"Erniedrigende und demütigende Situationen": So hart waren Steven Gätjens TV-Anfänge bei ProSieben
Adrian Königer
Adrian Königer
Verfolgt Joko & Klaas schon seit ihrer Zeit bei „MTV Home“. Seit ihrer „Trennung“ bei „Circus HalliGalli“ begeistert mich das eigentliche Schaffen der beiden immer mehr. Lieblingsformat: „Wer stiehlt mir die Show?“.

Steven Gätjen ist ein absoluter Veteran im deutschen Fernsehen, doch das war nicht immer so. Seine Anfänge waren von schwierigen Produzenten und viel Glück gezeichnet.

Guido Engels

Heute kennt man Steven Gätjen als souveränen ProSieben-Moderator, der oft an der Seite von Joko & Klaas zu sehen ist und auch gerne seine Leidenschaft für das Kino zum Besten gibt. Doch selbst der unerschütterlichste Moderator musste sich erst durch Herausforderungen kämpfen.

Gätjen über seine TV-Anfänge: "Meine Karriere lief nicht stringent nach oben"

Steven Gätjen war bei Bettina Böttinger im Podcast „Zwischen den Zeilen“ zu Gast und sprach über seine Anfänge in der Medienbranche. Er erzählte von seinem Zivildienst, der Chance auf ein Volontariat bei OK Radio und wie er schließlich mit seinem Bruder nach Los Angeles zog, um dort zu studieren.

Gätjen hebt hervor, dass der Weg zum Moderator schwer war: „Ihr seht immer nur, was geklappt hat, aber ihr seht nicht die 1.000 Versuche, die dahinterstecken. [...] Meine Karriere lief ja nicht stringent in eine Richtung nach oben.“ Dabei blickt er auch auf seine frühe Zeit bei ProSieben zurück, in der er negative Erfahrungen mit damaligen Produzenten sammelte. Er berichtet von Chefs, die ihn „ignoriert, in keiner Art und Weise gefördert und einfach rausgeekelt haben.“ Auch in Los Angeles wurden ihm Jobs versprochen, bei denen sich die Verantwortlichen am Ende nie wieder meldeten.

Heute würde Gätjen anders damit umgehen: "So lass ich mich nicht behandeln"

In den 2000er-Jahren moderierte Gätjen unzählige Shows wie „taff“ oder die „Oscar Red Carpet Show“. 2011 gelang ihm mit „Schlag den Raab“ der endgültige Durchbruch. Er erinnert sich noch genau an Stefan Raabs Anruf: „Als Stefan mich damals anrief, um mir diesen Job zu geben, und Gott und die Welt mir schrieb: ‚Wir wussten immer, dass du es kannst‘. [...] Die letzten zehn Jahre hat keiner von euch mich unterstützt.“

Gätjen hebt in dem Gespräch hervor, dass er trotz seiner harten Arbeit viele „erniedrigende [...] und demütigende Situationen“ durchleben musste. So hat man ihn beispielsweise 45 Minuten oder länger in einem Meeting warten lassen. „Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich dann auch ganz klar sage: ,Hier ist Schluss! So lass ich nicht mit mir umgehen und so lass ich mich nicht behandeln’“, macht der Moderator deutlich und erklärt, dass er heutzutage anders damit umgehen würde.

Trotzdem betont Gätjen, dass er mit seinem Job ein besonderes Privileg genießt und ihm die Arbeit nach wie vor großen Spaß macht.

ProSieben setzt übrigens auch weiterhin auf Sebastian Pufpaff und „TV total“. Die diesjährige Sommerpause soll nämlich nicht ganz so lange ausfallen:

Noch vor Stefan Raab: ProSieben bringt "TV total" schon in zwei Monaten aus der Sommerpause zurück

Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren