Die übernatürlichen Geschehenisse in "Gyeongsong Creature" werden in die wirkliche Zeitgeschichte Koreas eingeordnet und thematisieren vor allem die japanische Herrschaft über die Halbinsel: 1905 verlor Korea seine Souveränität und wurde 1910 als Kolonie dem japanischen Kaiserreich eingegliedert und bis zum Ende des 2. Weltkrieges beherrscht. Zur damaligen Zeit nannte man die spätere südkoreanische Hauptstadt Seoul noch Gyeongseong, daher der Serientitel.
Die südkoreanische Kultur hat bekanntlich auch im Streaming Hochkonjunktur: "Gyeongseong Creature" ist bereits die zwölfte koreanischsprachige Netflix-Serie. Damit liegen die koreanischen Serien nur noch hinter den spanischsprachigen, die bis dato noch den größten Anteil am gescripteten nicht-englischsprachigen Netflix-Content haben. Kein Wunder bei den internationalen Erfolgen von "Squid Game" (2021) oder "All of Us Are Dead" (2022)!