"Unglaublich": Ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin kann diese Entscheidung der ARD bis heute nicht nachvollziehen
Clara Tremmel
Clara Tremmel
-Senior Redakteurin
Ob Sommerhaus der Stars, Temptation Island, Kampf der Realitystars oder Dschungelcamp - hier fühlt sie sich zu Hause. Es gibt keinen Realitystar, den sie nicht kennt

Dagmar Berghoff war die erste Sprecherin bei der „Tagesschau“. Zwar erinnert sie sich an viele gute Zeiten aus der Vergangenheit, eine Entscheidung der ARD kann sie allerdings bis heute nicht nachvollziehen.

NDR/Gita Mundry

Seit 1952 flimmert die „Tagesschau“ über die heimischen Bildschirme und gilt für Millionen Menschen als erste Anlaufstelle, um sich über das aktuelle Weltgeschehen zu informieren. Jahrelang war auch Dagmar Berghoff als feste Größe für die ARD-Nachrichtensendung tätig. Während sie heute überwiegend positiv auf ihre Zeit beim Sender zurückblickt, gibt es eine bestimmte Entscheidung, die sie bis heute nicht nachvollziehen kann.

Dagmar Berghoff: Die erste Frau bei der "Tagesschau"

Als erste Sprecherin der „Tagesschau“ schrieb Dagmar Berghoff Fernsehgeschichte und wurde von den Medien oft als „Miss Tagesschau“ tituliert. Sie wurde als überaus professionelle und zuverlässige Journalistin bekannt, die sich durch ihre ganz eigene Art von ihren männlichen Kollegen abhob. 1988 bescherte Berghoff den Zuschauer*innen zudem einen der wohl amüsantesten Versprecher der Showgeschichte: Während sie über ein Tennis-Match von Boris Becker berichtete, sprach sie versehentlich von einem „WC-Turnier“ anstatt vom WTC-Turnier.

Ihre letzte Moderation liegt mittlerweile bereits etliche Jahre zurück. Im Jahr 1999 verabschiedete sie sich endgültig vom Pult und sprach ihre letzte „Tagesschau“.

Dagmar Berghoff war bis 1999 bei der „Tagesschau“ rbb/Ralf Schuster
Dagmar Berghoff war bis 1999 bei der „Tagesschau“

Dagmar Berghoff kritisiert die ARD wegen einer "Tagesschau"-Entscheidung

Wer kennt ihn nicht, den legendären Satz: „Guten Abend, meine Damen und Herren. Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der ‚Tagesschau‘.“ Jahrzehntelang wurden die Zuschauer*innen von den Nachrichtensprecher*innen der ARD täglich mit diesen Worten begrüßt. Doch das gehört inzwischen der Vergangenheit an: Im November 2024 wurde der Eingangssatz grundlegend geändert. Seither wird das Publikum lediglich mit einem schlichten „Guten Abend, ich begrüße Sie zur ‚Tagesschau‘“ empfangen.

Im Podcast „My Way“ verriet Dagmar Berghoff nun, dass sie diese Neuerung „unglaublich“ finde. „Ich finde das ein wenig unfreundlich, so abrupt irgendwie“, erklärte sie mit Blick auf das Wegfallen der klassischen Anrede „meine Damen und Herren“.

Berghoff ist es unbegreiflich, warum die ARD ausgerechnet diesen Kult-Satz gestrichen hat; der eigentliche Grund dafür erschließt sich ihr bis heute nicht. Sie selbst vermutet dahinter gesellschaftliche Trends: „Ich denke mir, das ist dem Geschlechterwandel geschuldet. Aber wozu? Die Kinder fühlen sich mit ‚Meine Damen und Herren‘ vielleicht nicht angesprochen, aber sonst doch jeder.“

Wie der Spiegel seinerzeit berichtete, basierte die Entscheidung jedoch auf einer Zuschauerbefragung, in der ein deutlicher Wunsch nach Modernisierung geäußert wurde. Mit dem neuen Einstieg wolle man die „Tagesschau“ zeitgemäßer präsentieren.

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