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Kinostart
10. September 2009 (1h 41min)
- Regie
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Mit
Karoline Herfurth, Sebastian Urzendowsky, Axel Prahl mehr
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Genre
Drama
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Nationalität
Deutschland
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Als Hitler-Deutschland 1936 die Olympiade vorbereitet, droht von amerikanischer Seite der Boykott, da die Nazis jüdischen Sportlern die Wettbewerbs-Situation erschweren und am liebsten gar keine Juden dabei haben wollen. Notgedrungen beordern die Nazis die jüdische Hochspringerin Gretel Bergmann (Karoline Herfurth) aus ihrem Exil in Großbritannien nach Deutschland, damit sie in Berlin für die deutsche Mannschaft antreten kann. Da Gretel aber die wohl beste Hochspringerin unter den Damen ist und die Nazis unmöglich eine Jüdin Gold holen lassen wollen, suchen sie händeringend nach einer Gegenkandidatin. Und die finden sie in Marie Ketteler (Sebastian Urzendowsky), einer jungen Dame, die in Wirklichkeit ein Mann ist. Den Nazis soll’s recht sein, Hauptsache ihre Kandidatin springt höher als die Bergmann...
| Verleiher | X-Verleih | Details zum Film | - | |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsjahr | 2009 | Besucher | - | |
| VOD-Starttermin | - | Budget | - |
Von Christian Horn
Oberhausen ’62: „Papas Kino ist tot!“ verkünden die ersten Vertreter des Neuen Deutschen Films. Inspiriert von der französischen Nouvelle Vague lehnen junge Autorenfilmer sich gegen das größtenteils handzahme und öde deutsche Qualitätskino der Fünfziger auf. Nun währte der Neue Deutsche Film nur bis in die frühen Achtziger und das deutsche Kino versackte erneut in einer künstlerischen Krise, die in den Neunzigern ihren traurigen Tiefpunkt erreichte. Heute geht es dem deutschen Film wieder gut. Er ist international anerkannt, bringt auch mal einen Oscar heim und hat mit der sogenannten Berliner Schule sogar so etwas wie eine Avantgarde. Kein Wunder also, dass auch das deutsche Qualitätskino wieder reüssiert. Und das bedient sich beinahe ausschließlich bei der deutschen Geschichte (Der Untergang, Das Leben der Anderen, Der Baader-Meinhof-Komplex) oder der deutschen Literatur (Das Parfum, Buddenbrooks, Effi Briest) – sogar der „Faust“ wird bald mal wieder verfilmt. Auch „Berlin ’36“, nach vielen Fernsehproduktionen das Kinodebüt von Kaspar Heidelbach, schlägt nun in diese Kerbe und buddelt eine alte Nazi-Anekdote aus, um sie mit einer recht namhaften Besetzung und gelackt-unspektakulären Bildern zum deutschen Blockbuster zu pushen. Das ist nicht nur deshalb schief gegangen, weil der Film diesen öden und handzahmen Fünfziger-Muff atmet, sondern vor allem, weil „Berlin ’36“ nicht wie Kino, sondern vielmehr wie ein leidlich ambitionierter Fernsehfilm anmutet.
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Rolle: Gretel Bergmann
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Rolle: Hans Waldmann
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Rolle: Edwin Bergmann
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