Kinostart:
8. April 2004
Regie: Gus Van Sant
Mit Alex Frost, John Robinson, Elias McConnell,
mehr
Produktionsland:
USA
.
Genre:
Drama
Laufzeit: 81 Minuten.
Produktionsjahr:
2003
Verleiher: StudioCanal Deutschland
Inhalt: In einer Highschool in einer US-Kleinstadt geht alles seinen normalen Gang. Die Gesprächsthemen sind wie immer, der Unterricht ist wie immer und Schüler und Lehrer sind wie immer. Bis zwei Brüder die Routine durchbrechen und mit Waffen in die Schule stürmen. Sie verüben ein blutiges Massaker und erschießen alle, die ihnen über den Weg laufen. (abu)
FILMSTARTS.de
(5)
Pressespiegel

User-Wertung(9859 Bewertungen)
(3,6)
| |
Andere Filme bewerten
Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Jürgen Armbruster
(5)
Liebe Leser! Von einer Filmstarts-Kritik sind Sie sicherlich gewohnt, dass Ihnen die Informationen geboten werden, die Ihnen die Entscheidung über einen Kinobesuch möglichst einfach macht. Eine detaillierte Wiedergabe des Inhalts, eine Bewertung der darstellerischen Leistungen, technische Schwächen und Vorzüge... eben all jenes, an dem sich möglichst objektiv die Qualität eines Filmes festmachen lässt. Doch diese Dinge können wir Ihnen dieses Mal leider nicht bieten, denn Gus van Sants „Elephant“ ist zu außergewöhnlich, um gewöhnliche Maßstäbe anlegen zu können.
Weiterlesen
Bilder und Poster
Userkritiken und Wertungen
Durchschnittliche Wertung:
(3,6)
bei
9859 Wertungen
insgesamt 27 Kritiken
travisbickle
Mitglied seit 1.516 Tagen
|
23 Userkritiken
Bewertung:
(5)
Kritik:
Wie Jürgen Armbruster, der filmstarts- Redakteur es schon beschrieb: Maßgeschneiderte Hollywood- Unterhaltung oder herkömmliche, konventionelle Kinokost wird hier nicht geboten. Dass der Film einigen widerstreben dürfte, ist auch mir klar. Was aber im Endeffekt entscheidend ist, ist die Herangehensweise an den Film. Erwartet man nicht das von einem Film, was ich oben beschrieben habe, sondern wagt man den Blick über den Tellerrand und lässt sich auf diese schwierige Thematik ein, die ja obendrein auch noch fast provokant minimalistisch und nüchtern angegangen wird, wird man reichlich belohnt. Erklärungen? Darauf legt van Sant hier keinen Wert. So etwas wie eine Erklärung des Geschehens muss man sich selber zurechtlegen. Was man sieht, ist alles, was man kriegen kann. Und in meinen Augen ist es auch gut so, dass der Regisseur keine Stellung bezieht. Denn gerade dadurch denkt der Zuschauer erst richtig darüber nach. "Elephant" ist für mich- trotz oder gerade wegen seines unkonventionellen Inszenierstils, ein Meisterwerk. Für mich gehört "Elephant" zu den schockierendsten und verstörendsten Filmen der letzten Jahre. Vielleicht sollte man sich mit dieser Materie, so anspruchsvoll (und anstrengend) sie auch ist, einmal richtig auseinandersetzen.
Verfasst am 20.07. um 21:35 Uhr -
Verstoß melden
Begbie
Mitglied seit 1.029 Tagen
|
19 Userkritiken
Bewertung:
(4,5)
Kritik:
Gus van Sant ist ein Regisseur, der zwischen seinen eher konventionellen Hollywoodfilmen (Good Will Hunting, Psycho etc.) auch gern mal einen künstlerisch anspruchsvollen Film platziert. Bei Elephant handelt es sich um so einen Film. Es ist der zweite Teil seiner Todes-Trilogie, in der er das Bild einer desillusionierten Jugend zeichnet.
Gus van Sant dokumentiert alltägliche Geschichten einer amerikanischen Schule. Seine Kamera begleitet zum Beispiel einen Schüler beim fotografieren und entwickeln des Films oder drei Mädchen, die in der Mensa essen gehen und sich danach auf der Toilette wieder übergeben. Dabei kommt es vor das sich einzelne Personen zufällig über den Weg laufen oder sich kennen. Manche Szenen kommen deshalb doppelt vor, aber jeweils aus einer anderen Perspektive beobachtet.
Die Dramaturgie orientiert sich am Alltag, was bedeutet, dass es nicht spektakulär zugeht. Umso härter trifft einen die Gewalt, mit der die beiden Jugendlichen in den (langweiligen) Alltag eindringen.
Die Kamera befindet sich immer auf Augenhöhe und meist läuft sie den Personen hinterher. Dadurch wird der Zuschauer zum Beobachter und es entsteht eine Distanz zu den Personen. Diese Distanz wird benötigt um den Beobachter am Ende fassungslos zurückzulassen.
Der Film verzichtet auf Erklärungsversuche, Täterpsychogramme oder Mitleid für die Opfer. Der Zuschauer soll sich am Ende sein eigenes Bild machen. Dies schein bei diesem Thema das einzig Richtige zu sein, da man die Taten von Amokläufern als Außenstehende sowieso nie zu 100% begreifen kann.
Auf Musik wird in diesem Film, bis auf Für Elise von Beethoven, gänzlich verzichtet, denn welches Leben hat schon einen Soundtrack?
Fazit
Elephant ist ein filmtechnisch perfekt gemachter Film, der wohl bei jedem, der sich auf ihn einlässt, Betroffenheit auslöst. Alle die der Meinung sind, ein Film solle nur zeigen was die Handlung direkt vorantreibt, könnten enttäuscht werden.
9/10
Verfasst am 28.09. um 20:28 Uhr -
Verstoß melden
Du hast "Elephant" gesehen und willst deine Meinung mit Mitgliedern unserer Community teilen? Dann verfasse deine eigene Kritik zum Film / zur Serie!
Besetzung und Stab
Aktuelles
Kommentare
Gast - Freitag, 10. Februar um 00:45