"Bares für Rares": Kandidaten erleben Horror-Szenario – Händler muss Verkauf abbrechen
Stephanie Heuser
Stephanie Heuser
-Freie Autorin
Stephanie ist ein absoluter Filmjunkie: Die Liebe zum Kino begann bereits in jungen Jahren mit Disney-Filmen und ist bis heute ungebrochen. Sie interessiert aber nicht nur, was auf der Leinwand, sondern auch, was hinter den Kulissen passiert.

Wer bei „Bares für Rares“ etwas zum Verkauf anbietet, hofft auf den großen Coup. Zwei Schwager erlebten nun aber das komplette Gegenteil: Ihr vermeintlicher Schatz entpuppte sich am Ende als Fälschung.

ZDF/ Frank Hempel

Trödelträume, große Hoffnungen – und manchmal ein böses Erwachen: „Bares für Rares“ liefert regelmäßig genau diese Mischung, die Fans seit Jahren einschalten lässt. Klar, Horst Lichter mit Schnurrbart und Charme ist ein guter Grund, dran zu bleiben, doch mindestens genauso spannend ist der Moment, in dem sich entscheidet, ob ein mitgebrachtes Stück ein echter Schatz oder doch nur eine dekorative Enttäuschung ist. Mit großen Hoffnungen reisten auch die Schwager Klaus-Dieter Haas und Peter Renz aus Reutlingen an – im Gepäck ein angeblich rares Formel-1-Plakat aus dem Jahr 1966. Die Ernüchterung folgt allerdings schneller als ein Boxenstopp, denn der Experte macht kurzen Prozess und enttarnt das gute Stück als Reproduktion. Statt eines spannenden Bieterduells heißt es damit Abbruch vor dem Händlerraum.

Formel-1-Plakat lässt Fanherzen höher schlagen – zumindest auf den ersten Blick

Manchmal beginnt eine „Bares für Rares“-Geschichte vielversprechend – und fühlt sich schon nach wenigen Minuten an wie der Startschuss zu einem großen Deal. So auch bei Klaus-Dieter Haas und Peter Renz, zwei Schwägern, die mit einem besonderen Erinnerungsstück aus der Familie ins Studio kommen. Das Formel-1-Poster stammt aus dem Nachlass von Peters Großvater, einem echten Motorsport-Fan – und allein dieses Thema bringt Horst Lichter sofort zum Strahlen. Für einen kurzen, sehr typischen Lichter-Moment sorgt zudem ein Missverständnis: Horst hält die beiden zunächst für Vater und Sohn. „’Tschuldigung bitte!“, sagt er lachend und entschuldigend – der erste Sympathiepunkt ist da.

Dann wird es ernst, denn Experte Detlev Kümmel nimmt das Poster genau unter die Lupe. Abgebildet ist der legendäre Große Preis von Monaco am 22. Mai 1966, mit Graham Hill am Steuer und dem Fürstentum als eindrucksvoller Kulisse. Die Illustration stammt vom bekannten britischen Motorsport-Künstler Michael Turner, das Poster ist durchnummeriert – Exemplar Nummer 402 – und scheinbar mit zahlreichen Autogrammen berühmter Rennfahrer versehen. Alles deutet zunächst auf ein echtes Sammlerstück hin, das nicht nur Motorsport-Fans das Herz höherschlagen lässt.

Riesen-Pech bei "Bares für Rares": Vermeintlicher Schatz entpuppt sich als Fälschung

Doch dann kippt die Stimmung. Auf Horst Lichters entscheidende Frage nach den Unterschriften folgt die ernüchternde Antwort von Kümmel: „Nein – das ist kein Original. Das ist ein Print.“ Die Autogramme? Gedruckt. Die vermeintliche Altersvergilbung am Rand? Ebenfalls Teil des Drucks. Am Ende steht fest: Das komplette Poster ist eine Reproduktion – hübsch anzusehen, aber weit entfernt vom erhofften Schatz.

Ein Original hätte laut Kümmel bis zu 3.000 Euro einbringen können, doch so bleibt leider nur ein dekorativer Wandschmuck. „Die Händlerkarte bleibt in der Buchse“, entscheidet der Experte, und Horst Lichter schließt sich schweren Herzens an. Die Schwager nehmen es sportlich: enttäuscht, aber fair. Peters lakonischer Kommentar bringt die Szene schließlich auf den Punkt – und vermutlich vielen Zuschauern aus der Seele: „Mal bist du der Hund, mal bist du der Baum.“ Ein Satz, der zeigt, dass bei „Bares für Rares“ nicht nur Geld, sondern auch Haltung zählt.

So kannst du "Bares für Rares" gratis schauen

„Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15:05 Uhr im ZDF. Die Folgen können in der ZDF-Mediathek gratis gestreamt werden.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren