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    "The Hobbit": Peter Jackson verspricht grandiose Bilder
    Von Maren Koetsier — 12.04.2011 um 10:45
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    Seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts werden Filme mit 24 Einzelbildern pro Sekunde gedreht. Warum "Der Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson für die Verfilmung von "The Hobbit" die doppelte Rate verwendet, erklärte er jüngst auf seiner Facebook-Seite. Dabei versprach er grandiose Bilder und ein ganzes neues Kino-Erlebnis.

    48 statt nur der üblichen 24 Einzelbilder pro Sekunde. Warum sich "Der Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson für den Dreh von "The Hobbit" für diese Variante entschieden hat, erklärte er nun auf seiner Facebook-Seite. "Das Ergebnis wird aussehen, als wäre es die normale Geschwindigkeit, aber den Bildern an sich wird dadurch mehr Klarheit und Glätte verliehen", erklärte der Filmemacher. Außerdem verwies Jackson darauf, dass 24 Bilder pro Sekunde ausreichen würden und sich diese Praxis in den letzten 90 Jahren ja auch bewährt habe, "aber in den einzelnen Bildern befindet sich oft eine gewisse Unschärfe, besonders während schneller Bewegungsabläufe. Und wenn sich die Kamera schnell hin und her bewegt, wirken die Bilder als würden sie flackern."

    Mit 48 Bildern pro Sekunde zu drehen, würde dieses Makel beseitigen, meint der Regisseur von "In meinem Himmel" und "King Kong". "Es sieht viel mehr nach Leben aus und wird viel leichter zu schauen sein, besonders in 3D." Er habe in den vergangenen Monaten Test-Screenings durchgeführt und sei begeistert. "Andere Filme wirken dann ein wenig primitiv."

    Ursprünglich sei die gewöhnliche Rate wegen der technischen Anforderungen der frühen Sound-Ära  gewählt worden und es habe zusätzlich mit den Kosten zu tun, denn mit 24 Bildern pro Sekunde zu drehen, sei die günstigste Variante. Gleichzeitig erklärte der Filmemacher aber, dass seine verwendete Drehart keinesfalls neu wäre: "Doug Trumbull entwickelte und förderte vor etwa 30 Jahren einen Drehprozess mit 60 Bildern pro Sekunde – und das sieht großartig aus." Das habe sich aber für Kinofilme nicht durchgesetzt, vermutlich wegen seiner hohen Kosten und der Schwierigkeit der Projektion in normalen Kinos. "Wir haben sowohl 48 als auch 60 Bilder pro Sekunde getestet, aber der Unterschied in diesen Geschwindigkeiten ist kaum messbar, aber der Unterschied zu 24 Bildern ist enorm", erklärte Jackson seine schlussendliche Entscheidung für die mittlere Rate.

    "Aber nun, da Kinos weltweit auf digitale Projektion umstellen und auch viel mehr Filme mit digitalen Kameras gedreht werden, wird es wesentlich leichter, die Bilderrate zu erhöhen. Die meisten der digitalen Projektoren sind fähig, die 48er-Rate mit einem Software-Upgrade zu zeigen." Auch Warner Bros. sei sehr unterstützend und erlaube den Dreh mit der erhöhten Rate."Wir hoffen, dass genug Kinos fähig sein werden, den Film ab Dezember 2012 mit der erhöhten Bildrate zu zeigen. Schätzungsweise sollen über Zehntausend Kinos zum Erscheinen von 'The Hobbit' dazu in der Lage sein, aber mit Sicherheit können wir das natürlich nicht sagen." Zum Schluss machte Jackson ein Versprechen:"Es wird grandios aussehen!"

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    Kommentare
    • GottkaiserSonne
      MiniDV ist wenigstens so innovativ, die Halbbilder auch noch in umgekehrter Reihenfolge zu sortieren *g*
    • CptJackSparrow
      ich zitiere da nur zu gerne GottkaiserSonne!PAL hat nichts damit zu tun! :D Sonst könnte ja jeder Hans und Franz sowas drehen :D - Scheiß auf fette Kameras - wir haben ja miniDV!
    • Brayne
      Ist mir eigentlich Brause wieviel Bilder mit welcher Technik durch welche Kamera gejagt werden. Da denke ich im Kino als letztes drüber nach, wenn mich die Story fesselt. Bei Avatar habe ich mich hingegen zwischendurch sehr gelangweilt und hatte ungewollt viel Zeit über die Entstehung der Bilder nachzudenken. Aber bei Peter Jackson und seinem HdR-Team bin ich zuversichtlich.
    • GottkaiserSonne
      PAL ist 'ne Farbkodierung und hat erstmal nichts mit der Bilderanzahl zu tun. Die Videokamera für Normalverbraucher macht üblicherweise 50 Halbbilder (solange wir nicht von progressiven HD-Formaten sprechen für'n paar tausend sprechen €) und nicht, wie die Kinokamera hier, 48 Einzelbilder. Das ist schon nicht unspannend, was Jackson hier vor hat. Zumal er ja selbst aus der technischen Ecke kommt.
    • Dave!
      Jede Videokamera für Normalverbraucher filmt mit 50 Bildern pro Sekunde und wird auch so auf dem Fernseher wiedergegeben. Wer sich ein wenig tiefer mit PAL-Videos beschäftigt hat, kennt den Unterschied, wenn man beim Teilen der Halbbilder jedes Zweite weglässt. Dadurch wirkt das Ergebnis ganz anders. Mancher mag das machen, damit die Videos mehr nach Kino aussehen, aber letztlich ist es ein Stilmittel wie jedes andere.Auch 17 Bilder können in der Sekunde spannend aussehen. Aber ist sicher mal was anderes auf der großen Leinwand, bin gespannt.
    • GottkaiserSonne
      @Gonzo ...durch die Mehrzahl an Bildern entsteht erhöhte Schärfe. Nicht Unschärfe. Das Licht und die Verwendung von Videokameras tun ihr übriges hinzu. Anyway, ich bin gespannt, wie das 3D dann aussieht. Bin bei Realfilmen nach wie vor kein Fan davon...gerade wegen der "faslchen" Schärfentiefe. Würde mich aber wundern, wenn es darauf einen Einfluss hätte.
    • NicCage
      Erst bringt Warner Bros. keine Flocken an die Sonne und dann werden die teuersten Methoden der Filmproduktion aufgefahren. Etwas mysteriös aber okay.
    • GonzoFist
      Das ist lediglich eine unrealistische Bewegungsunschärfe die da entsteht. Einfach mal an fast jeder Photo Kamera die Belichtungszeit umstellen dann sieht man es. und der unsägliche Soapeffekt kommt durch deren unsäglich ausgeleuchteten Studios zustande,
    • ParanoidAndroid
      [quote]Na hoffentlich entsteht dadurch nicht dieser unsägliche Soap-Effekt, der das ganze wie fuckin' GZSZ aussehen läßt.[/quote] "Motherfuckin'" GZSZ - soviel Zeit muß sein!
    • Tharos
      Na hoffentlich entsteht dadurch nicht dieser unsägliche Soap-Effekt, der das ganze wie fuckin' GZSZ aussehen läßt.
    • evilemo
      Cameron hat bereits vor einigen Tagen bekannt gegeben, dass die Fortsetzungen mit erhöhter Geschwindigkeit gedreht werden sollen. Aber das größte Problem von Avatar war ja bestimmt nicht die technische Seite. Ich finde, diesmal sollte er versuchen auch einige Überraschungen ins Drehbuch einfließen zu lassen. Aber ansonsten gute Neuigkeiten. Was immer die Bildqualität verbessert hat meinen Segen ;).
    • Empirical
      Ich bin gespannt ob sich Cameron diese Idee von Jackson für Avatar 2 & 3 abluchsen wird. Ich glaube nicht, dass er den Titel "3D-Gottkaiser" freiwillig abgeben wird.
    • PaddyBear
      klingt ganz interessant. bin mal gespannt ob man das wirklich wahrnehmen kann oder ob es sich dabei wirklich um sehr exakte und nur von profis erkennbare veränderungen handelt. Ich bin aufjedenfall offen für solche sachen. Hauptsache die 3D version wird brilliant (auch wenn ich davon ausgehe das jackson das schon hinkriegt)
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