Oscar-Gewinnerin beim ZDF: So fand Jessie Buckley ihren Weg ins deutsche Herzkino
Adrian Königer
Adrian Königer
Junior Redakteur bei Filmstarts. Erzogen von Harald Schmidt, aufgewachsen mit Joko & Klaas. Als Fan von Late Night Shows kenne ich mich bestens mit Böhmermann, Welke & Co. aus. Experte für deutsche TV-Shows und Entertainment. Schaue liebend gern Quiz-Shows.

Seit den Oscars sind ein paar Tage ins Land gegangen und „Hamnet“ hat unter anderem einen Oscar mit nach Hause genommen. Die Preisträgerin hatte aber einen sehr ungewöhnlichen Start in die Branche.

2023 STUDIOCANAL SAS - CHANNEL FOUR TELEVISION CORPORATION

Bei den diesjährigen Academy Awards haben vor allem „One Battle After Another“ und „Blood & Sinners“ abgeräumt. Chloé Zhaos „Hamnet“ konnte von ihren acht Nominierungen nur einen Oscar sichern: Für Jessie Buckley als Beste Hauptdarstellerin. Doch für sie war das ein langer Weg zur größten Auszeichnung in der Filmwelt; ihren Start hatte die Schauspielerin in einer mittlerweile vergessenen Castingshow und ihre erste TV-Rolle beim ZDF-Herzkino.

Jessie Buckleys Karriere startete in einer Musical-Castingshow

Jessie Buckley wurde als Tochter einer Stimmtrainerin im irischen Killarney geboren. Sie träumte eigentlich von der großen Gesangskarriere und zog dafür mit 17 Jahren nach London. Doch sie wusste da noch nicht, dass ihr Lebensweg in eine ganz andere Richtung gehen würde.

2008 nahm Buckley nämlich an der BBC-Castingshow „I’d Do Anything“ teil. Dort wurde die weibliche Hauptrolle für das Musical „Oliver!“ gesucht – perfekte Voraussetzungen für die gesangsaffine Jessie Buckley. Am Ende belegte sie aber nur den zweiten Platz hinter Jodie Prenger. Für Buckley war die Zeit bei der Castingshow der pure Horror. Sie wurde von der Jury objektifiziert und stand massivem Bodyshaming gegenüber, wie sie heutzutage erzählt. Sie meinte, dass niemand solch eine Erfahrung durchmachen sollte.

In der Musicalwelt ergatterte sie jedoch ihren Platz und spielte unter anderem bei „A Little Night Music“ in der Menier Chocolate Factory im West End mit.

Nach der Musical-Karriere ins kitschige ZDF-Programm

Buckley fand einige Jahre später den Weg in Film und Fernsehen – wenn auch über einen ungewöhnlich schnulzigen Einstieg. Denn sie war in der deutsch-britischen Rosamunde-Pilcher-Produktion „Vier Frauen (This September)“ zu sehen und spielte dort Emily Strong.

Nach einigen BBC-Produktionen schaffte Buckley ihren Durchbruch in der Fernsehserie „Taboo“, wo sie zusammen mit Tom Hardy auftrat. Danach folgten Rollen in „Chernobyl“, „Fargo“ und „Men“. Mit „Hamnet“ konnte sie nun endlich ihren größten Erfolg feiern und einen Oscar mit nach Hause nehmen.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren