Kinostart:
14. Mai 2009
Regie: Bouli Lanners
Mit Bouli Lanners, Fabrice Adde, Philippe Nahon,
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Produktionsland:
Frankreich
,
Belgien
.
Genre:
Tragikomödie
Laufzeit: 82 Minuten.
Produktionsjahr:
2008
Verleiher: Kool
Inhalt: Der Gebrauchtwagenhändler Yvan (Bouli Lanners) staunt nicht schlecht, als er eines Abends in seine kleine Bude zurückkehrt. Unter dem Bett versteckt sich der Drogenjunkie Elie (Fabrice Adde) und will sein Refugium partout nicht verlassen. Mit Geduld und ein wenig Gewalt bugsiert Yvan den ungebetenen Gast dann doch noch vor die Tür, wo dieser ihm unter Tränen gesteht, völlig pleite und ausgebrannt zu sein. Der mitleidige Dicke setzt das Häufchen Elend an einer Straßenkreuzung ab – und findet ihn Stunden später immernoch dort vor. Yvan, der selbst nach einer Gelegenheit schielt, seinem tristen Alltag zu entkommen, lässt sich überreden, Elie zu seinen Eltern an die französische Grenze zu fahren. Und so begibt sich das ungleiche Duo auf eine Reise weit über ihr eigentliches Ziel hinaus. Schnell wird klar: Ihr bisheriges Leben wollen beide nicht weiterführen...
FILMSTARTS.de
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Pressespiegel

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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Jan Hamm
(3,5)
Belgien ist ein düsteres Land. In schummrigen Garagen am Landstraßenrand lauern durchgeknallte Serienmörder, unliebsam gewordene Haustiere werden in hohem Bogen über Brückengeländer geworfen und in der verregneten Wildnis kreuzen Nudisten umher. Warmherzigkeit ist der apathischen Bevölkerung ein Fremdwort. Bouli Lanners’ zweiter Spielfilm „Eldorado“ mutet wie ein Abgesang auf sein Heimatland an. Das Road Movie verzichtet auf größenwahnsinnige Conquistadores und begleitet stattdessen zwei einsame Seelen auf ihrer Suche nach Geborgenheit – einem Schatz, der in Lanners‘ desolaten Landschaften in ebenso mythischer Ferne wie das Aztekengold zu liegen scheint. Und wer die Legende kennt, weiß bereits, was die Pilger am Ende erwartet. Für sein Einsamkeits-Topos findet der Regisseur und Schauspieler eine intensive Bildsprache, während er die Hoffnungen und Lichtblicke seiner Figuren eher als Spielball nutzt. Leichte Kost ist „Eldorado“ damit nicht, wohl aber ein mal humorvoller, mal lakonischer Trip ins belgische Herz der Finsternis.
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Userkritiken und Wertungen
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insgesamt 5 Kritiken
ThomasEdgar
Mitglied seit 1.075 Tagen
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34 Userkritiken
Bewertung:
(4)
Kritik:
Man muss solche Filme lieben. Eldorado ist ein typisches Roadmovie. Die Handlung könnte irgentwo in unserer kultivierten Welt spielen, dort, wo es schmutzige Städte, entseelte Landschaften oder überwachsene Bahngleise gibt. Es gibt Bruchstellen zwischen den Segnungen der Zivilisation, zum Beispiel Probleme der Identität oder Kehrseiten der Wohlstandsmedaille.
Die Straße ist die Bühne, auf der sich zwei Männer bewegen. Wohin, weiß niemand so genau. Zum Schluß findet der eine wohl zurück zur Fixe, während der andere eine Hundeleiche vergräbt, allein auf einem Hügel, unter sich die beleuchtete Silhouette der Stadt.
Der Film stimmt eher pessimistisch, da hilft auch die gekonnt eingeflochtene Komik nicht. Auf ihrer Reise erleben die Beiden recht seltsame Dinge. Dabei stören mich einige unerklärliche Szenen. Was sollte die lange Umarmung beim Abschied vom Nudisten? Was wurde aus dem Seher und Autosammler, der plötzlich filmisch ausgeblendet wird? Hier ist der Film eher schwach, weil er hyper-phantasiert.
Dagegen ist die Szene im Elternhaus des Fixers gelungen und schlüssig. Hier findet sich die Verachtung durch den Vater, die verzweifelte Hilflosigkeit der Mutter, die letzte Zuneigung des Sohnes, der den Garten umgräbt. Stark ist auch das Finale. Ein Hund wird von der Brücke entsorgt und knallt den Beiden auf's Autodach. Diese Aktion löst eine Kette von Reaktionen aus. Angefangen von der Angst der Mitmenschen, Hilfe zu leisten, bis hin zur absurden Idee, den halbtoten Hund durch Heroin zu töten. Eine Meisterleistung des schwarzen Genres.
Der Film überzeugt durch seine Bilderwelt der wallonischen Landschaft, der gezielt eingeblendeten Musik und einer großen schauspielerischen Leistung. Alle Faktoren zusammen erzeugen eine Stimmung und eine starke Sensibilität für die Empfindungen der Protagonisten. Der Film ist kein Easy Rider, er ist sehr empfehlenswert.
Verfasst am 23.07. um 16:26 Uhr -
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Besetzung und Stab
Bouli Lanners
Rolle: Yvan
Philippe Nahon
Rolle: der Sammler
Didier Toupy
Rolle: Nudist
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Gast - Freitag, 10. Februar um 01:22