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    Netflix statt Kino? Neuer Trailer zum Sci-Fi-Mysteryfilm "Auslöschung" vom Regisseur von "Ex Machina"
    Von Björn Becher — 13.12.2017 um 16:40
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    Natalie Portman steht im Mittelpunkt des neuen Trailers zur Bestselleradaption „Auslöschung“ von Regisseur Alex Garland. Ob wir den heiß erwarteten Sci-Fi-Film im Kino zu sehen bekommen, ist aber aktuell ungewiss.

    30 Jahre nachdem ein mysteriöses Ereignis dafür sorgte, dass ein ganzes Gebiet von der Außenwelt abgeschnitten wurde, weiß man immer noch nicht, was dort genau vor sich geht. Zahlreiche Expeditionen brachten keine Antworten, stattdessen verstarben die Mitglieder vor Ort oder kurz danach an Krebs. Ein neues Team soll nun endlich Erkenntnisse liefern und so macht sich eine Biologin (Natalie Portman), deren Ehemann bei einer der vorherigen Missionen verschwunden ist, mit drei weiteren Frauen auf in das Gebiet. Doch dort lauert eine gefährliche Kreatur…

    Auslöschung“, der neue Film von „Ex Machina“-Regisseur Alex Garland mit „Star Wars“-Star Oscar Isaac sowie Gina Rodriguez, Jennifer Jason Leigh und Tessa Thompson in weiteren Rollen, wird von Kinofans auf der ganzen Welt sehnlichst erwartet. Auch bei unserer aktuellen Planung für unser traditionelles Vorschauspecial für das Jahr 2018 ist das Sci-Fi-Drama für einen der ganz vorderen Plätze eingeplant. Doch aktuell ist mehr als ungewiss, ob wir ihn wirklich auf der großen Leinwand zu sehen bekommen.

    Netflix holt sich Rechte

    Aktuell steht „Auslöschung“ zwar noch bei Paramount mit einem Kinostart am 22. Februar 2018 in den Startlisten, doch Netflix steht wohl kurz vor dem endgültigen Vertragsabschluss für die Rechte in den meisten Ländern der Welt. Laut den US-Branchenmagazinen Deadline und Variety soll „Auslöschung“ nur noch in den USA, Kanada und China in die Kinos kommen, im Rest der Welt dann 17 Tage später auf dem Streamingdienst veröffentlicht werden. Paramount Deutschland konnte uns auf Anfrage zwar noch nicht bestätigen, dass der deutsche Kinostart damit gestrichen wird, die Meldungen aus Übersee deuten aber darauf hin.

    Regisseur Alex Garland zeigt sich davon selbst übrigens bereits „enttäuscht“. Im Interview mit Collider erklärte er, dass er den Film für die große Leinwand gemacht habe. Er habe nichts gegen Programme für den heimischen TV-Bildschirm, die Serie „The Handmaid’s Tale“ sei zum Beispiel das Beste, was er seit langer Zeit gesehen habe, es gehe ihm aber darum, das vorher zu wissen. Man mache den Film für ein bestimmtes Medium und unter bestimmten Voraussetzungen.

    "Auslöschung": Natalie Portman im deutschen Trailer zur Roman-Verfilmung des "Ex Machina"-Regisseurs

    Netflix will sich angeblich in Zukunft immer mehr Filme für den internationalen Markt sichern, die dann nur in den USA und wenigen ausgewählten Territorien noch im Kino laufen. Netflix könnte so sein Filmportfolio kräftig ausbauen und auch für die großen Verleiher wäre es ein Gewinn. Denn diese bekämen von Netflix eine höhere Summe, als sie voraussichtlich an den internationalen Kinokassen einnehmen würden. Es wären vor allem auch garantierte Einnahmen, während gerade kleinere und mittelgroße Filme – trotz womöglich hoher Qualität – an den Kinokassen durchfallen können und es so ein Risiko gibt. Daher will Netflix auch besonders solche Filme ins Visier nehmen, die keinen Blockbuster-Status haben und überall fast schon garantiert ein Publikum finden. „Auslöschung“ ist da quasi die Blaupause für die Art von Filmen, die sich der Streaminggigant in Zukunft für die eigene Plattform sichern will.

    Garland erklärte den Kollegen von Collider, dass er diese Argumente nachvollziehen kann und so den Gedanken hinter dem möglichen Netflix-Deal verstehe. Zudem erkenne er natürlich den Vorteil, dass sein Film so wahrscheinlich von mehr Leuten gesehen werde, aber am Ende überwiegt dies für ihn nicht die negativen Seiten: Der Film sei nun einmal gemacht worden, um ihn auf der großen Leinwand zu sehen.

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