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    Horror-Kultregisseur hat "Barbie" nicht verstanden: "Komplett an mir vorbeigegangen"
    Michael Bendix
    Michael Bendix
    -Redakteur
    Wünscht sich eine schon lange überfällige Renaissance der Kino-Komödie und schaut sich deshalb schon aus Prinzip nahezu jeden neuen Vertreter dieses Genres an, der es auf die Leinwand schafft.

    Alle lieben „Barbie“, nur einer kratzt sich verwundert den Kopf: „Halloween“-Schöpfer John Carpenter! Worum es in dem Film geht, sei völlig an ihm vorbeigegangen. Doch eine Sache begeistert auch ihn...

    Barbie“ ist die Überraschung des Jahres – neben „Der Super Mario Bros. Film“ ist Greta Gerwigs knallpinke Satire der bisher einzige Film, der 2023 bisher die magische Milliarden-Grenze geknackt hat, und es ist eher unwahrscheinlich, dass ihm der Spitzenplatz auf der Liste der erfolgreichsten Filme des Jahres noch einmal streitig gemacht wird.

    Seit „Barbie“ in den Kinos gestartet ist, gibt es kaum jemanden, der oder die keine Meinung zu der Komödie mit Margot Robbie und Ryan Gosling hätte – und nun hat sich mit John Carpenter („Halloween“, „Das Ding aus einer anderen Welt“) auch noch eine echte Horror-Legende eingereiht! Doch wirklich beeindruckt war der 75-Jährige von dem Kino-Hit nicht...

    Im Gespräch mit der Los Angeles Times räumte Carpenter seine Verwirrung über den Film ein, den selbst Regie-Schwergewichte wie Martin Scorsese als Hoffnungsschimmer für die Branche betrachten (der ihn allerdings nach eigenen Angaben noch gar nicht gesehen hat). Am riesigen Kino-Erfolg war Carpenter allerdings nicht beteiligt: „Ich gehe nicht aus, ich war schon lange nicht mehr im Kino“, beschrieb der „The Fog“-Schöpfer seinen Alltag. „Aber ich sehe sie [die neuen Filme] bei mir zu Hause. (…) Kürzlich habe ich ,Barbie' gesehen. Ich kann nicht glauben, dass ich ,Barbie' gesehen habe. Das ist einfach nicht meine Generation. Ich hatte nichts mit Barbie-Puppen zu tun.“

    Doch damit endet Carpenters Unverständnis noch nicht: „Ich wusste auch nicht, wer Allan war [eine männliche Puppe, die 1964 als bester Freund von Ken auf den Markt gebracht, aber schnell wieder eingestellt wurde – im Film gespielt von Michael Cera, Anm. d. Red.]. Ich meine, ich kann den Film zusammenfassen. Sie sagt: ,Ich habe keine Vagina', und am Ende: ,Ich gehe zum Gynäkologen!' Das ist der Film für mich. Ich meine, es geht um das Patriarchat, aber das habe ich völlig übersehen. Das ist komplett an mir vorbeigegangen.“

    Schwer vorstellbar angesichts der Tatsache, dass das Wort „Patriarchat“ im Film dutzende Male fällt und es sogar ganze Monologe gibt, in denen die Botschaft des Films noch einmal auf den Punkt gebracht wird. John Carpenter macht Generationsunterschiede dafür verantwortlich, dass er keinen Draht zu „Barbie“ gefunden hat – und da kann man ihm wohl nur schwer widersprechen. Trotzdem gibt es einen Aspekt, der Carpenter genauso begeistert hat wie die zahlreichen Fans des Films: Margot Robbie! „Sie ist fabelhaft“, so der Regisseur. Immerhin das hat er bemerkt.

    Horror-Kultregisseur hält gar nichts von diesem Sci-Fi-Klassiker von Steven Spielberg: "Glaube, er hat die Kontrolle verloren"

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