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    Neu auf Netflix: Die Wiederbelebung dieser beliebten Fantasy-Reihe ist geglückt – auch wenn sie nicht perfekt ist
    Stefan Geisler
    Stefan Geisler
    -Redakteur
    Stefan ist ist passionierter Magic- und D&D-Spieler und liebt das fantastische Kino. Tolkiens Mittelerde liebt er ebenso wie die furchteinflößenden Kreaturen von Ray Harryhausen.

    Es ist schwer in die übergroßen Fußstapfen von Bill Murray, Dan Aykroyd, Ernie Hudson und Harold Ramis, die 1984 in „Ghostbusters“ New York vor der Zerstörung bewahrt haben, zu treten. Doch „Ghostbusters: Legacy“ führt das Erbe fort.

    Das „Ghostbusters“-Franchise ist eine der wenigen Reihen, von denen ich ein echter Fan bin. Das liegt nicht nur an den fantastisch-spaßigen Filmen mit Bill Murray, Dan Aykroyd, Ernie Hudson und Harold Ramis, sondern insbesondere auch an der fantastischen Zeichentrick-Serie „The Real Ghostbusters“, die man noch heute ganz tadellos schauen kann. Doch spätestens nach „Extreme Ghostbusters“, lag das Franchsie lange brach – zumindest im Kino oder Fernsehen.

    2016 kam mit dem schlicht als „Ghostbusters“ betitelten Film dann der Reboot-Versuch von „Brautalarm“-Regisseur Paul Feig. Dieser war zwar nicht der große Wurf, aber auch nicht jener Teufelsfilm, zu dem ihn viele Fans im Vorfeld stilisiert hatten. Erst 2021 sollte mit „Ghostbusters: Legacy“ dann eine Quasi-Fortsetzung der Originalfilme erfolgen, die auch beim Publikum Anklang finden sollte. Denn auch wenn diese Fortsetzung nicht perfekt ist, hat sie das Herz doch am richtigen Fleck und ist einfach ein gelungener Fantasy-Spaß, der sich auf die Stärken seiner Vorgänger besinnt.

    Wer sich selbst einmal davon überzeugen will, kann sich „Ghostbusters: Legacy“ jetzt bei Netflix anschauen. Dort ist die geglückte Wiederbelebung der Geisterjäger-Reihe ab heute, dem 27. August 2023, im Streaming-Abo enthalten.

    Der Neustart ist gelungen...

    „Ghostbusters: Legacy“ hält lange Zeit das richtige Maß an Fan-Service, ohne dabei die eigene Identität einzubüßen. Das passiert schon allein durch die Fokussierung auf neuen Hauptfiguren. Statt Winston, Egon, Peter und Ray steht hier die alleinerziehende Mutter Callie (Carrie Coon) mit ihren Kindern Trevor (Finn Wolfhard) und Phoebe (Mckenna Grace) im Mittelpunkt, die im ländlichen Anwesen ihres verstorbenen Vaters versucht, eine neue Existenz aufzubauen.

    Das klingt erst einmal gar nicht nach „Ghosbusters“. Doch genau dieser frische Ansatz zwischen lockerer Coming-of-Age-Geschichte und einem mit Fantasy-Elementen durchtränkten Familienfilm bringt neue Impulse, die das zu diesem Zeitpunkt über 35-Jahre alte Franchise auch gut gebrauchen konnte.

    Und natürlich handelt es sich bei dem Haus, in das die Familie zieht, auch nicht um irgendeine heruntergewohnte Scheune, sondern um das Domizil von Ur-Geisterjäger Egon Spengler, das allerhand Anspielungen und Easter-Eggs auf die bisherigen Abenteuer der Ghostbusters zu bieten hat. Und spätestens wenn der Ecto-1 wieder seine markante Sirene aufheulen lässt, dann dürfte bei einigen Zuschauer*innen sicherlich eine kleine Freudenträne im Augenwinkel gestanden haben.

    … aber nicht perfekt!

    Leider wird es mit den Anspielungen auf die Original-Reihe in Richtung Finale dann etwas zu viel. Regisseur Jason Reitman („Juno“), der die Reihe von seinem Vater Ivan („Twins“) quasi geerbt hat, verfällt in ein stumpfes Nacherzählen des ersten Teils – Gozer und Schlüsselwächter-Chaos inklusive. Hier hätte ein wenig mehr Mut, eigene Wege zu beschreiten, dem Film sicherlich gut getan. Doch spätestens wenn es noch einmal einen Auftritt der alten Ghostbusters gibt und Murray, Aykroyd und Hudson ein letztes Mal den Protonenstrahler anwerfen, dann ist es schwer, den Film nicht zu mögen.

    Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Franchise in Zukunft entwickeln wird. Neben dem Sequel „Ghostbusters 2: Firehouse“, das aktuell am 24. März 2024 unter der Regie von „Monster House“-Schöpfer Gil Kenan in die Kinos kommen soll, sind mit einem Animationsfilm und einer neuen Zeichentrickserie von Netflix zwei weitere spannende Projekte in der Entwicklung. Es wird sich zeigen, was die Zukunft für Fans von Protonenstrahler und Geisterfallen noch so bereit hält...

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