Am 1. November gesellten sich erstmals Carolin Kebekus, Jens „Knossi“ Knossalla und Moritz Wagner zu „Wer stiehlt mir die Show?“, um Host Joko Winterscheidt die Moderation streitig zu machen. Doch nach fünf Jahren und elf Staffeln hat die Sendung sichtliche Abnutzungserscheinungen, die Joko jedoch gekonnt zu verdecken versucht.
Neuer Cast bei "Wer stiehlt mir die Show?": Joko geht einen neuen Weg
Wie jedes Jahr blicke ich skeptisch auf den Start der neuen Folgen von „Wer stiehlt mir die Show?“, weil mich die Cast-Ankündigung Monate zuvor kaltgelassen hat. Diesmal ging Joko neue Wege und lud mit Knossi seinen ersten Twitch-Streamer ein – ein Schachzug, der in Formaten wie „Duell um die Welt“ „Joko & Klaas gegen ProSieben“ bestens aufging, da beide Entertainer hervorragend mit der Twitch-Bubble harmonieren.
Auch Moritz Wagner ist der erste aktive Sportler, der sich in die Show traut und – im Gegensatz zu Andrea Petković – noch nie als Moderator fungiert hat. Somit ist „Wer stiehlt mir die Show?“ von den Rückkehrern (Teddy Teclebrhan und Olli Schulz) abgerückt, die in Staffel 9 und 10 ihr Glück versuchten.
Auch eine Hochzeit kann die Abnutzungserscheinungen nicht überdecken
Doch der Cast ist das geringste Problem des Formats, denn der formt sich sowieso im Laufe der Folgen und wechselt von Staffel zu Staffel – was bleibt, ist der gleiche Ablauf. Der nutzt sich von Jahr zu Jahr immer weiter ab und die kreativen Spielideen leiden unter immer komplizierter werdenden Regeln, denen ich als Zuschauer meist erst folgen kann, wenn das Spiel schon wieder vorbei ist. So kränkelt in Folge 1 zum Beispiel das Spiel „Jokos Heavy Rotation“ unter dem komplizierten Regelwerk und einer viel zu langen Laufzeit innerhalb der Show.
Zum Staffelstart hatte Joko wiederum eine einmalige Idee, die es zuvor noch nie gab: Einem Aufruf folgend verlobte sich ein Paar in der Sendung und heiratete noch vor dem Finale. Aus meiner Fassungslosigkeit wuchs schnell eine Neugier, ob die Hochzeit dann doch in der gewohnten chaotischen Art des Formats abgewickelt wird. Die eingespielten Vorbereitungen hielten die Spannung hoch – umso enttäuschender war es, dass die Zeremonie vorab abgehandelt wurde, statt den krönenden Abschluss zu bilden.
Ob Joko solch eine Überraschung in jeder Folge parat hat, würde mich dann doch stark wundern. Denn immerhin geht mit dieser kreativen Idee auch eine Menge Aufwand einher. So rettet sich die erste Folge der Staffel über die Übermüdungserscheinungen aus fünf Jahren „Wer stiehlt mir die Show?“ – ob das Niveau über die nächsten Episoden gehalten werden kann, ist fraglich. Zumindest wenn einer der Kandidat*innen die Show übernimmt, steht uns hoffentlich ein echtes Highlight bevor.
Für ein anderes Format von Joko und Klaas sieht die Zukunft jedoch nicht so rosig aus:
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