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    Sylvester Stallone nennt niedrige Altersfreigabe bei "The Expendables 3" eine "schreckliche Fehlkalkulation"
    Von Annemarie Havran — 24.11.2014 um 12:17
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    Sylvester Stallone macht die Altersfreigabe PG-13 für das schlechte Abschneiden der Actioner-Fortsetzung "The Expendables 3" an den US-Kinokassen verantwortlich. Bei "Expendables 4" solle wieder mehr Blut fließen – und Köpfe könnten rollen…

    Metropolitan FilmExport
    In den USA spielte "The Expendables 3" mit der versammelten Actionstar-Riege rund um Sylvester StalloneArnold Schwarzenegger und Jason Statham nur schwache 39,3 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein, konnte im Ausland dann immerhin noch 167 Millionen dazugewinnen. Zur anstehenden Heimkino-Veröffentlichung des Action-Abenteuers, das in Deutschland am 21. August 2014 in den Filmtheatern startete, sprach Stallone mit CraveOnline über die möglichen Gründe für das schwache Abschneiden der Franchise-Fortführung. Seiner Meinung nach sei die Altersfreigabe PG-13, also frei zugänglich für Jugendliche ab 13 Jahren, Schuld an der Misere und er nannte diese Entscheidung für einen gewaltärmeren Expendables-Film eine "schreckliche Fehlkalkulation". In Deutschland kam "The Expendables 3" mit der FSK 16 in die Kinos, beide Vorgänger starteten mit einer Freigabe ab 18 Jahren.

    Auf DVD und Blu-ray wird nun auch ein Director’s Cut zu erwerben sein, der nicht für Jugendliche freigegeben ist – und in diesem Sinne wolle man auch wieder "The Expendables 4" anlegen, so Stallone. Man habe versucht, ein größeres Publikum zu erreichen, indem man "The Expendables 3" für jüngere Zuschauer freigebe, aber habe damit genau das Gegenteil erreicht, denn das erwachsene Publikum wurde vor den Kopf gestoßen, da nicht die Gewalt geliefert wurde, die man von dem Franchise erwartete. Stallone sei sich ziemlich sicher, dass sich das nicht wiederholen werde. Auf die Frage, ob er ein R-Rating für die nächste Fortsetzung empfehle, antwortete er: "Absolut eindeutig Ja."

    Natürlich bedeute eine strengere Altersfreigabe und somit mehr Gewalt auch, dass man mit dem Tod einiger Helden rechnen müsse – in einem brutalen, gnadenlosen Film könne man nicht erwarten, dass sich die Protagonisten auf eine selbstmörderische Mission begeben und allesamt überleben. "Das ist ein großer Konflikt für mich", so Stallone. "In einem Film mit R-Rating ist es schwierig zu glauben, dass keiner der Helden stirbt. Ich persönlich glaube, dass die Zuschauer sich inzwischen mit den Figuren identifizieren und dass es eine ganz schön schwarze Wolke über die Köpfe des Publikums schieben würde, wenn man eine Figur sterben ließe. Aber das könnte sich in 'Expendables 4' ändern…"

    Außerdem sprach Sylvester Stallone in dem Interview über seine ursprünglichen Pläne, Mel Gibson als Regisseur von "The Expendables 3" einzusetzen. Er halte Gibson für einen fantastischen Filmemacher und wollte ihn unbedingt für das Action-Abenteuer haben. Nach mehrmonatigen Verhandlungen sei es zwar zu keinem Vertragsabschluss über den Regieposten gekommen, aber immerhin konnte man Gibson für die Rolle des Bösewichts in dem Film gewinnen. Inszeniert wurde "The Expendables 3" dann stattdessen von Patrick Hughes ("Red Hill").

    In Deutschland wird "The Expendables 3" am 22. Dezember 2014 auf DVD und Blu-ray veröffentlicht, ein actionreiches Weihnachtsfest ist also gesichert. Hier könnt ihr euch noch einmal den Trailer ansehen und unsere Kritik durchlesen.




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    Kommentare
    • Klaus S.
      wenigstens ist er nicht Lernresistent
    • TresChic
      Jep das war einfach zu viel, Snipes, Gibson, Schwarzi, Li, Ford, Banderas... zu krass. Dolph Lundgren hatte diesmal eine gefühlte Minute Präsenz. Das muss ich ändern. Is ja schließlich kein Laufsteg für Alt Stars.
    • TresChic
      Der soll Jet Li sterben lassen, der macht eh nur noch Cameos aber irgendwie gehört er zum Team.
    • niman7
      Er sollte lieber aufhören die guten Alten gegen die schlechten Jungen zu tauschen.
    • UGotCaged
      Klar, war ne schwachsinnige Idee, zu deren Ausführung Sly selbst genug beigetragen hat. Gut, dass er daraus jetzt die Konsequenzen ziehen will und wieder auf R geht. Warum das bedeutet, dass man deshalb eher Helden sterben lassen muss, versteh ich allerdings nicht - schießen die Gegner gezielter, wenn Sly seinen Film weniger schneidet?Und überhaupt, wer identifiziert sich denn Bitte mit den Figuren aus Expendables? Das grenzt ja schon an Realitätsverlust. ^^ Ist doch latte ob da einer drauf geht, würde vielleicht sogar ganz gut tun, die Truppe auszudünnen.
    • PaddyBear
      Stallone hat sich einfach zuviel Botox ins Hirn spritzen lassen. Ob es wirklich an dem niedrigen Rating lag kann ich noch nicht sagen. Hab den Film bisher nicht gesehen. Aber abgeschreckt hatte mich das damals schon.
    • TheNoZZle
      Naja, Teil 2 hatte auch schon nen R-Rating und war trotzdem nur so Mittel. Blut allein macht da noch keinen stimmigen Retro-Actioner. Da muss auch einfach die Handlung stimmen (Handlung kann auch stimmen, ohne dass sie super komplex oder anspruchsvoll ist) und die Action muss einfach sitzen. Was bringen mir 30 Action-Opas die man dann jeweils für nur 2min sieht damit man sie alle in den Film bekommt. Man sollte sich eher auf ne kleine Kerngruppe konzentrieren und 2-3 "neue" Altstarts im Film bringen, den man dann auch mehr Zeit für die Charaktere gibt.
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