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Kinostart
7. Mai 2009 (1h 29min)
- Regie
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Mit
Unbekannte Schauspieler
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Genre
Dokumentation
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Nationalität
Deutschland
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Im November 2005 wurde der 12-jährige Ahmed durch einen Kopfschuss getötet. Er lebte mit seiner großköpfigen Familie im westjordanischen Flüchtlingslager Jenin und war im Begriff, anlässlich des Ramadanfestes eine Krawatte zu kaufen. Dabei traf er auf zwei Freunde, die mit Spielzeuggewehren herumliefen. Die Jungen begannen Krieg zu spielen, doch aus der Fiktion wurde plötzlich schreckliche Realität. Denn just zur selben Zeit war eine Abteilung der israelischen Armee zwecks einer Razzia in Jenin unterwegs. Üblicherweise erfolgen Unternehmungen dieser Art nachts, um die Zivilbevölkerung zu schonen, doch dieses Mal war es anders.
| Verleiher | Arsenal Filmverleih | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsjahr | 2008 | Besucher | - | |
| VOD-Starttermin | - | Budget | - |
Von Jonas Reinartz
Im November 2005 wurde der 12-jährige Ahmed durch einen Kopfschuss getötet. Er lebte mit seiner großköpfigen Familie im westjordanischen Flüchtlingslager Jenin und war im Begriff, anlässlich des Ramadanfestes eine Krawatte zu kaufen. Dabei traf er auf zwei Freunde, die mit Spielzeuggewehren herumliefen. Die Jungen begannen Krieg zu spielen, doch aus der Fiktion wurde plötzlich schreckliche Realität. Denn just zur selben Zeit war eine Abteilung der israelischen Armee zwecks einer Razzia in Jenin unterwegs. Üblicherweise erfolgen Unternehmungen dieser Art nachts, um die Zivilbevölkerung zu schonen, doch dieses Mal war es anders. Ein Scharfschütze hielt den Knaben für einen Terroristen und das Plastikspielzeug in seinen Händen für eine echte Kalaschnikow. Für Ahmed kam jede Hilfe zu spät. Umso überraschender war die Haltung seiner Eltern, Ismael und Abla Khatib, die sich wider Erwarten bereit erklärten, die Organe ihres Sohnes zur Spende an israelische Kinderpatienten freizugeben. Sowohl religiöse als auch weltliche Autoritäten gaben ihre Zustimmung. Ein Jahr darauf macht sich Ismael auf, drei der betroffenen Familien zu besuchen. Der Dokumentarfilm „Das Herz von Jenin“ des Deutschen Marcus Vetter und des Israelis Leon Geller beleuchtet diese Reise sowie die vorangegangenen Ereignisse, die weltweit Schlagzeilen machten. Ihnen ist ein formal souveränes Werk gelungen, das allerdings überhaupt nicht - wie behauptet - dazu beitragen wird, „Vorurteile abzubauen“. Eher das Gegenteil ist der Fall.
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