amok2811
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3.5 - Gut
„T4: Salvation“ knüpft bezüglich des Actiongehaltes an seine Vorgänger an und kann sogar noch eins drauf setzen. Die knapp 2-stündige Materialschlacht bietet neben unterschiedlichsten Kampfrobotern auch allerlei Explosionen, Verfolgungsjagden und Schusswechsel. Die postapokalyptische Optik erinnert dabei an Filme wie „Mad Max“ und schafft eine thematisch passende Atmosphäre. Zusammen mit einer gelungenen Kamera kann man zumindest visuell von einem großen Film sprechen.
Leider gilt dies nicht für die Handlung und die Figurenzeichnung. Abgesehen davon, dass die Story allgemein zugunsten der Materialschlacht zurückstecken muss, einige Fragen aufwirft und auch wenig Spielraum für eine tiefgründige Charakterzeichnung bleibt, haben mich auch einige Szenenwechsel gestört. An einigen Stellen wirkte der Film unfertig, die Übergänge zwischen bestimmten Szenen waren nicht immer fließend.
Schauspielerisch wird nur Mittelmaß geboten. Es fehlt letztlich eine Figur wie Schwarzenegger, die eine starke Präsenz ausstrahlt und den Film dominiert. Weder Christian Bale noch Sam Worthington können große Akzente setzen. Allein die Durchhalteparolen Connors übers Radio schaffen eine gewisse Atmosphäre. Es wurde leider verpasst die Charaktere, vor allem John Connor, von dem man ja schon so viel in den Teilen zuvor gehört hat, näher zu beleuchten. Auch Marcus ist als Hybrid und mit den Erinnerungen eines Menschen eigentlich ein sehr interessanter Charakter, auf den man letztlich, wie es in reinen Action-Filmen allzu oft der Fall ist, nicht näher eingeht.
Was mich vom Drehbuch etwas gestört hat, ist die Tatsache, dass Skynet „ein Gesicht“ bekommen hat. Bisher verkörperte Skynet etwas Unbekanntes, was überall war und keinen festen Standort besaß. Nun gibt es eine Skynet-Zentrale und ein gewisses Bewusstsein. Skynet bekommt eine Stimme und wird personifiziert. Man hätte das vielleicht lassen sollen. Übrigens fand ich das Ende nicht so schlimm, wie von vielen zu hören ist. Es ist ein logisches Ende, auf das sich die Story konsequent hinbewegt. Insgesamt empfand ich es als stimmig und abgerundet.
Fazit: T4 kann nicht mit T1 und T2 mithalten, fällt aber meiner Meinung nach nicht merklich im Vergleich zu T3 ab. Für einen unterhaltsamen und actionreichen DVD-Abend ist auf jeden Fall gesorgt.
Hinzugefügt am 17.02.2010 um 16:42 Uhr
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