In Großbritannien startete eine brandneue Realityshow, die ziemlich kurios daherkommt: In „Handcuffed“ (dt.: In Handschellen) werden zwei wildfremde Menschen aneinandergekettet, die möglichst lange zusammen durchhalten müssen, um 100.000 Pfund zu gewinnen. Sogar in der Dusche und auf der Toilette gibt es keine Privatsphäre. Ein Kandidat sorgte nun direkt für einen Eklat der Sonderklasse: Er lobte Adolf Hitler vor laufender Kamera und schockte damit das britische Fernsehen zutiefst.
Schockszene im Reality-TV: Kandidat lobt Adolf Hitler für seine Kinderfreundlichkeit
Die Reality-Sendung „Handcuffed“ des britischen Senders Channel 4 erinnert an das Kultformat „Frauentausch“, denn in der Show treffen möglichst unterschiedliche Menschen aufeinander, bei denen von vornherein klar ist, dass Ärger und Konflikte nicht lange auf sich warten lassen.
So auch in einer Episode, als der 79-jährige Aristokrat Sir Benjamin Slade auf den Ex-Strafvollzugsbeamten George (60) trifft. Die Männer haben wie erwartet rein gar nichts gemeinsam: George ist ein bodenständiger Normalo, während der adelige Benjamin in einem gigantischen Anwesen residiert.
Screenshot: Channel 4
Dann kommt es zur Schockszene, die im britischen TV für Wirbel gesorgt hat: Während einer Tour durch seine luxuriöse Villa präsentiert der Aristokrat ungeniert, dass er ein Kunstwerk besitzt, welches von Adolf Hitler gemalt wurde. Schlimmer noch, er lobt den Mann, der für den Tod von Millionen von Menschen verantwortlich ist, sogar in den Himmel: „Er war ein guter Maler, nicht wahr? Er war sehr redegewandt, sehr gut in Geschichte, konnte sehr gut mit Kindern umgehen und liebte Musik. Und er kann gut mit Hunden umgehen.“
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Reality-Experiment endet schon nach 12 Stunden: Deshalb eskalierte die Lage total
George, der nach wie vor an sein adeliges Gegenüber gekettet ist, kann nicht fassen, was er da zu hören bekam. Er selbst macht deutlich, wie ekelhaft er es findet, ein Hitler-Gemälde zu besitzen: „Ich würde sein Gemälde wegen dem, was er der Menschheit angetan hat, nicht in meinem Haus haben wollen. Das ist ein schrecklicher Mensch.“
Der 79-Jährige will von dieser Kritik nichts hören und redet sich damit heraus, dass dies eben deutsche Kunst aus der damaligen Epoche sei und man diese respektieren müsse. Nach einem turbulenten Abend mit weiteren Auseinandersetzungen kommt es dann aber zu dem Drama, das das Fass zum überlaufen bringt: Aristokrat Benjamin will unbedingt sein Telefon zurück, das laut Vertrag während des Drehs am Set nicht erlaubt ist. Weil man ihn an die Regeln der Show erinnert, flippt der 79-Jährige völlig aus und zerrt den angeketteten George mit nacktem Oberkörper in seinen Keller, wo er mit einem Bolzenschneider die Ketten durchtrennt. Nach nur 12 Stunden ist das Experiment also wieder vorbei. Hier könnt ihr euch einen Zusammenschnitt auf Englisch ansehen:
Ob es das Channel-4-Format auch nach Deutschland schaffen wird, bleibt abzuwarten. Da bei uns Reality-TV allerdings ebenfalls sehr erfolgreich ist, könnte es sogar durchaus sein, dass wir eine eigene Version von „Handcuffed“ genießen können. Hoffentlich dann aber ohne Gemälde-Skandal.