19chris87a
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3.5 - Gut
Independence-Day ist ein für damalige Verhältnisse handwerklich perfektes Invasions-Sci-Fi-Katastrophenfilm und für mich Kult. Ja, der übertriebene Emmerich-Patriotismus nervt jeden Nicht-Amerikaner, aber in Independence Day funktioniert er einfach. Wenn ich als Europäer mir dieses Schlachtengetümmel anschaue, so schaue ich es als Hollywoodsatire, auch wenn es als solche nie gedacht war. Der Unterhaltungsfaktor bleibt jedoch.
Die Aliens sind übermächtig wie sie in einem solchen Szenario sein sollten und plündern Planeten wie wir Menschen unseren (unbedacht) ebenfalls. Vielleicht sind sie sogar unser böses Spiegelbild. Am Ende gibt man zumindest zu, dass Amerika alleine doch nicht alles kann, schließlich ziehen ehemalige Feinde (Araber, Wessies, Asiaten) gemeinsam gegen die Bedrohung in die Schlacht und jeder Einzelne Bürger kann die Welt bewegen/retten.
Soweit zur simplen Aussage. Es wird mit viel Gefühl, viel Action und guten Effekten gearbeitet, der Film langweilt nicht und die Darsteller sind allesamt glaubhaft. Einen ähnlich guten Kampf um den Planeten gab es im Kino seither nicht. Und obwohl ich wie jeder andere Europäer diese Emmerichklischees nicht abkann, bei Independence Day ist er noch verschmerzbar denn es passt filmerrisch in das Gesamtkonzept. Im US-Kino sind die Amerikaner eben die Protagonisten, im Deutschen Kino die Nazis eben immer die Schurken ,in Bollywood heulen alle Inder nur rum und in Japan reicht ein Monster aus dem Weltall.
Hinzugefügt am 03.04.2009 um 01:20 Uhr
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