Ex-Nachrichtensprecherin packt über Bedingungen bei der ARD aus: Ihr Arbeitstag begann 11 (!) Stunden vor der Aufzeichnung
Maximilian Günther
Maximilian Günther
Als Kind der 2000er zum passionierten TV-Junkie erzogen. Trash-TV-Connaisseur mit Herz für Underdogs. Guilty Pleasures: GNTM & Temptation Island.

Eine Nachrichtensendung in der ARD dauert meist nur wenige Minuten. Was man aber nicht sieht: Der Arbeitstag eines Sprechers beginnt viele Stunden vor dem eigentlichen Sendungsbeginn.

Screenshot: ARD

Millionen von Menschen schalten in der ARD ein, wenn Nachrichtenformate wie die „Tagesschau“ täglich über unsere TV-Bildschirme flimmern. Obwohl die Sendungen meist nur wenige Minuten dauern, braucht es überraschend lang, bis eine Sendung fertig produziert ist. In einem Interview verriet eine beliebte Ex-ARD-Sprecherin nun, wie lang und hart ihr Arbeitstag wirklich war.

Caren Miosga packt aus: Ihr Arbeitstag bei den Tagesthemen dauerte einfach EWIG

Caren Miosga ist ein echtes Urgestein in der ARD. Von 2007 bis 2023 stand sie täglich für die „Tagesthemen“ vor der Kamera, bevor sie den Job für ihre eigene Polit-Talkshow an den Nagel hing. Als Miosga in einem Interview gefragt wird, wie lang ihr Arbeitstag bei der Nachrichtensendung gedauert habe, verrät sie das Unglaubliche: Elf Stunden (!) vor Sendungsbeginn musste sie bereits im Büro sein.

Die „Tagesthemen“ gehen zwar erst um ca. 22:15 Uhr auf Sendung, doch für Miosga bedeutete dies nicht, dass sie erst am frühen Abend im ARD-Studio aufkreuzen könne. Tatsächlich fanden viele Termine bereits vormittags statt: „Unsere erste Konferenz beginnt um 11.30 Uhr. Da kommen wir dann ins Haus ‚getrabt‘, mit in der Woche tiefer werdenden Augenrändern, und beginnen, den Tag zu planen.“

Bis zur fertigen Sendung ist extrem viel zu tun

Zum Zeitpunkt der Konferenz habe ein Redaktionsteam zwar bereits grob die Ideen für die Sendung gesammelt, doch die eigentliche Produktion der Videoeinspieler, Nachrichtentexte und Interviews findet erst am Nachmittag statt. Außerdem gäbe es noch eine weitere Konferenz, bei der entschieden wird, welches Bildmaterial in den Sendungen verwendet werden kann.

Wenn Caren Miosga während ihrer Zeit bei den „Tagesthemen“ um 22:15 Uhr auf Sendung ging, durfte sie sich also nicht anmerken lassen, dass sie bereits einen kräftezehrenden, langen Arbeitstag hinter sich hatte. Respekt, für so viel Professionalität!

Warum aktuell extreme Sparmaßnahmen für Chaos in der ARD sorgen, könnt ihr hier nachlesen:

Die ARD muss 3 TV-Sender schließen: Diese 19 (!) Serien verlieren jetzt ihren Sendeplatz!

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