Paradise
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Lemmiblog
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3,5
Veröffentlicht am 4. April 2026
BEI SCI-FI ESKALIERT ES MANCHMAL

Xavier sucht weiter nach seiner Frau und klammert sich an die Hoffnung, dass die Erde doch nicht komplett hinüber ist. Draußen warten jedoch keine Blumenwiesen sondern Leute, die dir im Zweifel lieber eins überziehen. Im Bunker wird’s auch nicht gemütlicher, Reaktoren sind am Limit, Misstrauen kocht hoch und bewaffnete Soldaten warten vor der Tür.

Paradise Staffel 2 hat 8 Episoden mit je ca. 50 Minuten Laufzeit und macht im Grunde genau das, was man von einer Fortsetzung erwartet, größer, breiter, mehr Figuren und natürlich mehr Drama. Diesmal geht’s raus aus dem Bunker und jede Folge fokussiert sich auf eine andere Figur. Highlight ist ganz klar Annie in Graceland. Ihr Blick auf den Anfang vom Ende ist spannend und wirkt auch angenehm greifbar. Man merkt richtig, wie die Situation langsam kippt und sie Schritt für Schritt an ihre Grenzen bringt.
Die Soldaten sind solide. Motivation eher naja, aber immerhin nicht hanebüchen.
Xavier selbst bleibt der rote Faden für den Zuschauer. Seine „Ich suche meine Frau“-Story ist okay, aber eher Pflichtprogramm, damit man weiß, woran man sich festhalten soll.
Deutlich besser funktioniert diesmal der Bunker-Part mit Sinatra, Jane und Nicole.
Mehr Spannung, mehr Dynamik und vor allem Konsequenzen. Hier traut sich die Serie auch, Figuren rauszunehmen.
Manchmal fragt man sich „Warum kriegt die Person noch eine Rückblende, wenn sie fünf Minuten später eh Geschichte ist?“
Gegen Ende schwächelt das Ganze leider etwas. Ein paar Folgen fühlen sich unnötig gestreckt an und die Logik ist stellenweise so dünn, dass man kurz überlegt, ob man aus Versehen in eine Parodie gerutscht ist.
Gerade Folge 5 mit dem Postboten, da könnte man schreien.
Das Finale setzt noch einen drauf mit Wahrsager-Gedöns und Fortsetzungsköder für Staffel 3.
Unterm Strich eine Staffel, die insgesamt besser funktioniert als die erste, vor allem dank der neuen Figuren. Die Perspektiven auf den Weltuntergang sind anfangs noch spannend, nutzen sich aber mit der Zeit ab.

7/10 Punkten. Eine Rechenaufgabe lösen, bevor sie überhaupt gestellt wurde… selbst für Sci-Fi ist das nicht visionär, sondern Humbug.