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    Du wünscht, du könntest dir selbst die Augäpfel ausreißen: "Kuso" schockt die Filmkritiker und lässt sie flüchten
    Von Björn Becher — 27.01.2017 um 15:30
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    Gerade präsentierten wir euch den „total irren“ Trailer zu „Kuso“, nun sorgt der Film für Schlagzeilen. Viele Zuschauer flüchten angeblich aus der Vorführung und ein Kritiker ernennt das Werk bereits zum „ekligsten Film, der jemals gemacht wurde“.

    Flying Lotus / Brainfeeder Films
    Kuso“ schockt das renommierte Filmfestival von Sundance. Das Regiedebüt des Electro-DJs Flying Lotus soll für reichlich flüchtende Zuschauer gesorgt haben. Das Branchenmagazin Variety berichtet, das bereits nach zehn Minuten die ersten Zuschauer gegangen seien. Auch Chris Plante von TheVerge behauptet, dass „ein großer Teil des Publikums“ in seiner Vorführung gegangen sei. Bis zum Ende des Films hätten konstant immer mehr Zuschauer den Saal verlassen. Der Regisseur selbst widersprach allerdings dieser Darstellung zunächst auf Twitter:



    Es seien nur 20 von ungefähr 400 Personen gegangen. Allerdings gab es in Sundance mehrere Vorführungen von „Kuso“ sowohl für das Publikum als auch für die Presse. Regisseur Flying Lotus korrigierte sich mittlerweile auch: Er habe sich nur auf die Mitternachtspremiere bezogen, Plante präzisierte, dass er von der Pressevorführung gesprochen habe. Die Kollegen von Variety führten nicht aus, auf welche Vorführung(en) sie sich bezogen haben.

    Auf jeden Fall ist „Kuso“ nun Aufmerksamkeit gewiss. Im Internet häufen sich die Berichte über die ekligen und verstörenden Szenen im Film. Der renommierte Filmkritiker Peter Debruge erklärte zum Beispiel, dass der Film so verstörend sei, dass „du dir wünscht, du könntest dir selbst die Augäpfel ausreißen und die Erinnerung daran auslöschen.“ Chris Plante von The Verge bezeichnet „Kuso“ als den „ekligsten Film der jemals gemacht wurde“. Er beschreibt unter anderem eine Szene, in der wiederholt auf einen erigierten Penis eingestochen wird oder eine weitere, in der eine Frau so lange auf Beton herumkaut, bis alle ihre Zähne zerstört sind. Zudem gebe es einen Moment, in dem eine Alien-Kreatur einer schwangeren Frau den Fetus aus dem Bauch reißt und diesen anschließend raucht. Dominick Suzanne-Mayer von Consequence Of Sound berichtet derweil in seiner Kritik von einer verstörenden Sexszene eines Mannes mit etwas, das ein Hybrid aus einem Mensch und einem Truthahn sei. Es sei „ein 93 Minuten langer Albtraum“.

    Regisseur Flying Lotus scheint nach dem Pressestimmen übrigens bereits Angst zu haben, dass sein Werk in den Händen eines Filmverleihs vielleicht nicht richtig aufgehoben ist. Eigentlich diente die Premiere in Sundance auch dazu, einen US-Verleih zu finden. Ein solcher könnte dann aber Kürzungen vornehmen. Der Filmemacher erklärte daher, dass er möglicherweise gar nicht mehr verkaufen will und den Film selbst in die Kinos bringen könnte.





    Einig sind sich die Kritiker übrigens auch darin, dass „Kuso“ zwar eklig, verstörend und abstoßend sei, aber damit nicht unbedingt ein schlechter Film. Suzanne-Mayer hat so Zwischentöne ausgemacht, auf die auch Chris Plante verweist. Der hat nur ein Problem damit: Die Gore-Szenen, Vergewaltigungswitze und anderen Ekel-Momente lenken so ab und verstören so sehr, dass man „Kuso“ mehrfach sehen müsste, um ihn zu erfassen. Er sei sich aber sicher, dass viele Zuschauer dafür nicht den Magen besitzen.

    Wann und wie wir „Kuso“ zu sehen bekommen, wird die Zukunft zeigen. Wenn der Filmemacher wirklich seinen Film selbst vertreibt, ist es sehr wahrscheinlich, dass er ihn früher oder später auch weltweit online anbieten wird.




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    Kommentare
    • Deliah C. Darhk
      Interessant wärenoch die Frage wie viel von diesem Film eigentlich noch übrg bleibt, nachdem die FSK ihn in den Händen hatte, oder gab.s da schon eine Meldung zu?
    • FAm Dusk Till Dawn
      Vor Hostel gabs doch auch schon genug Metzelstreifen. Der war jetzt kaum härter als damals "Scream". Also das Leute den Saal verlassen glaub ich gerne mal, aber umkippen? Neeeee :-P
    • Marvel5000
      Ich frage mich, warum so ein Müll dann überhaupt auf diesem Festival gezeigt wird. Im Kino wird der sowieso keine Aufmerksamkeit bekommen geschweige das sich diesen Dreck viele Leute anschauen werden.
    • Alex Ru
      Weil es vielleicht vor Hostel sowas kaum gegeben hatte und die Menschen sowas nicht kannten.Mittlerweile haben wir Saw, A Serbian Film usw. gehabt. Da geht man automatisch von aus, dass wenn man diese Filme gesehen hat, man auch alles überleben kann :D
    • FAm Dusk Till Dawn
      " Im Internet häufen sich die Berichte über die ekligen und verstörenden Szenen im Film."Ja ja, wie bei Hostel damals als die ganzen Mimosen anscheinend ohnmächtig aus dem Saal getragen wurden."Filmkritiker Peter Debruge erklärte zum Beispiel, dass der Film so verstörend sei, dass „du dir wünscht, du könntest dir selbst die Augäpfel ausreißen und die Erinnerung daran auslöschen.“Lol.
    • Malvo
      bessere Werbung kann der Mann kaum bekommen, und der Trailer sieht auch nach richtig schönem Trash aus. Sollte man vielleicht mal reinschauen
    Kommentare anzeigen
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