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    "Fantastic Four": Helden-Flop könnte mehr als 60 Millionen Dollar verbrennen – Analysten geben Josh Trank Mitschuld
    Von Tobias Mayer — 11.08.2015 um 11:25
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    „Fantastic Four“ wurde verrissen und hatte einen miesen US-Start. Josh Trank distanzierte sich kurz vorher auf Twitter von seinem eigenen Film. Nun bezifferten Analysten den erwarteten finanziellen Schaden.

    Twentieth Century Fox France
    Der neue „Fantastic Four“ entwickelt sich zu einem Debakel, das viele angesichts so sicherer Helden-Hits wie „Avengers 2“, „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ oder „Man Of Steel“ gar nicht mehr für möglich hielten. Während der Produktion gab es Berichte über Streit hinter den Kulissen, ausgetragen zwischen Regisseur Josh Trank und den Produzenten bei Fox. Trank dementierte sie teils, aber die ersten miesen Kritiken beschädigten die Reputation des neuen „Fantastic Four“ weiter – zumal der Regisseur seinen eigenen Film dann kurz vor US-Start selbst abschoss. In einem – rasch gelöschten – Tweet schrieb Trank, dass er vor einem Jahr eine „fantastische Version“ gehabt habe, die großartige Kritiken bekommen hätte. Mit all dieser schlechten Presse vorbelastet legte „Fantastic Four“ dann einen erwartet schlechten US-Start hin, spielte nur etwa 26 Millionen Dollar ein. Zum Vergleich: „Mission Impossible – Rogue Nation“ machte gut 55 Millionen Dollar, „Ant-Man“ gut 57 Millionen (The Numbers). Und wie der Hollywood Reporter schreibt, sollten wir nicht mehr damit rechnen, dass „Fantastic Four“ am Ende etwas anderes als ein finanzieller Flop wird.

    Der Hollywood Reporter geht von 120 Millionen Dollar Produktionskosten aus (weitere 120 Millionen dürften für die Werbung ausgegeben worden sein). Das Branchenmagazin zitiert den Analysten Barton Crockett, demnach das Studio Fox zum Schluss auf einem Verlust von 60 Millionen Dollar sitzenbleiben würde. Josh Tranks negativer Tweet alleine könnte fünf bis zehn Millionen Dollar verbrannt haben – meint zumindest ein nicht namentlich genannter Box-Office-Analyst, auf den sich The Wrap beruft. Tranks Meinung habe bei Hardcore-Fans mehr Gewicht als die von Kritikern, weil Trank sich dem Analysten nach als „Verteidiger der Comic-Kultur“ etabliert habe. New York Daily News hat die Verlusteinschätzung von The Wrap einem anderen Analysten vorgelegt, Paul Dergarabedian, der sie bestätigte.

    „Fantastic Four“ mit Miles Teller, Kate Mara, Michael B. Jordan und Jamie Bell startet am 13. August 2015 in unseren Kinos. Auch FILMSTARTS kann der Marvel-Adaption nicht viel abgewinnen, unser Fazit lautet: „Bräsig, handwerklich mies und vollkommen uninspiriert.“




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    Kommentare
    • GenieNolanSnyder
      Ich finde auch sehr sehr schade, um dieser junger talentierte Regisseur. Durch die F4, hätte er richtig Durchstarten können. Aber wie aussieht ? Ging's nach hinten los. Und Fox schein auch da ne größere Rolle zuspielen."Die Schweinepriester" :-)
    • GenieNolanSnyder
      Trank trag zwar einer der Mitschuld teil ? Aber Das gesamte versagen an diesen Film, geht an Fox Konto. Weil die haben sich zu sehr an das Projekt eingemischt, und ihn sogar gegen seinen eignen Wille denn Cast aus zu tausch. Das finde ich oberfies ...
    • Deliah Christine
      Ich sehe die Verantwortung für den Flop ganz allein bei Fox!Die wussten ganz genau wen sie da als Regisseur verpflichtet hatten. Wenn sie dann in genau die Arbeit reinquatschen für die Trank engagiert wurde, dürfen sich die Bosse nicht wundern, und, dass Trank mitunter eher emotional als klug reagiert hätte dem Studio auch klar sein müssen. Von daher sage ich zu Fox: Selber Schuld.Trank wurde in meinen Augen demontiert. Für mich ist er weniger Schuldiger als viel mehr Opfer.
    • GenieNolanSnyder
      Hahaha, Irgendwie glaube ich selber auch nicht daran. Das Trank vergeigt haben, wissen wir bescheid. Aber Fox scheint noch denn Film in der dreck gezogen zu haben ^^
    • Deliah Christine
      Na ja, wenn man sich das bisherige Einspiel ansieht, braucht man es nur mit der bekannten Erwartungshaltung des Studios gegenrechnen. Dann kommt man schon etwa auf den Wert.
    • Deliah Christine
      Ja, stimmt. Über den Vergleich der Kopfform mit einem Phallus habe ich auch mal was gelesen, weiss aber nicht mehr zu welchem Teil der Reihe.Der Vergleich als Vergewaltigung ist mir neu. Finde ich beim ersten Lesen auch nur bedingt passend, da es bei einer Vergewaltigung primär um den Genuss an der Macht über das Opfer geht. Ich sehe in der Art und Weise der Befruchtung eher die Aussage, dass der Fortpflanzungstrieb übermächtig ist und sich kaum überwinden lässt. Der Ausbruch aus det Brust ähnelt schon recht stark einem Geburtsvorgang. Das Aufbrechen der Rippen sehe ich dabei als Symbolik für den Dammriss und die Härte des Kampfes um ins Leben zu gelangen.
    • Modell-101
      Ich konnte einfach nicht widerstehen
    • Peter H.
      HIIILLLFEEE !!!! \o/
    • WhiteNightFalcon
      James Gunn ist nur ein Beispiel ja. Aber auch wenn man an alte Filme wie Der weisse Hai denkt. Katastrophale Produktionsgeschichte, aber tolles Ergebnis, weil Spielberg den Universal Chefs die Stirn geboten hat. Man stelle sich vor, Spielberg hätte klein bei gegeben.....
    • WhiteNightFalcon
      Das gilt nicht nur für Alien 3. Gigers Arbeiten wird generell ein stark sexuell geprägter Unterton angeheftet. Angefangen von der Kopfform, bis hin das das Alien im Maul noch das kleine Maul hat und die Art der Fortpflanzung wurde gar mal als Vergewaltigung des Opfers irgendwo bezeichnet. Ganz interessant, was einige da hineininterpretieren.
    • Deliah Christine
      Das siehst Du mMn genau richtig.Die Marke F4 ist kaputt. Damit kann erst wieder erfolgreich gearbeitet werden, wenn der aktuelle Flop aus dem kollektiven Gedächtnis des durchschnittlichen Kinogängers verschwunden ist, und bis dahin dürfte dann auch die Comicwelle ageebnet sein. Wer weiss, ob es dann noch einen Markt für die F4 geben wird. Die beiden alten werden wohl noch für lange Zeit die besten bleiben ... :\
    • Deliah Christine
      Die Details finde ich schon interessant.Vor Allem würde ich gerne wissen wie Tranks Version im Vergleich ausgesehen hätte. Aber das werden wir wohl nie erfahren.
    • Deliah Christine
      Echt jetzt? Denkst Du wirklich ein Sequel kann noch eine Option darstellen!?Kann ich mir beim besten Willen nicht vorsellen, nicht bei soolchen Zahlen.
    • Deliah Christine
      Wenn ich mich richtig erinnere wurde in Alien 3 die männliche Gefängnisumgebung als Sinnbild für homosexuelle Sub-Gesellschaften und das Alien (weil unbesiegbar und todbringend) als Anspielung auf den HI-Virus interpretiert und kritisiert, eas zur damaligen Zeit einem unliebsamen Politikum entspach.Ich denke in einem anderen Jahrzehnt hätte der Film weniger harsche Töne geerntet.Für mich ist er der zweitbeste der Reihe.
    • Fain5
      Das stimmt. Soweit ich weiß wussten die aber damals von der problematischen Produktion bei Alien 3 und meinten, dass Fincher aber immer noch das beste getan hat, um den Film zu retten.
    • GenieNolanSnyder
      Da hast du schon recht. Wie in Kindergarten. Auf dieser Motto "er hat angefangen" :) Schauen wir, ob Fox mutig genug doch noch die Reihe fort zu setzen ^^
    • WhiteNightFalcon
      Ant-Man WAR besser. Muss man klar loben, das Marvel auch noch kleine und feine Filme schafft, statt auf immer größer und größer zu gehen. Avengers 2 war scharf an der Grenze zu überladen zu sein. Der Film war trotz seiner Länge 30 Min zu kurz. 3 Stunden wäre für so einen Riesenfilm optimal gewesen.
    • WhiteNightFalcon
      Trotzdem traurig, wenn eine Parodie das Original um Längen schlägt.
    • WhiteNightFalcon
      Es hat Kindergartenniveau, wenn jeder sagt:"Ich wars nicht, der da wars.":-(
    • WhiteNightFalcon
      Meine Meinung bezog sich ja nur auf die Einnahmen. Qualitativ gibts nix zu meckern.
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