiterhin eine recht gute Aufklärungsserie mit viel Frustpotential!

Otis ist nun mit Ruby zusammen… bzw. treffen sie sich zum Sex. Dafür muss Otis aber viel von seinen eigenen Interessen aufgeben. Eric ist derweil mit Adam zusammen gekommen und beide entdecken gemeinsam neue, aufregende Dinge. Und Maeve probiert eine echte Beziehung mit Isaac, während die Moordale School eine neue und anstrengende Schulleiterin bekommt…

Fangen wir wieder mit dem Positiven an: Es gibt einige wirklich wundervolle Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Adam ist nach wie vor die facettenreichste und spannendste Figur der Serie und seine Beziehung zu Eric bringt tolle, neue Eigenschaften in ihm hervor. Adams Wandel ist ohne Zweifel das Highlight der Serie. Aber auch Isaac und sogar die arrogante Ruby gewinnen extrem viel Substanz in einigen Folgen.

Gleichzeitig gibt es auch neue Figuren, wie die nicht-binäre Cal, die spannende Dynamiken in die Serie bringen, auch wenn sie etwas hinter ihrem Potential bleiben an manchen Stellen.

Doch die Serie betreibt weiterhin ihr forciertes Soap-Drama. Immer wieder gibt es Streits, die nicht direkt besprochen, sogar ganz klassisch wie ein Kaugummi ausgedehnt werden, damit man eine weitere Folge füllen kann. Das hasse ich wirklich an Serien! Die nötigen Aussprachen kommen dann irgendwann und sind auch sehr schön, aber warum muss man das alles immer so künstlich strecken? Für eine Serie, die so offen und aufgeklärt sein will, ist sie im Drehbuchbereich stellenweise extrem konservativ und klischeehaft. Und gerade der Umgang der Staffel mit den Figuren, die ich eben so positiv hervor gehoben habe, macht mich wütend. Denn statt die dramatischen Ereignisse sich auf natürliche Art entwickeln zu lassen, versucht man krampfhaft die Fans zu erfreuen, weil man zwei Figuren zusammen bringen möchte, die eigentlich schon in der ersten Staffel hätten zusammen kommen können… „Sex Education“ ist da kein Einzelfall, selbst eine meiner Lieblingsserien „Scrubs“ hat solche miesen Tricks abgezogen…

Und als wäre das nicht genug, versucht man auch in anderen Bereichen um jeden Preis Drama zu erzeugen, wie etwa wenn die neue Schulleiterin in einer der Folgen zu einer kleinen Faschistin wird. Ja, die Serie ist überzogen, aber der Spagat zwischen diesen überzeichneten und den dramatischen Momenten, gelang in der ersten Staffel deutlich besser!

Ansonsten ist die Staffel technisch wieder schick gemacht, auch wenn die Auswahl an Popsongs manchmal etwas zu inflationär ist. Zudem hätte der Score für meinen Geschmack nicht jede emotionale Szene untermalen müssen...

Fazit: „Sex Education“ hat so viel Potential, gerade weil sie aus Großbritannien kommt. Solch eine Serie wäre für Amerika sicherlich viel zu krass. Und auch einige der Figuren sind wundervoll geschrieben und können mich ernsthaft rühren, aber leider verfällt die Serie in typische Klischee-Muster und findet einfach keinen guten Abschluss für so manche Charaktere. Jüngere Zuschauer werden sicherlich viel von dieser Serie mitnehmen können, aber wer clever geschriebene Shows liebt, wird hier leider nicht fündig werden.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 18. September 2021
Es ist echt besser als ich am Anfang gedacht hab!
die ersten zwei Folgen fand ich semi aber jetzt ist es echt gut!