ProSieben-Moderatorin schießt nach Skandalauftritt gegen Thomas Gottschalk: "Beschissen verhalten"
Maximilian Günther
Maximilian Günther
Als Kind der 2000er zum passionierten TV-Junkie erzogen. Trash-TV-Connaisseur mit Herz für Underdogs. Guilty Pleasures: GNTM & Temptation Island.

Thomas Gottschalk ist in aller Munde, nachdem er sich bei der Bambi-Verleihung einen frauenfeindlichen Kommentar vor Cher erlaubt hatte. Eine ProSieben-Moderatorin wehrt sich und rechnet knallhart mit Gottschalk ab.

ZDF

Thomas Gottschalk ist in letzter Zeit vor allem für eine Sache bekannt: Wann immer ihm eine Bühne geboten wird, dauert es nicht lange, bis er mit einer Skandalaussage für Negativ-Schlagzeilen sorgt. Am vergangenen Wochenende machte der 75-Jährige seinem fragwürdigen Ruf erneut alle Ehre, als er sich auf der Bühne der Bambi-Verleihung vor Weltstar Cher bis auf die Knochen blamierte.

Eine ProSieben-Moderatorin hat das Fremdscham-Spektakel live miterlebt und findet nun klare Worte für den Auftritt des „Wetten, dass..?“-Stars.

Thomas Gottschalk tat bei den Bambis das, was er am besten kann: Provozieren, um jeden Preis

Als US-Megastar Cher bei den diesjährigen Bambis für ihre Musikkarriere ausgezeichnet wurde, kam es zum wohl unangenehmsten TV-Moment des Jahres: Gottschalk hatte eigentlich nur den Job, Cher anzukündigen und ihr den Preis zu übergeben, doch statt die Aufmerksamkeit auf den US-Star zu lenken, nutzte er die Bühne kurzerhand dafür, um mit einer frauenfeindlichen Aussage zu provozieren: „Hier ist sie, die einzige Frau, die ich in meinem Leben ernst genommen habe.“

Das prominente Bambi-Publikum reagierte sofort mit Buh-Rufen, doch der „Wetten, dass..?“-Star ließ sich davon nicht irritieren und provozierte sogar noch weiter. In den Medien trat der unangenehme Auftritt erneut die Debatte los, ob Thomas Gottschalk nach seinen zahlreichen Skandalen wirklich noch auf eine öffentliche Bühne gehöre.

"Mit dem Arsch eingerissen": ProSieben-Moderatorin rechnet mit Thomas Gottschalk ab

TV-Moderatorin Jeannine Michaelsen war bei der Bambi-Verleihung zu Gast und hat den Fremdscham-Moment hautnah miterlebt. Bei Instagram ließ sie den skandalösen Abend Revue passieren und legte offen, dass man damit hätte rechnen müssen, dass der Alt-Entertainer wieder für einen Skandal sorgen würde: „Thomas Gottschalk hat in den letzten Auftritten keinen Hehl darum gemacht, wo der intellektuell und meinungsmäßig unterwegs ist.“ Die Verantwortung für den Schockmoment läge deshalb nicht nur bei Gottschalk: „Das verantwortet nicht nur er, sondern auch all die Menschen, die gesagt haben: 'Das ist eine richtig gute Idee, dass wir den Tommy da oben hinstellen.'“

Jeannine Michaelsen findet schade, dass Gottschalks Provokationen die eigentlichen Stars des Abends völlig überschattet hätten. Der 75-Jährige habe „die ganze Veranstaltung einmal mit dem Arsch eingerissen“, so das wenig schmeichelhafte Fazit. In einem zweiten Video betont Michaelsen, dass man Gottschalks Verhalten nicht durch sein Alter entschuldigen dürfe. Nur weil Gottschalk schon früher durch sexistische Äußerungen aufgefallen sei, müsse man dies heute nicht unkommentiert aushalten. Die Moderatorin sei aber froh, dass Männer wie Gottschalk inzwischen mit mehr Gegenwehr zu rechnen haben:

Zum Glück haben sich die Zeiten dahingehend geändert, dass wir vor allem als Frauen heute eine Lobby haben, in der wir den Mund aufmachen dürfen, wenn Männer sich uns gegenüber [...] oder anderen Frauen gegenüber öffentlich beschissen verhalten.
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