In Frankreich sorgte ein Geschichtsstudent in der Quizshow „Les douze coups de midi“ (dt: Die zwölf Glockenschläge zu Mittag) auf TF1 für einen Mega-Rekord. Zwei Jahre lang nahm er an der Show teil, insgesamt 646 Episoden, bis er vor wenigen Wochen an einer Formal-1-Frage scheiterte. In der Sendung gibt es nicht nur Geld zu gewinnen, sondern auch die unterschiedlichsten anderen Dinge.
Welche Preise der Kandidat aus seiner Siegesserie mit nach Hause nehmen konnte und welche Frage ihm zum Verhängnis wurde, könnt ihr hier nachlesen.
Über 600 Folgen: Diese unglaublichen Preise hat Quizshow-Kandidat gewonnen
Émilien aus der Region Vendeé sorgte in Frankreich für einen echten TV-Wahnsinn. In der Quizshow „Les douze coups de midi“ auf dem Sender TF1 sahnte er zwei Jahre lang in Folge ab. Dazu gehörte nicht nur Glück, sondern auch gute Vorbereitung. Der 22-Jährige hat schon als Kind angefangen, Quizfragen zu üben und sein Wissen in Sachen Geschichte, Geografie und Popkultur zu festigen. In „Les douze coups de midi“ kämpfen Kandidat*innen von Montag bis Sonntag um 11:50 Uhr um Preise. Émilien wurde schnell der Spitzname „Maestro des Mittags“ verpasst. Für seine Teilnahme pausierte er sogar von seinem Geschichtsstudium. Zur Bewerbung hatte in seine Oma ermutigt, mit ihr hatte er die Sendung immer wieder gemeinsam geschaut.
Émilien kann nach zwei Jahren Siegesserie auf Unmengen an Sachpreisen zurückblicken und dürfte wohl langsam ein Platzproblem bekommen. Der junge Mann hat in 646 Folgen rund 23 Autos, elf Motorräder, 35 Kilo Süßigkeiten, Waschmaschinen, Staubsauger, Tablets, Handys und Fernseher gewonnen. Der Gesamtwert soll sich laut dem Stern auf ungefähr 800.000 Euro belaufen. Zusätzlich gewann er 1,76 Millionen Euro.
Les douze coups de midi / TF1
- Auch interessant: Til Schweiger ist nach gesundheitlichen Problemen zurück im TV
Diese Quizfrage wurde ihm zum Verhängnis
Am 6. Juli beendete Émilien seine Gewinnreihe bei „Les douze coups de midi“. Im großen Finale müssen in einer Minute so viele Fragen, wie möglich beantwortet werden. Ist eine Antwort richtig, wird die Zeit angehalten und der Gegenspieler ist an der Reihe. Émilien scheiterte letztendlich an einer Sportfrage. Man wollte von ihm wissen: Wie hieß der frühere französische Formel-1-Fahrer, dessen Name das deutsche Wort für „Santé“ ist. Die richtige Antwort lautete Alain Prost, doch der Kandidat musste passen. Auch Picassos Ölgemälde „Le chien dalmate“ von 1959 konnte er nicht erkennen und ordnete es René Magritte zu.
Wirklich traurig war Émilien über sein Scheitern nicht. „Das klingt jetzt etwas hart, aber ja, ich fühle mich auch erleichtert“, gesteht er nach seinem Aus. Ins Studium will er nicht sofort zurückkehren, sondern erstmal ein Jahr Pause einlegen. In dieser Zeit will er sich um seine Preise kümmern und viel reisen.
Émilien ist wohl der größte Seriensieger der französischen TV-Geschichte und das mit einem riesigen Vorsprung. Was er geschafft hat, muss ihm erst einmal jemand nachmachen. Sein Gesicht und seine Geschichte kennen mittlerweile alle. Nur seinen Nachnamen will Émilien für sich behalten, um seine Familie zu schützen.