Sei es ein Lachanfall, eine fremde Person im Bild oder der falsche Beitrag wird eingeblendet – in der „Tagesschau“ waren schon alle möglichen Pannen zu sehen. Eine Nachrichtensprecherin erzählt nun, welche Details den Zuschauer*innen in den meisten Fällen entgehen und welche Pannen sogar versteckt wurden.
"Tagesschau"-Sprecherin war überrascht von den automatisierten Kameras
Julia-Niharika Sen ist seit 2020 fest im Team der „Tagesschau“-Sprecher*innen und hat dementsprechend schon einiges in der Zeit als Nachrichtensprecherin erlebt. In einem Interview mit t-online gibt sie einige Einblicke, wie es ist, bei der „Tagesschau“ zu arbeiten.
So war sie beispielsweise überrascht von dem „Eigenleben“ der Kameras im Studio. „Wir alle haben größten Respekt vor diesen High-Tech-Kameras. Denn man muss da ganz schön aufpassen“, erklärt sie. Dabei kommt sie oft aus Versehen an die Kameras heran und setzt sie außer Gefecht. Ihr wurde zu den automatisierten Kameras erklärt: „Es kann im schlimmsten Fall passieren, dass die Kameras auf dich zurasen. Dann bitte auf den Boden werfen.“ Das sei ihr aber noch nie passiert.
"Tagesschau"-Sprecherin verletzte sich vor der Aufzeichnung und zog trotzdem durch
Natürlich wurde Julia-Niharika Sen auch nach Pannen während der „Tagesschau“ gefragt. Dafür hat sie eine einfache Strategie: „Einfach ausblenden und weitermachen.“ Dabei erzählte sie aber von einer Panne, die eigentlich niemand mitbekommen hat. Vor der 20-Uhr-Ausgabe hat sie sich „die Hand aus Versehen an einem heißen Eisen in der Maske verbrannt.“
Während der Ausgabe hat sie ihre Hand in einer Schublade unter dem Tisch mit einem Kühlpad gekühlt. Sie meinte zu der Situation: „Ich hatte starke Schmerzen und dachte nur: ‚Hoffentlich schaffe ich es bis zur letzten Meldung, ohne dass man mir die Schmerzen anmerkt.‘“ Am Ende konnte sie ihre Moderation so durchziehen, dass es niemand gemerkt hat.
Der Job als „Tagesschau“-Sprecherin kann ziemlich belastend sein. Kein Wunder, dass die damalige Nachrichtensprecherin Susan Stahnke auch wegen eines drohenden Burn-outs den Job aufgab. Doch was sie danach machte, damit hat niemand gerechnet:
„Kurz vor dem Burnout“: Ehemalige Nachrichtensprecherin fühlte sich von „Tagesschau“-Job überfordert
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