Kinostart:
23. Oktober 2008
Regie: Max Farberbock
Mit Nina Hoss, Yevgeni Sidikhin, Irm Hermann,
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FSK ab 12 freigegeben
Produktionsland:
Polen
,
Deutschland
.
Genre:
Drama
,
Kriegsfilm
Laufzeit: 131 Minuten.
Produktionsjahr:
2008
Verleiher: Constantin Film Verleih
Inhalt: Berlin im Mai 1945: Der Krieg ist vorbei, letzte Scharmützel in den Berliner Kiezen sind unbedeutend und gleichen einer Farce. Ängstlich wartet die Zivilbevölkerung in Luftschutzkellern auf das, was da kommen mag. Unter ihnen ist auch eine Fotografin und Journalistin, deren Name nie genannt wird (Nina Hoss als titelgebende Anonyma). Sie ist eine selbstbewusste, intelligente und schöne Frau, deren Ehemann irgendwo an der russischen Front war und jetzt entweder tot oder in Kriegsgefangenschaft ist. In ihren Kiez marschiert die Rote Armee ein und kaum sind die Soldaten angekommen, lassen sie ihren Trieben freien Lauf. Sie lachen, trinken und feiern. Und sie finden Gefallen an den Berliner Frauen. Diese sind wehrlos - sozusagen Aussätzige - und werden von den Soldaten auch so behandelt - denn Berlin gehört jetzt ihnen! Wer sich als Frau alleine auf die Straße wagt, läuft Gefahr, von einem oder auch gleich mehreren Russen vergewaltigt zu werden. Und genau das passiert – gleich mehrfach - auch Anonyma. Sie lässt die Tortur über sich ergehen und bleibt ob der schrecklichen Situation erstaunlich stark und selbstbewusst. Nach einigen Tagen trifft sie eine Entscheidung: Sie will sich einen Beschützer erobern, einen hochrangigen russischen Militär, der sie körperlich besitzen darf und ihr dafür seine Untergebenen vom Leib halten soll. In Andrej (Evgeny Sidikhin) findet sie einen nachdenklichen Offizier, der sie und ihre Angehörigen fortan schützt. Im Lauf der Zeit entstehen zwischen den beiden echte Gefühle und der eigentliche Plot des Films beginnt: Erzählt wird die Geschichte einer unmöglichen Liebe zwischen zwei Feinden, die fasziniert voneinander sind, aber aufgrund der Umstände nicht zueinander finden können.
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Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion
Von Christian Horn
(3)
Historische Stoffe gehen gut im deutschen Big-Budget-Kino. In den vergangenen Jahren überzeugten Filme wie Der Untergang, Sophie Scholl und Das Leben der Anderen an den heimischen Kinokassen und stießen zugleich auf internationale Beachtung. Ende September läuft der von Bernd Eichinger geschriebene und produzierte Der Baader-Meinhof Komplex in den Lichtspielhäusern an, der gleich eine ganze Kompanie an Stars aufbietet. Ganz klar: Filme mit geschichtlichem Hintergrund dominieren das deutsche Hochglanzkino klar. Max Färberböck, der bereits mit seinem Erfolgsfilm „Aimée & Jaguar“ das Dritte Reich behandelte, hat nun erneut einen historischen Stoff inszeniert: Sein Film „Anonyma – Eine Frau in Berlin“ erzählt von den Massenvergewaltigungen durch russische Soldaten in Ostberlin am Ende des Zweiten Weltkriegs. Färberböck kann zwar keine lange Liste an Darsteller-Sternchen aufweisen, hat aber mit Nina Hoss eine Hauptdarstellerin, die momentan nicht nur sehr angesagt, sondern darüber hinaus auch noch verdammt talentiert ist. Sie ist es auch, die den Film dominiert, der ansonsten nicht besonders aufsehenerregend ist. Färberböck inszeniert trotz des brutalen und schwierigen Themas zu zahm und geschliffen. Dennoch stellt „Anonyma“ Fragen in den Raum und hat zumindest das Potential, Kontroversen auszulösen.
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Anonyma - Eine Frau in Berlin Trailer DF
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Pressespiegel
Presseschnitt:
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Besetzung und Stab
Yevgeni Sidikhin
Rolle: Andreij Rybkin
Rüdiger Vogler
Rolle: Eckhart
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Gast - Donnerstag, 09. Februar um 19:22