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Elysium
Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
3,0
solide
Elysium
Von

Die Mittelschicht, das Rückgrat einer jeden Gesellschaft, wird laut Statistik in den vergangenen Jahren stetig kleiner. Diese Tendenz zeigt sich nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, auch in Deutschland. Die vielzitierte Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Dennoch sind soziale Unruhen wie bei den Straßenschlachten in den Pariser Banlieues im Herbst 2005 oder bei den jüngsten Massen-Demonstrationen in Rio de Janeiro und anderen brasilianischen Städten in der westlichen Welt eher eine Ausnahme - noch. Der südafrikanische Regie-Shooting-Star Neill Blomkamp („District 9“) denkt die Entwicklung einfach mal 141 Jahre weiter und schafft mit „Elysium“ eine entsprechend düstere Zukunftsvision, die er mit satter Action befeuert. Der Film sieht phantastisch aus und das Design der titelgebenden Raumstation ist atemberaubend, aber Handlung und Figuren fallen weitgehend holzschnittartig aus und so fehlt Blomkamps Vision letztlich die inhaltliche Substanz, um aus einem optisch beeindruckenden ein wahrhaft zukunftsweisendes Science-Fiction-Werk zu machen.

2154: Die Erdbevölkerung vegetiert in monströsen Megaslums vor sich hin, das soziale Gefüge auf dem verschmutzten Dreckplaneten ist völlig außer Kontrolle geraten. Nur wenige Superreiche sind der irdischen Welt entflohen und haben es sich 400 Kilometer über der Erde in einer gigantischen Raumstation namens Elysium gemütlich gemacht. Dort mangelt es an nichts, Maschinen gewährleisten selbst bei schwersten Krankheiten und Verletzungen die vollständige Regeneration –  sogar ewiges Leben scheint hier schon bald nicht nur theoretisch möglich zu sein. Die Elysium-Welt wird von einem einflussreichen Rat kontrolliert, dessen Verteidigungsministerin Delacourt (Jodie Foster) die Reichen-Oase mit brutalen Mitteln schützt. Erdenflüchtlinge, die regelmäßig in die Atmosphäre Elysiums eindringen, lässt sie gnadenlos abschießen oder deportieren. Ihre unmenschlichen Methoden stoßen jedoch auf immer mehr Widerstand im Rat, woraufhin sie mit Unterstützung von John Carlyle (William Fichtner), der auf der Erde einen ausbeuterischen Mega-Konzern leitet, einen Putsch plant. Dem steht jedoch der Gangsterboss Spider (Wagner Moura) im Wege, der Carlyle exekutieren lassen will, um an weltverändernde Daten zu kommen. Bei der Umsetzung dieses Plans soll ihm der vorbestrafte Fabrikarbeiter Max De Costa (Matt Damon) helfen, der bei einem Arbeitsunfall lebensgefährlich verstrahlt wurde und nur noch fünf Tage zu leben hat. Als Belohnung für den Einsatz verlangt der Todgeweihte von Spider einen Trip nach Elysium…



Der Südafrikaner Neill Blomkamp schoss mit dem für vergleichsweise günstige 30 Millionen Dollar produzierten Science-Fiction-Kracher „District 9“ wie aus dem Nichts in die oberen Sphären Hollywoods und qualifizierte sich für größere (sprich: teurere) Aufgaben. Das Budget seines Nachfolgers „Elysium“ ist nun viermal so hoch wie jenes von „District 9“ und erneut findet sich jeder Cent in den spektakulären Schauwerten auf der Leinwand wieder: Das Design und die technische Umsetzung der Elysium-Welt sind atemberaubend – ein wenig wirkt es, als wären die Nobelvororte des heutigen Miami in die Zukunft teleportiert worden. Die Raumstation mit ihrem luxuriös-kalten Look ist die passende Kulisse für das pseudo-elitäre Treiben ihrer heillos privilegierten Bewohner: Man hält sich für kultiviert, ohne es wirklich zu sein. Man spricht viel Französisch, lässt sich von Robotern feinste Häppchen servieren und trägt edle Mode (des 21. Jahrhunderts!). Der Kontrast zum Hauen und Stechen auf der Müllhalde Erde, bei dem es um das nackte Überleben und ein letztes bisschen Würde geht, könnte kaum größer sein und dem trägt Blomkamp auch mit seiner Inszenierung Rechnung, wobei sein dystopisches Porträt der Slums von Los Angeles dem rau-realistischen Johannesburg aus „District 9“ frappierend ähnlich sieht.

Für seine Sicht auf eine durch soziale Gegensätze verpestete Zukunft greift Neill Blomkamp auf einige klassische Science-Fiction-Motive und –Erzählmuster zurück: Er nimmt bei Fritz Langs „Metropolis“ genauso Anleihen wie bei H.G. Wells‘ „Die Zeitmaschine“ (seine Morlocks begehren bereits im Jahr 2154 gegen das System auf), dazu sind die Einflüsse von Paul Verhoevens Genreklassikern „Total Recall“ und „RoboCop“ unübersehbar. Den Zynismus des Niederländers kehrt der Südafrikaner jedoch in Philanthropie um. „Elysium“ mag in einer fiesen und niederträchtigen Welt angesiedelt sein, die Botschaft des Filmemachers ist dennoch durch und durch humanistisch. Und von Botschaft kann hier durchaus die Rede sein, denn Blomkamp lässt überdeutlich werden, was er für gut und richtig hält. Statt Widersprüche auszuloten oder Nuancen aufzufächern, bleibt er jedoch nur an der Oberfläche und hält an schematischen Gegensätzen fest, dadurch bekommt die Erzählung manchmal einen regelrecht penetranten Tonfall. Das ist alles andere als subtil (so etwa eine rührselige Vorgeschichte aus der Kindheit von Held Max De Costa) und nimmt dem Film einiges von der möglichen Überzeugungskraft.

Blomkamps Entwurf der (un)schönen neuen Welt fällt einfach zu dünn aus. Das Alltagsleben auf Elysium und auf der Erde ist kaum ausgestaltet, der soziale Sprengstoff, den der Regisseur auslegt, nur von grobem Kaliber. Es gibt nur Gut und Böse, Schwarz und Weiß – was ebenso für die Figurenzeichnung gilt. Dazu läuft das Ganze auch noch weitgehend überraschungsfrei ab, aber immerhin sind die Actionszenen durchaus abwechslungsreich inszeniert. Zuweilen wirken sie ein wenig altmodisch - der gute alte Faust- und Schwertkampf ist im Jahr 2154 immer noch nicht aus der Mode gekommen -, doch neben diesem charmanten Anachronismus gibt es auch noch einige krachend-peppige Demonstrationen neuester Technik wie etwa einen spektakulären „Vorgarten“-Crash eines Raumschiffs auf Elysium. Hier punktet Blomkamp einmal mehr mit tollen Schauwerten, aber die optische Brillanz kann die erzählerischen Defizite des Films nicht vollständig kaschieren.

Die Schauspieler holen ihrerseits das Menschenmögliche aus Neill Blomkamps oberflächlichem Drehbuch heraus. So zeigt Matt Damon („Bourne“- Reihe, „Behind The Candelabra“) in der Hauptrolle eine gewohnt souveräne Leistung. Sein Max wirkt mit seinem glattpolierten Kahlschädel wie ein „RoboCop light“ mit einem Schuss nobler Wilder: ein Hitzkopf mit dem Herz auf dem rechten Fleck und ein veritabler Held. Die zweifache Oscar-Preisträgerin Jodie Foster („Contact“, „Taxi Driver“) hat es da schon schwerer, weil ihre Eiserne Elysium-Lady so eindimensional platt und berechnend gezeichnet ist, dass kein Raum für Zwischentöne bleibt. Mit ihrer strengen Präsenz zeigt Foster aber trotz akuter Unterforderung Klasse. An dem Auftritt von Blomkamps Stammschauspieler Sharlto Copley („District 9“, „Das A-Team“) werden sich unterdessen die Geister scheiden. Der Südafrikaner spielt seine Figur namens Kruger, die für die intrigante Verteidigungsministerin das terrestrische Terrorkommando anführt, so sehr over the top, wie es in dieser Blockbustersaison kein zweites Mal zu sehen war. Mit kaum verständlichem Akzent grunzt er tollwütig seine Dialoge und ist ansonsten einfach nur abgrundtief böse, womit sich Copley ganz hart am Rande der Karikatur bewegt. Bei all diesen Stereotypen erweist sich ausgerechnet der als Erdbösewicht eingeführte Gangsterboss Spider (gespielt von Wagner Moura) als einzige Figur mit etwas Tiefgang und spannungsvollem Innenleben.

Fazit: Nach seinem Kult-Debüt „District 9“ wurden hohe Erwartungen in Neill Blomkamps neuen Film gesetzt. Denen kann der südafrikanische Regisseur jedoch mit seinem überragend gut aussehenden Science-Fiction-Actioner „Elysium“ nur auf visueller Ebene mehr als gerecht werden. Inhaltlich erreicht er dieses starke Niveau jedoch nicht annähernd und enttäuscht mit Eindimensionalität und Formelhaftigkeit.

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Kommentare

  • Nikoprot
    Oh man, nach den vielen Enttäuschungen des Sommers hatte ich ausgerechnet auf den all meine Hoffnungen gesetzt. Geguckt wird er natürlich trotzdem.
  • Schnafffan
    Neeeeeeeiiiiiiiiiiin..........meine (eigentlich einzige) Blockbusterhoffnung des Jahres mit nur 3 Sternen abgespeist.....das gibts doch nicht :/ Oje, angeguckt wird er zwar trotzdem, aber die Vorfreude ist durchaus ein wenig gedämpft...
  • M E.
    Diese Bewertung heißt noch lange nichts leute! DIESER Film wird geguckt! Bei den FS-Bewertungen muss man aufpassen!!!! Macht euch einfach ein eigenes Bild, dann werdet ihr eines besseren gelehrt!
  • Janos V.
    Der Shyamalan-Smith-Schrott After Earth kriegt 3,5 und der hier nur 3 Sterne? OK, abwarten und cool bleiben... aber das wär schon ne heftige Enttäuschung.
  • David Kind
    der weg ist abgeschlossen: filmstarts ist das neue slant - magazine. ich lese viele behauptungen und wenig begründungen. filmstarts macht genau das, was es "elysium" vorwirft.
  • noemata
    Schon "District 9" ist maßlos überschätzt und der Elysium-Trailer ließ mich nichts anderes erwarten als einen weiteren Beitrag zum SciFi-Schrottjahr 2013.
  • Tobi-Wan
    @David Kind: Wo fehlen Dir denn Begründungen? Ich finde die Kritik angemessen begründet!
  • ChiliPalmer
    Ich finde die Kritik auch gut begründet, aber solange ich den Film selbst nicht gesehen hab, bin ich mir nicht sicher ob hier vllt doch etwas übertrieben wurde... Die Kritik zu der Hobbit war zB auch ein Witz...
  • niman7
    Sehr gut geschriebene Kritik. Ich, für meinen Teil, habe diese Filme so langsam satt. Es ist doch sowieso immer das selbe :( Nur hier und da was verändert.
  • Borsti
    Naja, ich seh eher das Problem, dass hier anscheinend (muss ja auch erst den Film sehen) mit zweierlei Maß gemeßen wird. Bei Man of Steel, Stirb Langsam 5, Pacific Rim etc. reicht das audiovisuelle anscheinend schon für eine gute Bewertung und über inhaltliche Schwächen wird gerne hinweggesehen, wohingegen bei Elysium die Inszenierung stark zu sein scheint aber dennoch der Film ziemlich mittelmäßig bewertet wird. Da sollte Filmstarts doch bitte eine klare Linie verfolgen. Aber wie gesagt, erst einmal muss ich mir den Film selber ansehen. Nicht ausgeschloßen, dasss die an sich gut geschriebene Kritik absolut zutreffend ist.
  • ChiliPalmer
    @Nimanwas meinst du mit "diese Filme"? Gibt doch mal ein paar Beispiele...
  • Max H.
    niman7 hat schon recht, immer wieder verzocken hoch ambitionierte Regisseure ihr Potential auf Kosten größerer Effekte, die sie von den Studios nach fulminanten Debüts bereitgestellt kriegen. Die Story, die sonst Ausschlag zwischen Talent und Unsinn gegeben hätte, fällt in Zweit-Dritt-Viertwerken in immer kleinere Nischen, alle lassen sie sich bleden von noch größeren Effekten und noch tollerem 3D. Aber James Cameron hat's vorgemacht, um den größten Erfolg zu bekommen darf die Story auch mal uninspieriert sein. Die 8 Oscarnominierungen inklusive den als Bester Film geben der Annahme recht, das sogar Leute, die sich mit dem Stoff auskennen MÜSSTEN, von sowas blenden lassen. Nehmt mir das nicht übel, ich find "Avatar" klasse, es ist aber für meine Argumentation gerade ein gutes Beispiel. Ausreißer wie Nolan's "Inception" sind Mangelware und das muss einfach behoben werden und auch wenn, ja ich weiß, den Film noch nicht gesehen habe, ist die Kritik sehr gut begründet und ich bereits mächtig enttäuscht, dass auch Blomkamp sich hat querschlagen lassen. Vielleicht weiß er es aber auch einfach nicht besser, ist alles nicht schlimm, Filme wie "Pacific Rim" oder der eben sind zu Unterhaltungzwecken wichtig, aber trotzdem erwartet man doch mindestens einmal im Jahr ein Werk, dass einen konzeptionell, optisch und drehbuchmäßig wortwörtlich aus den Angeln hebt. Ist doch so, oder? Korrigiert mich, wenn ich falsch liege: Der Mainstream - Action - Fantasy - SciFi - was weiß ich Blockbuster verkümmert! Nächste Hoffnung -> Nolan's "Interstellar"
  • Andreas Anyways
    Liest sich sehr gut die Kritik und gleichzeitig enttäuscht es mich, dass die Klasse von District 9, allen voran storytechnisch, nicht erreicht wird. So werde ich auf den Heimkinorelease warten. @Max H. Aber natürlich gibt es sie! Nur musst du dafür ins Arthousekino rübergehen. Bei Mainstream/Blockbuster ist selten mal ein Film dabei, der deinen Ansätzen entspricht, zuletzt war es dein eben genannter "Inception", der jedoch auch nur durch unter anderem der Rolle von Ellen Page im mainstream-Bereich blieb.
  • DerEinevomDorf
    Sehr gut geschriebene Kritik, finde ich, auch wenn ich mir vom Film mehr erhofft hatte. Daher: Kinobesuch für die eigene Meinung! @Max H.: Deinem Kommentar ist absolut nichts mehr hinzuzufügen!
  • niman7
    Z.B. Tom Cruise Oblivion. Mittlerweile ist es doch immer das selbe Prinzip. Die Welt wird zerstört, die Ressourcen sind alle, usw. Das alles hört sich auch realistisch und spannend an ist aber immer extrem schlecht inszeniert. Sowie bei Oblivion. Da hat man doch schon nachdem Trailer erahnen können, dass (SPOILER) Cruise ein Klon ist. Was ich damit sagen will ist: Die Geschichten Erzählungen sind vorbei! Die heutige Technik ist unglaublich und ich finde es auch gut, wenn sie so grandios gut genutzt wird wie bei Pacific Rim aber dann darf man doch nicht vergessen "eine Geschichte zu erzählen". Und das ist für mich die Hauptaufgabe eines Filmes.
  • Vivianne v.
    Nun ich werde mir den Film anschauen und dann eine entsprechende Meinung darüber kundtun. Ich hab schon so manchen Kritikerverriss oder auch umgekehrt hochgelobte Kritiken über Filme gelesen (sicherlich sehr gut geschrieben *smile*, dass sollte Mann/Frau auch als Kritiker können) und mich nach dem Kinobesuch darüber gewundert. Vielleicht war ich ja dann auch nur im falschen Film gelandet.
  • Slevinho
    ich hoffe der film ist trotzdem gutbei den sci-fi filmen dieses jahr muss doch wenigstens ein guter dabei sein :)
  • korkell
    Ich weiß gar nicht warum immer gleich alles zerrissen wird und verallgemeinert wird.District 9, Moon, Inception, Looper Sunshine (ja ist schon ne Weile her) etc. sahen gut aus und haben trotzdem gute Geschichten erzählt. Es geht nicht immer nur um Optik das stimmt einfach nicht.Jetzt warten wir mal diesen Gravity und den neuen Nolan Streifen ab.
  • ChiliPalmer
    Also, hab den Film gerade erst gesehen... Ich bin ehrlich gesagt positiv überrascht, ein sehr solider ACTION-Streifen, ACTION absichtlich groß... Wie hier viele schon geschrieben haben, lassen immer mehr Regisseure durch Geld angeln, und auch wenn Neill Blomkamp behauptet er wird nur eigene Ideen realisieren und so krams, hat alles keinen Sinn wenn man aus einer exzellenten Idee einen 0815 Hollywood-Streifen macht... Die finanzielle Unterstützung der Studios hat eben auch ihre Nachteile... Wer sowas wie District9 erwartet, hat sich sehr tief geschnitten, der sozialkritische Ton ist nur minimal spürbar... Man hätte so viel aus der Story machen können... Naja man wird auf jeden Fall 1a unterhalten, sone nachhaltige Wirkung wie District 9 kanns sich Elysium aber abschminken...
  • age
    habe den film heute abend gesehen und war sehr positiv überrascht. ich hatte keine besonderen erwartungen, mir gefiel einfach dass man bereits im trailer sah dass er viel von district 9 hat, und das hat sich auch bestätigt. meiner meinung nach sieht er nicht nur atemberaubend gut aus sondern ist auch durchweg spannend inszeniert. ich konnte mit den figuren mitfiebern bis zum ende, die story finde ich alles andere als 0815 und das ende hätte ich so auch nicht erwartet. alles in allem würde ich ihm eher 5 als 3 sterne geben, weil er mich so gefesselt hat dass ich keine negativ-punkte feststellen konnte.
  • Alexander G.
    Optisch und audiovisuell beeindruckend schafft es Elysium mühelos auch dank eines mühenden Matt Damon und ergreifendes Finales zu glänzen.Trotz mancher platter Symbolik 8/10
  • PaddyBear
    Der Film ist gut. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Optisch und akustisch ist er wirklich sehr gelungen. Leider ist die Story sehr klischeehaft und teilweise vorhersehbar. Damon spielt solide. Fosters Performance fand ich persönlich nicht so überzeugend. Sie hatte aber auch mit ihrer platten Rolle zu kämpfen. Alles in allem ordentlich, auch wenn ich mir mehr erwartet hatte. 3,5 von 5 Sternen
  • Eikanthor H.
    Ich hab die Kritik erst gelesen, nachdem ich drin war und muss sagen, dass die sehr passend ist. Eigentlich waren das auch alles meine Gedanken, als ich aus dem Kino kam. Sehr schön anzusehen, tolle Action, für heutige Verhältnisse ungewohnt konsequent in der Gewaltdarstellung, aber leider alles andere sehr oberflächlich, Spider war auch der Charakter, der mir am besten gefiel und Jodie Foster hat wirklich ne flache Rolle und da passte die deutsche Synchro auch kaum. Ich wurde gut unterhalten, aber es wäre viel mehr drin gewesen. Also, allen Meckerfritzen hier zum Trotz: Diese Kritik kann man definitiv so nehmen, wie sie ist. Auch wenn ich die Nahkämpfe nicht als so anachronistisch sehe, sondern eher einen durchgeknallten Söldner da habe, der auf sowas steht.^^
  • Stefan L.
    Habe mir "Elysium" gestern angesehen. Es ist schon äußerst enttäuschend, was Neill Blomkamp nach seinem zu Recht hoch gelobten "District 9" hier abgeliefert hat. Wäre nicht die optische Gestaltung der Welt auf Elysium so gut gelungen, hätten wir es hier mit einem klassischen B-Movie zu tun. Ein Film in bester Tradition von "Avatar" und "Prometheus". Kurz gesagt, eine Kombination aus aufwendigem Set-Design und schlecht geschriebenen Drehbuch. Carsten Baumgardt´s Kritik kann ich da nur zustimmen. Von den 3,0 die er hier vergeben hat, könnte man ohne weiteres noch 0,5 abziehen. Allein schon wegen des völlig bescheuert konstruierten Charakters den Sharlto Copley hier verkörpert. Und Jodie Foster wirkt in diesem kruden Machwerk mit Sicherheit nur mit, damit auf dem Plakat rechts von Matt Damon noch ein prominenter Name auftaucht. So lässt sich das ganze einfach viel besser vermarkten.
  • Radagast
    Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Die Filmstory ist grottenschlecht. Zum wievielten Mal wird einem Underdog die Heiland-Rolle zugesprochen, die er dann auch noch mit dem Märtyrertod besiegelt. Dieses biblische Motiv ist so etwas von ausgelutscht und sollte dem Neuen Testament vorbehalten bleiben... Ich fand auch Matt Damon nicht überzeugend gecastet, hingegen war Jodie Foster trotz "eindimensionaler" Rolle ziemlich gut. Die Frau kann einfach schauspielern.
  • sander90
    Ich komme gerade aus dem Film. Die Kritik ist ausreichend begründet und passt recht gut, wenn man sie für sich alleine liest (persönlich bin ich irgendwo zwischen 3 und 3,5 Punkten). Vergleicht man die Punktevergabe bei Eylsium (3) allerdings mit Oblivion (3,5), was bei diesen Filmen ja durchaus erlaubt sein sollte, erhalte ich mein persönliche Begründung, weshalb mein Vertrauen in die FS-Kritiken fast vollständig verloren gegangen ist.0,5 Punkte Unterschied zwischen diesen beiden Filmen sind mir unerklärlich. Die letzten Monate (vllt auch schon Jahre) habe ich mich auf die immer freundlicher werdende Punktevergabe der Redaktion eingestellt. Nach Oblivion kam ich dennoch völlig verwirrt nach Hause, um mir noch mehrmals die Kritik durchzulesen. Verglichen mit dieser leeren Hülle eines Films, die mich heute noch in Angst und Schrecken versetzt (vor allem wenn ich an den dritten Akt denke), ist Elysium geradezu ein Meisterwerk.Mit der Subjektivität des Kritikers lässt sich für mich nicht zufriedenstellend begründen, wie man zwei Filme, zwischen denen offensichtlich ein ganzes Universum liegt, so nahe aneinanderrücken kann.Ich sehne mich nach den alten Kritiken, die von mehr berichtet haben als dem bloßen Plot und der atemberaubenden Optik.
  • Borsti
    Hab selten in den letzten Monaten eine passendere Kritik auf FS gelesen. Nach District 9 eine ziemliche Enttäuschung. Aus der wenn auch nicht sonderlich origenellen aber zumindest ganz brauchbaren Grundsituation wird überhaubt nichts gemacht. Nach den ersten 10 Minuten Exsposition wird auf den reich/arm Konflikt komplett gepfiffen und Blomkamp konzentriert sich nur noch auf den sehr überraschungsarmen und wenig mitreißenden Actionplot, der aufgrund der sehr flachen Figuren (gerade die Antagonisten) ab einen gewissen Punk nur noch langweilt. Hinzu kommt für mich noch, dass der Showdown am Ende doch ziemlich lahm geraten ist, gerade im Vergleich zum sehr stark inszenierten Actionpiece zur Mitte des Filmes, was ihm endgültig das Genick bricht. Wenn man schon inhaltlich nichts originelles zu bieten hat, dann muss wenigstens die Action am Ende den Zuschauer wegblasen aber der Faust/Schwertkampf am Ende war ja fast schon unfreiwilig komisch.Vom kitschigen Happy End, welches von Blomkamp überhaupt nicht zu Ende gedacht ist, möchte ich gar nicht erst anfangen zu reden. Zu meinem Vorposter möchte ich auf Anlehnung an den Ausspruch "Geschmäcker sind nun einmal verschieden" noch anmerken, dass meiner Meinung nach der halbe Stern Unterschied nicht einmal im Ansatz klar macht, wie viel schlechter doch Elysium im Vergleich zu Oblivion ist.
  • Marsellus Wallace
    Ich persönlich finde den deutlich besser als 3 Sterne, aber gut das ist nur meine Meinung...
  • Jacques S.
    4 Sterne, weil 1. eine grandiose Optik überzeugte, also Kamera, Set-Design und FX und 2. ich schlicht und einfach die gesamte Filmzeit über bestens und äusserst kurzweilig unterhalten wurde. Natürlich ist es Action-lastig, aber dies entspricht dem hier gewählte Genre. Klar, SciFi als Basis zwar - visuell, aber inhaltlich ein Actionfilm. Andere viel gelobte, reine Actionklassiker (zB. Stirb Langsam 1&2 oder auch der neue Dredd) glänzen auch nicht unbedingt durch tiefgründige Stories. Nur weil sich Elysium im SciFi-Rahmen bewegt, muss es sich nicht durch anspruchsvolle Storylines hervortun. Ich denke man sollte es daher genre-gerecht beurteilen und nicht mit zweierlei Mass messen. Auf der einen Seite haben wir grossartige, komplexe SciFi-Stoffe, wie kürzlich Moon oder den Klassiker Blade Runner. Auf der anderen Seite reine, aber gute Popcornfilme wie eben Elysium oder die neuen Star Trek Filme. Manchmal vergisst Filmstarts, so sehr ich sie auch schätze, die Filme genregerecht zu beurteilen. Man kann nicht "Die Goonies" mit dem gleichen Masstab wie "2001" bemessen. "Die Bösewichte bei Goonies sind furchtbar stereotyp und die Dialoge wirken hölzern..." ;) So in etwa wär dann das Resultat. Es sind doch einfach beides tolle Filme...jeder auf seine Art.
  • RKarras
    Klischeeüberladener Sci-Fi-Film von der Stange, der sich extrem gut durch bereits ausgeleierte Konstruktionsschablonen schieben lässt. Sowohl die Story, als auch Charakterzeichnung fallen komplett durch. Die Action ist mehr als nur altbacken und wirkt ermüdend unfrisch. Allein die FX, das Design und die Ausstattung gefallen. Mehr nicht. Schade.
  • Mariella S.
    ....und so fehlt Blomkamps Vision letztlich die inhaltliche Substanz, um aus einem optisch beeindruckenden ein wahrhaft zukunftsweisendes Science-Fiction-Werk zu machen....Zizat des anmaßenden Filmkritikers Carsten Baumgardt. Auch wenn es niemand so recht wahrhaben will, wir steuern schon seit langem genau auf Bürgerkriegs szenarien auch hier in Europa hin. Aber klar, das ein linksgesteuerter Filmkritiker dieses in so einem Popcorn Kinoblockbuster gerne verniedlicht. Der Film ist einfach gut und sehr unterhaltsam, ohne langweilige Stellen. Der feine Faden dass die elitäre Klassengesellschaft hoch droben im Elysium den Mob nicht mehr unter "Kontrolle" bekommt zieht sich durch den ganzen Film. Spannende typisch ergreifende orchestrale Filmmusik unterstreicht die Professionalität des Neill Blomkamp.
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