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Kinostart
8. Januar 2009 (1h 32min)
- Regie
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Mit
Nina Hoss, Benno Fürmann, Hilmi Sözer mehr
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Genre
Drama
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Nationalität
Deutschland
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Prignitz ist ein gespenstisch verlassener Ort. Hier treffen der Türke Ali (Hilmi Sözer) und der Ex-Soldat Thomas (Benno Fürmann) zufällig aufeinander: Ersterer sitzt nach einem Autounfall apathisch vor seinem Auto und Thomas fährt ihn nach Hause. Als Ali wenig später seinen Führerschein verliert, engagiert er Thomas als Fahrer. Ali besitzt in den brandenburgischen Dörfern rund um Jerichow ein paar Imbissbuden und Dönerläden, die er täglich beliefern muss und die ihn wohlhabend gemacht haben. Ali vertraut Thomas. Und das, obwohl er immer und überall Betrug wittert. Seine Mitarbeiter in den Imbissen sind für ihn vor allem potenzielle Betrüger, die etwas vom Gewinn der Läden in die eigene Tasche stopfen wollen. Alis Frau ist die attraktive, sehr abweisend und unterkühlt wirkende Laura (Nina Hoss). Thomas fühlt sich schnell zu Laura hingezogen und dieses Interesse wird bald erwidert: Hinter Alis Rücken beginnen die beiden eine Affäre.
| Verleiher | Piffl Medien GmbH | Details zum Film | - | |
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| Produktionsjahr | 2009 | Besucher | - | |
| VOD-Starttermin | - | Budget | - |
Von Christian Horn
Das Drama „Jerichow“ ist der neue Film von Christian Petzold. Wieder mit Nina Hoss und Benno Führmann, die nach „Wolfsburg“ nun zum zweiten Mal gemeinsam in einem Petzold-Film spielen. Petzold gehört neben Thomas Arslan (Ferien) und Angela Schanelec (Nachmittag) zu dem, was Filmkritiker den inneren Kreis der „Berliner Schule“ nennen. Eine wirkliche Schule ist es indes nicht, denn es gibt weder ein Manifest, noch eine enge Zusammenarbeit. Vielmehr besteht jeder der drei Regisseure auf sein eigenes, autonomes Werk. Und dennoch ist es keine Willkür, dass Kritiker die drei ehemaligen dffb-Studenten unter dem Sammelbegriff „Berliner Schule“ (zum erweiterten Kreis sind etwa noch Christoph Hochhäusler, Benjamin Heisenberg, Ulrich Köhler, Valeska Grisebach und Jan Krüger zu zählen) einsortieren. Georg Seeßlen fasste das Gemeinsame dieser Regisseure mal so zusammen: „Man sieht etwas, das man jeden Tag sieht und von dem man im gleichen Moment bemerkt, dass man es nie gesehen hat.“ Die Filme der „Berliner Schule“ zeichnen sich durch eine auffällige Nähe zum Alltäglichen aus; sie beobachten präzise, zeigen ihre Figuren beim Autofahren, Essen, Nichtstun und entwickeln auf diesem Fundament langsame, unaufgeregte und dennoch wuchtige Geschichten. Sie konzentrieren sich auf die Form, verzichten auf jeglichen Firlefanz und lassen dem Zuschauer sehr viel Raum zur eigenständigen Reflexion. Es wird nicht alles ausgesprochen, es gibt oftmals keine Antworten und dadurch wird eine erhöhte Aufmerksamkeit des Betrachters und ein Vertiefen in die Figurenkonstellationen unabdingbar. Diese Filme nun als Gegenkino zum deutschen Mainstream zu bezeichnen, würde wohl etwas zu weit gehen; zumindest machen Petzold, Arslan und Schanelec kein erklärtes Gegenkino. Es gibt kein offenes Auflehnen gegen „Opas Kino“ wie im Zuge des Neuen Deutschen Autorenfilms der Sechziger und Siebziger und auch keinen cinephilen Großangriff auf festgefahrene Erzähltraditionen wie in der französischen „Nouvelle Vague“. Und dennoch ist der Begriff, den die französische Filmfachzeitschrift „Cahiers du Cinéma“ der „Berliner Schule“ gegeben hat, nachvollziehbar: „Nouvelle Vague Allemand“.
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Rolle: Laura
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Rolle: Thomas
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Rolle: Ali
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Rolle: Léon
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Chicago Sun-Times
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Slant Magazine
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Filmcritic.com
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