In der „Tagesschau“ arbeiten absolute Profis, weshalb es nur selten vorkommt, dass vor laufender Kamera etwas Unvorhergesehenes passiert – doch völlig ausgeschlossen ist es nie. So sorgte der damalige Chefsprecher Jan Hofer für einen Schockmoment, als er während einer Live-Sendung plötzlich zusammenbrach. Das Skurrile an der Geschichte: Der Vorfall blieb nicht ohne Folgen, kostete jedoch nicht etwa Hofer, sondern einen ganz anderen Kollegen seinen Job.
Schwächeanfall bei der "Tagesschau": Jan Hofer verlassen in der Liveshow seine Kräfte
Im März 2019 trat Jan Hofer wie gewohnt vor die Kameras der 20-Uhr-Nachrichten, um durch die wichtigste „Tagesschau“-Ausgabe des Tages zu führen. Doch den Zuschauenden fiel sofort auf, dass an diesem Abend etwas nicht stimmte: Der erfahrene Moderator wirkte fahrig, versprach sich mehrfach und schien sichtlich mit seiner Konzentration zu kämpfen, bis er schließlich fast in sich zusammensackte.
rbb/Matthias Nareyek
Die Sendung endete abrupt und ohne die gewohnte Abmoderation. Doch anstatt wie üblich direkt zum Wetterbericht überzugehen, passierte eine folgenschwere Panne in der Regie: Die Kameras blieben auf den sichtlich angeschlagenen Hofer gerichtet, der desolat im Studio verharrte. Erst später gab die ARD über den Kurznachrichtendienst X Entwarnung und erklärte, dass Hofer mit akuten gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, die ihn am Beenden der Moderation gehindert hatten.
Jan Hofers Schwächeanfall kostete ARD-Kollegen seinen Job
Noch am selben Abend gab Jan Hofer persönlich Entwarnung via Social Media: Nach einem medizinischen Check-up konnten keine ernsthaften Auffälligkeiten festgestellt werden. Man vermutete, dass er die Medikamente nicht vertragen hatte, die er aufgrund einer verschleppten Grippe einnehmen musste.
Doch während Hofer sich erholte, spielte sich hinter den Kulissen ein echtes Drama ab, von dem die Öffentlichkeit lange nichts ahnte. Wie der Moderator später gegenüber der BILD verriet, hatte sein Schwächeanfall fatale Folgen für ein Teammitglied: „Dieser Vorfall hat den verantwortlichen Regisseur im Studio den Job gekostet“, so Hofer.
Besonders bitter: Intern soll die Position der Regie zu diesem Zeitpunkt ohnehin unter scharfer Beobachtung gestanden haben. Die Devise lautete laut Hofer: „Wenn etwas in der Live-Sendung passiert, dann sind wir da!“ Doch genau in dem Moment, als es darauf ankam, passierte der Fehler. „Da kippe ich ausgerechnet um – und keiner schaltet ab“, resümierte der Nachrichtensprecher. Für den Regisseur blieb der Patzer nicht ohne Konsequenz: Schon am nächsten Tag sei der Kollege nicht mehr zum Dienst erschienen.
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