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    "Ich habe keinen davon gesehen": Quentin Tarantino schießt gegen die Netflix-Filme von Ryan Reynolds
    Nina Becker
    Nina Becker
    -Redakteurin
    Bequeme Sessel, Dunkelheit und auf der großen Leinwand ein bewegendes Drama, ein spannender Thriller oder eine wirklich lustige Komödie. Kino ist für Nina definitiv immer einen Ausflug wert.

    Quentin Tarantinos nächster und letzter Film steht in den Startlöchern und bevor er Hollywood endgültig den Rücken kehrt, macht er deutlich, was er von der gegenwärtigen Filmwelt - und vor allem den großen Streaming-Plattformen - hält...

    Metropolitan FilmExport

    Dass Regisseur Quentin Tarantino („Pulp Fiction”, „Once Upon A Time... In Hollywood”) gern über seine Arbeit und auch über die Arbeit seiner Hollywood-Kollegen spricht, ist bekanntlich nichts Neues. Tarantino macht nicht nur Filme, er liebt Kino und alles, was dazugehört. Und ganz ohne Frage hat er in den letzten Jahrzehnten die Branche geprägt und Projekte auf die Leinwand gebracht, die nicht so schnell in Vergessenheit geraten werden. Es ist also auf jeden Fall ziemlich interessant, was er zu sagen hat – und aktuell sagt er ziemlich viel.

    So verriet er vor wenigen Tagen nicht nur, welcher Film sein letzter wird und wann wir diesen zu Gesicht bekommen werden, sondern gab auch den „James Bond”-Macher*innen Tipps, wie sie mit dem Franchise in den nächsten Jahren weitermachen sollen, was nach seiner Meinung der beste Film aller Zeiten ist und bei welchem Sci-Fi-Meisterwerk die „Star Wars”-Reihe abkupfert. In einem aktuellen Gespräch mit Deadline schießt er aktuell mal wieder gegen die Streamingfilm-Industrie – und wird dieses Mal richtig persönlich!

    Tarantino lästert über Reyn Reynolds’ Netflix-Filme

    „Ich meine, ich will niemanden schikanieren, aber Ryan Reynolds macht für Netflix 50 Millionen Dollar für den einen Film, 50 Millionen Dollar für den anderen Film und 50 Millionen Dollar für den nächsten Film. Ich weiß nicht was das für Filme sind. Ich habe keinen davon gesehen”, lästert Tarantino und arbeitet sich an Reynolds ab, der einen vierjährigen Vertrag mit Netflix hat. Aus der Zusammenarbeit sind die Filme „6 Underground”, „The Adam Project” und „Red Notice” entstanden - übrigens drei der erfolgreichsten Filme des Streaming-Giganten.

    Tarantino fehlt es bei diesen Filmen vor allem an einem: Zeitgeist. So erklärt er: „Diese Filme existieren nicht im Zeitgeist. Es ist, als würde es sie gar nicht geben”. Er geht sogar so weit, dass er sagt, Streamingfilme seien ein Grund für das Ende seiner eigenen Karriere im Filmbusiness. Dass er nach zehn Filmen Schluss machen will, hat er allerdings schon vor vielen Jahren angekündigt...

    Natürlich spricht Tarantino nicht ohne Grund über seinen Hass auf die Streamer. Im Gespräch wollte er erläutern, dass er seinen nächsten Film mit Sony machen werde, weil Sony Filme nicht für Streaming-Dienste realisiere, sondern für das Kino. Und da gehören Filme mit Substanz für ihn nun mal hin.

    Das wird Tarantinos neuer und letzter Film "The Movie Critic"

    In Tarantinos nächstem Film „The Movie Critic” wird es um einen realen Filmkritiker gehen, der in den späten 70er-Jahren in Kalifornien gelebt und gearbeitet hat. Allerdings handelt es sich um keinen berühmten Kritiker, sondern um einen Mann, der Mainstream-Filmkritiken für ein Porno-Magazin geschrieben hat. In Tarantinos Projekt wird die Zeitung „The Popstar Pages” heißen. Und auch bei der Art des Kritikers hat Tarantino schon genaue Vorstellungen: „Seine Kritiken waren eine Kreuzung zwischen dem frühen Howard Stern und das, was Travis Bickle [die Hauptfigur aus „Taxi Driver“] geschrieben hätte, wenn er Filmkritiker gewesen wäre”.

    Wer mehr über den nächsten und letzten Tarantino-Film erfahren will, sollte sich diesen Artikel genauer ansehen:

    Quentin Tarantino verrät Details zu seinem letzten Film: Ein Porno-Magazin und ein Debüt statt Leonardo DiCaprio & Brad Pitt

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