Der MDR fährt gerade einen radikalen Sparkurs und streicht einige Formate. Zuerst wurden Sendungen wie „MDR um 2“ abgeschafft – weitere folgen. Selbst beim „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ wird nun gekürzt.
MDR muss radikal einsparen – selbst "Tatort" und "Polizeiruf" sind betroffen
MDR-Intendant Ralf Ludwig präsentierte gestern im Rundfunkrat, dass „Tatort“- und „Polizeiruf 110“-Produktionen für drei Jahre pausieren werden. Grund dafür sind die Sparmaßnahmen, die durch die fehlende Erhöhung am 1. Januar 2025 eingeleitet wurden. „Wir können die seit dem 1. Januar 2025 fehlenden Einnahmen als MDR nicht mehr kompensieren. Die ausgebliebene Beitragsanpassung erzeugt für uns eine erhebliche Finanzlücke, auf die wir deshalb ab 2027 mit einer Etatabsenkung verantwortungsvoll reagieren müssen“, so der Intendant.
160 Millionen Euro muss der MDR aktuell sparen. Neben den oben genannten Einsparungen greift der Rundfunksender auch in anderen Bereichen durch. Podcasts mit weniger als 3000 Hörer*innen sollen eingestellt werden – auch die Social-Media-Aktivitäten sollen um 30 Prozent reduziert werden.
Nach MDR-Einsparungen: Diese "Tatort" - und "Polizeiruf"-Produktionen sind betroffen
Durch die Einsparungen müssen Krimi-Fans nun vorerst auf neue MDR-Produktionen verzichten. Dabei sind der Dresdner „Tatort“ um Gorniak, Winkler und Schnabel sowie die „Polizeiruf“-Produktionen um Doreen Brasch (Magdeburg) und Koitzsch und Lehmann (Halle) betroffen – für diese Formate werden drei Jahre lang keine neuen Folgen produziert.
Doch „Polizeiruf“- und „Tatort“-Fans können vorerst noch mit neuen Folgen rechnen, die entweder schon fertiggestellt wurden und nur auf eine Ausstrahlung warten oder vertraglich fixiert wurden und noch umgesetzt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre die Übernahme der Produktion durch einen anderen öffentlich-rechtlichen Sender. Davon wurde aber noch nichts bestätigt.
Nicht nur beim MDR wird gespart, sondern auch bei RTL. Dort wurde das gesamte Morgenprogramm umstrukturiert, wobei einige Moderator*innen den Sender sogar ganz verlassen mussten. Simon Beeck sagt Folgendes zu dem Aus der Nachrichtensparte:
Nach RTL-Entlassung: Nachrichtensprecher findet klare Worte zu seinem Aus
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