Kinostart:
4. Februar 2010
Regie: Xiaolu Guo
Mit Lu Huang, Geoffrey Hutchings, Wei Yi Bo,
mehr
Produktionsland:
China
,
Großbritannien
.
Genre:
Drama
Laufzeit: 102 Minuten.
Produktionsjahr:
2009
Verleiher: Camino Filmverleih
Inhalt: Die junge Chinesin Li Mei (Lu Huang) wächst in einem kleinen Dorf am Rande einer Industrielandschaft auf. Die Jugend ist trostlos und sie träumt vom Ausbruch aus ihrem bisherigen Leben. Ein paar kleinere Flirts mit den Jungs im Ort verschaffen ihr wenigstens ein bisschen Ablenkung und bringen ihr zudem einen iPod ein, hinter dem sie sich fortan versteckt. Als sie jedoch vergewaltigt wird, packt sie endgültig ihre sieben Sachen, um sich in die Millionenmetropole Chongqing durchzuschlagen. Dort landet sie erst in einer Fabrik und dann in einem Friseursalon, dessen Name „Love Salon“ schon andeutet, dass die Mädchen hier mehr als nur Haareschneiden anbieten. Li Mei wird die Freundin des Mafia-Schlägers Spikey (Wie Yi Bo). Als der von seiner Arbeit blutüberströmt nach Hause kommt und tot zusammenbricht, nimmt sie sein Geld und erfüllt sich ihren größten Traum: London. Doch weder in der platonischen Ehe mit dem netten Witwer Mr. Hunt (Geoffrey Hutchings) noch in der körperlichen Beziehung mit dem indischen Imbissbudenbesitzer Rachid (Chris Ryman) wird sie wirklich glücklich…
FILMSTARTS.de
(3)
Pressespiegel
(2)
User-Wertung(43 Bewertungen)
(3)
| |
Andere Filme bewerten
Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Björn Becher
(3)
„Ein Künstler sollte schöne Dinge schaffen, sollte aber nichts von seinem eigenen Leben hineintun“, zürnt der Maler Basil Hallward gegenüber seinem Freund Lord Henry Wotton in Oscar Wildes Literaturklassiker „Das Bildnis des Dorian Gray“. Die Chinesin Xiaolu Guo beachtet diese Empfehlung nicht. Obwohl ihr Drama „She, A Chinese“ nicht explizit autobiographisch ist, wie es noch ihr Erfolgsroman „Stadt der Steine“ war, liegen die Parallelen zwischen dem Leben ihrer Protagonistin und ihrem eigenen auf der Hand. Die Regisseurin hat viel von ihrer eigenen Biographie in ihr Kunstwerk eingebracht und entgegen der Ansicht von Hallward schadet es diesem nicht. Die Verbindung zum eigenen Werdegang beschert „She, A Chinese“ vielmehr die nötige Authentizität, die es braucht, damit der Zuschauer bei der in Episoden erzählten Leidensgeschichte trotz ihrer Sperrigkeit emotional nicht außen vor bleibt.
Weiterlesen
Bilder und Poster
Userkritiken und Wertungen
Durchschnittliche Wertung:
(3,0)
bei
43 Wertungen
insgesamt 1 Kritik
Sebastian_J
Mitglied seit 527 Tagen
|
38 Userkritiken
Bewertung:
(5)
Kritik:
Erzählt wird die Geschichte der jugendlichen Mei, die in einem kleinen Dorf in China lebt, wo die Straßen bei Regen im Schlamm versinken. Trotz der ländlich-bäuerlichen Kultur, in der sie aufgewachsen ist, unterscheidet sich Mei kaum von anderen Pubertierenden in irgendeiner amerikanischen oder europäischen Großstadt. Sie ist eigensinnig, fürchterlich angeödet und scheint nur mit ihrem MP3-Player zu kommunizieren. Langeweile und Weltekel scheinen sich auf ewig in ihr Gesicht gebrannt zu haben. Aber da ist noch dieser unstillbare Freiheitsdrang, der sie in die Arme verschiedener Männer und in die Fremde treibt, zuerst in eine chinesische Großstadt und dann nach London. Im Grunde geht sie aber auf die Suche nach sich selbst, nach einer Heimat, die kein geografischer Ort ist. Von ihren wechselnden Liebhabern wird sie nur vorübergehend abhängig. Am Ende bleibt sie die Stärkere. Ihr unbedingter Wille zur Autonomie mahnt sie jedes Mal zur Flucht.
„She, a Chinese“ ist weniger eine traditionell erzählte Geschichte. Eher könnte man diesen Film als filmischen Essay bezeichnen. Der Film lebt von seinem Rhythmus und dem wilden Punkrock, den John Parish eigens für diesen Film komponiert hat. Sie setzen Kontrastpunkte zum Fluss der. Mit ihrer Wucht reißen sie den Zuschauer aus der Illusion des Erzählkinos, die ihn den fiktiven Charakter des Schauspiels vergessen lässt. Demselben Verfremdungseffekt dienen die kommentierenden, teilweise ironischen Zwischentitel zwischen den einzelnen Episoden. Trotzdem folgt „She, a Chinese“ einer klaren Chronologie.
Besonders die Hauptdarstellerin Huang Lu wird am Eindrücklichsten in Erinnerung bleiben. Sie verkörpert die Einsamkeit der jungen Frau mit bewundernswerter Selbstvergessenheit.
Auf der DVD ist auch umfangreiches Bonusmaterial enthalten. Neben dem kompletten Soundtrack auf der DVD ist zudem das Drehbuch und verschiedenen Informationen zur Regisseurin als Download enthalten.
Fazit:
Geheimtipp!
Verfasst am 27.02. um 20:12 Uhr -
Verstoß melden
Du hast "She, a Chinese" gesehen und willst deine Meinung mit Mitgliedern unserer Community teilen? Dann verfasse deine eigene Kritik zum Film / zur Serie!
Pressespiegel
Presseschnitt:
(2) von 1 Pressetitel(n)
Empire
|
|
Vollständiger Pressespiegel mit Zitaten
Besetzung und Stab
Geoffrey Hutchings
Rolle: Mr Hunt
Chris Ryman
Rolle: Rachid
Aktuelles
Kommentare
Gast - Donnerstag, 09. Februar um 18:00