Nachdem Anfang 2025 der Rundfunkbeitrag nicht erhöht wurde, mussten einige öffentlich-rechtliche Sender versuchen zu sparen. Der MDR hat sich dafür entschieden, unter anderem den „Tatort“ und den „Polizeiruf“ für drei Jahre zu pausieren. Ein fataler Fehler, wie die Schauspieler*innen meinen.
"Müssen unsere Miete zahlen": "Tatort"-Stars kritisieren MDR-Entscheidung
Die beiden „Tatort“-Schauspieler*innen Cornelia Gröschel und Martin Brambach äußerten sich nun in einem gemeinsamen Statement zu den Sparmaßnahmen. „Wir sind immer noch bestürzt über die Meldung des MDR, den ‚Tatort Dresden‘ und den ‚Polizeiruf Magdeburg‘ in den nächsten drei Jahren nicht mehr finanzieren zu können“, schreiben sie in ihrem Social-Media-Post.
Dabei zeigen sie sich verständnisvoll dafür, dass der MDR sparen muss, sind aber besorgt um die Zukunft der lokalen Krimiproduktionen. Sie betonen den langen Vorlauf der Produktionen: „Wenn wir drei Jahre nicht produzieren, gehen lang aufgebaute Strukturen kaputt und die Menschen vor und hinter der Kamera – und auch wir Schauspielerinnen und Schauspieler – müssen uns natürlich um andere Projekte bemühen, um wie alle Menschen unsere Miete zu zahlen.“
Schauspiel-Duo befürchten baldiges Ende des Dresdner "Tatorts"
Beide prognostizieren ein mögliches Ende des Dresdner „Tatorts“ und des „Polizeirufs“ in Magdeburg. „Aber vor allem, und das ist das Wichtigste, kann uns im Moment leider niemand versprechen, dass in drei Jahren genug Geld da ist, um weiterzumachen – die Situation wird absehbar wohl auch nicht einfacher werden“, so das „Tatort“-Duo.
Beide bezeichnen die Einsparungen bei den Krimi-Reihen als „Katastrophe“ und sehen die Kürzungen als „äußerst fatales politisches Signal, dass in den quotenstärksten und beliebtesten TV-Reihen im deutschen Fernsehen der Osten Deutschlands einfach nicht mehr vorkommt“. Die Zukunft wird zeigen, wie lange uns Cornelia Gröschel als Kommissarin Leonie Winkler und Martin Brambach als Kommissariatsleiter Michael Schnabel noch erhalten bleiben.
Nicht nur beim MDR wird gespart, sondern auch bei RTL. Dort wurde das gesamte Morgenprogramm umstrukturiert, wobei einige Moderator*innen den Sender sogar ganz verlassen mussten. Simon Beeck sagt Folgendes zu dem Aus der Nachrichtensparte:
Nach RTL-Entlassung: Nachrichtensprecher findet klare Worte zu seinem Aus
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