Kinostart:
10. März 1994
Regie: James Ivory
Mit Anthony Hopkins, Emma Thompson, James Fox,
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Originaltitel: The Remains of the Day
FSK ab 6 freigegeben
Produktionsland:
USA
,
Großbritannien
.
Genre:
Drama
,
Romanze
Laufzeit: 134 Minuten.
Produktionsjahr:
1993
Inhalt: Der amerikanische Millionär Lewis (Christopher Reeve) ersteigert im Großbritannien der 1950er Jahre das Herrenhaus des in Schande verstorbenen gleichnamigen Lord Darlington (James Fox). Dem Adligen wird vorgeworfen, zu Beginn der 30er Jahre mit Nazis zusammengearbeitet zu haben. Butler Stevens (Anthony Hopkins) erinnert sich in einem Brief, gerichtet an die ehemalige Haushälterin Miss Kenton (Emma Thompson), an diese Zeit zurück und daran, wie sie zum ersten Mal in Darlington Hall aufkreuzte. Als Stevens seiner aus Pflichtgefühl unterdrückte Liebe ihr gegenüber gedenkt, beschließt er, Miss Kenton nach all den Jahren aufzusuchen und seinen Fehler gut zu machen.
FILMSTARTS.de
(5)
Pressespiegel
(4,3)
User-Wertung(874 Bewertungen)
(3,8)
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von René Malgo
(5)
Es gibt Meisterwerke, die kommen zu einem erdenklich schlechten Zeitpunkt ins Kino. L.A. Confidential z. B., der ob des Titanic-Hypes in der Wahrnehmung der Kinogänger hoffnungslos in dessen Schatten unterging. Auch „Was vom Tage übrig blieb“ erschien 1993 in einem für den Film nicht sehr günstigen Jahr auf der großen Leinwand. Denn Steven Spielbergs Schindlers Liste räumte anno dazumal so ziemlich alle Preise ab und ließ zahlreiche exzellente Vertreter - derer es in jenem Jahr erstaunlich viele gab - im Regen stehen. „Schindlers Liste“ hat tatsächlich alle Aufmerksamkeit und Preisüberhäufung verdient, die ihm zuteil wurde, doch in einem anderen Jahr wäre „Was vom Tage übrig blieb“ gerade während der Oscarverleihung nicht so leer ausgegangen. Denn das Drama ist gleich wie „Schindlers Liste“ ein Meisterwerk.
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Userkritiken und Wertungen
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insgesamt 7 Kritiken
Zustel
Mitglied seit 978 Tagen
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58 Userkritiken
Bewertung:
(5)
Kritik:
Ein packendes Schicksal wird sehr gelungen geschildert und mit vielen größeren und kleineren Details perfekt dargestellt. So sieht man, wie Mr. Stevens Welt langsam in sich zusammen fällt, er das aber nicht wahrhaben will. Seine Grundprinzipien wie z.B. Keine Männerbesuche werden übergangen, selbst seine beste Freundin Ms. Kenton heiratet und er muss einsehen, dass sich alles geändert hat. Dies wird über den ganzen Film in Zukunftspassagen dargestellt, die ihn in seinem Ruhestand zeigen. Eine der letzten Szenen war eine der ergreifendsten, denn Mr. Stevens gibt der weinenden Ms. Kenton einen Arbeitsauftrag ohne nur daran zu denken, sie zu trösten oder nur mal zu fragen, was los ist.
Die allerletzte Szene ist meiner Meinung nach eines der wichtigsten Elemente im Film. Hier liegt eine bedeutende philosophische Tiefe in der Handlung. Mr. Darlington wirft eine Taube aus dem Fenster, die sich zuvor ins Haus verirrt hat und somit dort gefangen war. Mr. Stevens sieht in dieser Szene der Taube sehnsüchtig nach und scheint sich, so meine Auffassung, mit ihr indentifizieren zu wollen. Auch er möchte frei sein, endlich aus diesem Haus rauskommen, weil ihm klar geworden ist, dass seine Arbeit nicht alles sein darf.
Anthony Hopkins passt perfekt in diese Rolle, weil er mit seiner ruhigen, abwägenden Art den Butler ausgezeichnet wiederspiegelt.
Der Film hat mich vollends überzeugt, auch wenn mir die Emotionen ein wenig zu kurz kamen. Deshalb bekommt er von mir "nur" 9/10 Sternen.
Verfasst am 19.03. um 16:30 Uhr -
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8martin
Mitglied seit 1.227 Tagen
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171 Userkritiken
Bewertung:
(4,5)
Kritik:
’Der Abend ist der schönste Teil des Tages’, sagt Miss Kenton (ganz toll Emma Thompson) und auch ihr Lebensabend hätte es sein können. Nicht so bei der großen unerfüllten Liebes zwischen ihr und dem Butler Stevens (ebenso beeindruckend Anthony Hopkins). Mit einfühlsamer Kamera und wunderbar sensiblen Darstellern in einem adligen Ambiente ist James Ivory ein Wahnsinnswurf gelungen. Es geht hier um Stil und das ist das formgebende Gestaltungselement. Neben dem Hauptteil der Handlung gibt es noch ein Vater – Sohn Problem unter Butlern, und die geistige Nähe des englischen Adels zu den Nationalsozialisten wird ebenfalls thematisiert. Man bleibt nicht ungerührt, wenn man mit ansieht, wie Stevens sich keine echten Gefühle gestattet und an seinem persönlichen Glück vorbeisegelt. Ein Denkmal für eine untergegangene Generation von Domestiken, die ihre einzige Lebensaufgabe darin sahen, völlig selbstlos der Herrschaft zu dienen.
Verfasst am 05.07. um 16:39 Uhr -
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Pressespiegel
Presseschnitt:
(4,3) bei 3 Pressewertungen.
Vollständiger Pressespiegel mit Zitaten
Besetzung und Stab
Anthony Hopkins
Rolle: James Stevens
Emma Thompson
Rolle: Miss Kenton
James Fox
Rolle: Lord Darlington
Christopher Reeve
Rolle: Jack Lewis
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Gast - Donnerstag, 09. Februar um 23:37