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    Wir sind Sklaven unserer Smartphones: James Cameron erklärt, warum die Welt einen neuen "Terminator"-Film braucht
    Von Tobias Mayer — 31.01.2017 um 12:14
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    2019 wird James Cameron wieder Herr der Reihe sein, die er selbst startete – dann fallen die „Terminator“-Reche an ihn zurück. Nun erklärte er im Interview, warum die Kinowelt den Killerroboter auch heute noch braucht…

    TriStar Pictures
    Als James Cameron den ersten „Terminator“ 1984 in die Kinos brachte, waren Mobiltelefone klobig und selten – als 2015 mit „Terminator: Genisys“ der jüngste Teil lief, waren Smartphones handlich und so verbreitet, dass Zuschauer sie während der Vorführung benutzten (vielleicht auch, weil der Film so mittelmäßig ist). Nachdem bekannt wurde, dass Cameron einen sechsten „Terminator“ plant, wurde er im Interview mit The Daily Beast gefragt, ob er traurig über den Zustand des „entführten“ Franchise sei, das schlechter und schlechter wurde. Die Antwort des dreifachen Oscarpreisträgers, der nach „Terminator 2“ nichts mehr mit der Reihe zu tun hatte:

    „Es wurde nicht entführt. Es strauchelt nur, versucht, seine Stimme wiederzufinden. Wahrscheinlich hat es etwas an Relevanz verloren. Vielleicht sind die Sachen, wegen denen es damals gut war, heute eher zum Gähnen.“

    In den „Terminator“-Filmen wird vom Kampf zwischen Menschen und menschenähnlichen Maschinen erzählt. Für James Cameron findet dieser Kampf heute zwischen Mensch und Smartphone statt: „Ich glaube, es ist möglich, auch heute eine großartige ‚Terminator‘-Geschichte zu erzählen, und das ist wichtig. Wir leben in einem digitalen Zeitalter, und in ‚Terminator‘ geht es im Grunde um unser Verhältnis zu unserer eigenen Technologie, und wie unsere eigene Technologie zurückspiegelt – und im Film, wörtlich, als menschliche Form, die feindlich ist und eine Bedrohung. Aber in den zwei Filmen, die ich gemacht habe, geht es auch darum, wie wir uns selbst entmenschlichen.“

    Die Maschinen haben heute gewonnen, da ist sich Cameron sicher: „Heute werden Menschen von ihrer virtuell-sozialen Welt absorbiert, ich meine, schaut euch doch nur um. Ich sage immer: Wenn es in Terminator um den Krieg zwischen Menschen und den Maschinen ging, schaut euch irgendein Restaurant oder irgendeine Flughafenlounge an und sagt mir, dass die Maschinen nicht gewonnen haben, wenn jeder Mensch von seinem Smartphone versklavt wurde. Kann man also derzeit einen relevanten ‚Terminator‘-Film machen? Absolut.“

    Wichtig oder nicht, die Planungen zu „Terminator 6“ sind offenbar noch in einem frühen Stadium. Deadline nach sprach James Cameron, der offenbar nur produzieren und nicht selbst inszenieren will, mit „Deadpool“-Regisseur Tim Miller über dessen Beteiligung. Hauptsächlich kümmert sich Cameron um den Ausbau seiner „Avatar“-Reihe, will im August 2017 mit den Motion-Capture-Aufnahmen beginnen.




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