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    Die Top 5 Storys von der Pressekonferenz zu "Sin City 2: A Dame to Kill For"

    Zwar haben wir mit den Stars und Filmemachern auch exklusive FILMSTARTS-Interviews geführt, aber bevor wir diese demnächst veröffentlichen, gibt es nun schon mal die Top 5 Storys von der Pressekonferenz in Los Angeles.

    Habe ich schon Sex oder tanze ich noch?Sin City 2: A Dame To Kill For“ wurde wie auch schon der erste Teil komplett vor Green Screens gedreht: Alles um die Schauspieler herum wurde also erst nachträglich am Computer hinzugefügt und das macht es gerade in den erotischen Szenen nicht unbedingt leichter… Eva Green: Ich musste Robert Rodriguez wirklich vertrauen. Er ist zu mir in den Wohnwagen gekommen und hat mir geschworen, dass es am Ende mit der richtigen Beleuchtung und den passenden Schatten grandios aussehen würde, denn nackt am Set fühlt man sich schon sehr verletzlich und auch ein bisschen lächerlich. Wenn man mit seinem klitzekleinen Tanga vor einem Green Screen steht, dann ist das nicht sexy, man muss also auf die Vision des Regisseurs vertrauen. Und nun sieht es tatsächlich umwerfend aus – es ist Kunst, nicht vulgär oder ungehörig. Es ist nicht realistisch, aber wunderschön. Josh Brolin: Sie sagt, sie war am Set nicht sexy – aber sie war sexy! Diese Szenen sind schon beunruhigend und man versucht furchtlos an die Sache heranzugehen, aber man hat trotzdem extreme Angst. Denn man kann sich als Schauspieler einfach nicht sicher sein, speziell wenn man mit Green Screens arbeitet. Man hat nicht mal eine Idee, welchen Film man da eigentlich gerade dreht – und dann sieht man ihn sich schließlich an und denkt: „Oh mein Gott, in der Szene habe ich Sex? Ich dachte, wir würden da nur tanzen.“

    Warum es sich in 3D viel besser sündigt! Eigentlich erwartetet man 3D ja eher von Action-Krachern oder Science-Fiction-Blockbustern, aber darauf angesprochen erklären Robert Rodriguez & „Sin City“-Schöpfer Frank Miller, warum sich die Technik für ihren stilisierten Fast-Schwarzweißfilm in Wahrheit viel besser eignet… Robert Rodriguez: 3D bietet sich perfekt für die Verfilmung einer Graphic Novel wie „Sin City“ an, gerade weil sie nicht so vollgestopft ist mit visuellen Details. In vielen 3D-Filmen gibt es so viel auf der Leinwand, dass man gar nicht mehr weiß, wo man hingucken soll. Aber der Stil von Frank Miller ist so reduziert, neben den Figuren gibt es nur sehr viel Schwarz und vielleicht noch ein bisschen Schnee, dass alle Elemente in 3D viel mehr aus der Leinwand herauspoppen. So fühlt es sich an, als sei man wirklich in dieser Graphic Novel, wirklich in Sin City. Frank Miller: Robert wollte den Film unbedingt in 3D machen und zuerst habe ich mich dagegen gewehrt. Aber dann hat er mir erklärt, dass es hier nicht darum geht, dass Aliens aus dem Schrank oder Dinosaurier aus dem Nichts kommen, sondern es nur meine simplen Zeichnungen gibt und das 3D den Fokus nur noch mehr auf diese lenken würde. So hat er mich mal wieder von einer seiner Ideen überzeugt.

    Die unvermeidbare Frage eines notgeilen Fanboys! Die Verfilmungen halten sich extrem eng an die Vorlage, aber während die Stripperin Nancy Callahan in der Graphic Novel praktisch nur oben ohne rumrennt, zieht Jessica Alba in den Verfilmungen niemals blank… Robert Rodriguez: Beim Zeichnen von „Sin City“ hatte Frank Miller damals explizit das Ziel, einen Comic zu erschaffen, der niemals verfilmt werden könnte. Also mussten wir speziell beim ersten Film Kompromisse eingehen, denn wir hätten damals keine Schauspielerin von Jessicas Kaliber gefunden, die die Rolle ansonsten angenommen hätte. Nancy zieht ja im Comic nicht nur beim Strippen auf der Bühne blank, sie läuft eigentlich die ganze Zeit nackt herum. Jessica Alba: Sie macht sogar Backflips nackt! Robert Rodriguez: Mir war klar, dass Jessica nicht nackt spielen würde, aber ich wollte sie trotzdem unbedingt. Und dann hatte ich eben die Wahl: Entweder nehme ich jemanden, der wie Nancy im Comic aussieht, aber nicht schauspielern kann. Oder ich nehme Jessica und gebe ihr etwas zum Anziehen. Es gibt übrigens viele Leute, die davon überzeugt sind, dass sie im ersten Film nackt war, weil sie einfach so sexy spielte. Sie wird sogar heute noch in Interviews immer wieder auf die Nacktszenen in „Sin City“ angesprochen, dabei gab es gar keine.

    Das Ein-Mann-Hollywoodstudio! Robert Rodriguez ist seit seinem Debüt „El Mariachi“ dafür berüchtigt, bei seinen Filmen nicht nur Regie zu führen, sondern auch noch die Produktion, den Schnitt, die Musik und etliche weitere Jobs selbst zu übernehmen. Passend dazu hat er sich in Austin, Texas sein eigenes Filmstudio aufgebaut… Joseph Gordon-Levitt: Hier ist ein Filmemacher, der sich entschieden hat, seine eigene Welt und seine eigene Industrie aufzubauen – und zwar auf seine ganz eigene Art! In seinem Studio kann er nicht nur drehen was er will, auch der Schnitt, die visuellen Effekte, die Musik und alles andere wird dort gemacht. Weil Filmemachen ein solch gewaltiges Unterfangen ist, muss die Arbeit traditionell aufgesplittet werden und das kann manchmal verhindern, dass die Vision des Regisseurs erhalten bleibt. Aber so wie Robert es macht – das ist so, so, so, so er selbst! So kann er dem Medium Film genauso begegnen wie Frank Miller einem Comic, für den er nur seine Zeichenutensilien und einen Tisch benötigt. Ich bewundere das wirklich und finde es enorm inspirierend.

    „Sin City 3“ kommt nächsten Donnerstag! Nachdem sich der Drehstart immer wieder verzögert hat, kommt „Sin City 2: A Dame To Kill For“ nun am 18. September 2014 mit sieben Jahren Verspätung in die deutschen Kinos. Aber heißt das jetzt, dass wir auf „Sin City 3“ erneut so lange warten müssen… Frank Miller: Nein, der kommt nächsten Donnerstag! (Gelächter) Robert Rodriguez: Das ist seine Standartantwort, das hat er schon bei Fragen nach „Sin City 2“ immer gesagt. Aber im Ernst: Wir würden gerne sofort loslegen, aber dafür benötigen wir erst einmal Unterstützung bei diesem Film. Wenn genug Leute ins Kino gehen, werden wir noch einen Teil machen können. Und die Schauspieler haben mittlerweile zum Glück auch verstanden, was Green Screens sind! Denn das war ja das Besondere am ersten Teil: Niemand hat damals mit Green Screens gedreht und digitales Drehen war brandneu. Ich hatte damals gerade mit „Spy Kids 3D“ den ersten digitalen 3D-Film gedreht und dachte mir, jetzt könnte ich eigentlich auch einen ganzen Film vor Green Screen drehen – und das war eben „Sin City“. Aber dann sind die Schauspieler aufgetaucht und haben ganz verwirrt gefragt, wie das mit den Green Screens überhaupt funktioniert. Das ist gerade mal zehn Jahre her, da sieht man mal wieder, mit welchem Tempo sich die Technik aktuell fortentwickelt. Frank Miller: Die Storys für den dritten Teil existieren übrigens schon und ich könnte sofort mit dem Schreiben loslegen. Aber noch sind sie alle nur in meinem Kopf und ihr könnt sie nur sehen, wenn ihr euch zuerst alle den zweiten Teil im Kino anschaut!

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