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    "Solo: A Star Wars Story": Wir erklären DIE überraschende Rückkehr
    Von Tobias Mayer — 24.05.2018 um 20:00
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    ACHTUNG, es folgt bereits in diesem Anreißer-Text ein großer SPOILER zum Han-Solo-Film – an dessen Ende plötzlich eine Figur auftaucht, die Kinozuschauer für tot hielten: Darth Maul! Wir erklären, wie er überlebt und was er so gemacht hat.

    2018 Lucasfilm Ltd. All Rights Reserved.

    Falls jemand die Einleitung oben überlesen hat: Es folgen SPOILER zum Ende des Han-Solo-Films!

    „Star Wars: Die dunkle Bedrohung“: Der junge Obi-Wan (Ewan McGregor) hängt am Abgrund, sein Meister Qui-Gon (Liam Neeson) liegt, tödlich verwundet, wenige Meter entfernt. Darth Maul, der gehörnte Sith-Schüler mit dem roten Doppellichtschwert, ist siegesgewiss und glaubt, dass er auch Obi-Wan bald getötet haben wird. Doch er unterschätzt die Willenskraft des jungen Jedi – und flattert deswegen kurz darauf den Abgrund hinunter, zerteilt in zwei Hälften. Darth Maul, für viele Fans die beste neue Figur der Prequels, verschwand aus den „Star Wars“-Kinofilmen, kaum dass er eingeführt war. 19 Jahre nach Kinostart von „Episode 1“ taucht er in „Solo: A Star Wars Story“ wieder auf (grob ist das auch die Zeit, die in der „Star Wars“-Galaxis vergangen ist). Wie kann das sein?

    So hat Darth Maul überlebt

    Nachdem Hans große Liebe Qi’Ra (Emilia Clarke) ihren Boss Dryden Voss (Paul Bettany) getötet und sich damit selbst zur Anführerin der Verbrecherorganisation Crimson Dawn gemacht hat, nimmt sie Kontakt auf mit Maul (wie in „Episode 1“: Ray Park) und es wird deutlich, dass sie noch nicht ganz oben in der Hierarchie der Gangster angekommen ist. Maul erscheint als Hologramm, ist deutlich gealtert, aber unverkennbar quicklebendig – obwohl sein Abgang in die „Die dunkle Bedrohung“ von George Lucas eindeutig als Tod inszeniert wurde. Die „Star Wars“-Geschichte ist aber schon lange deutlich größer als die Kinofilme. Für Leser und für Zuschauer der Serien „The Clone Wars“ sowie „Rebels“ ist Mauls Überleben lange bekannt.

    Lucasfilm
    Mit neuen Beinen: Darth Maul in der Serie "The Clone Wars"

    CGI-Übersättigung, Jar Jar Binks, Besteuerung von Handelsrouten – an „Episode 1“ hat vor allem die Ur-Fans so einiges gestört. Ein weiterer Vorwurf: Lucas habe die beste neue Figur, den Sith mit dem teuflischen Look und dem wild-dynamischen Kampfstil, schlicht verheizt, weil viel zu früh in der Prequel-Trilogie getötet. Comicautor und -zeichner Aaron McBride korrigierte diese Lucas’sche Entscheidung bereits 2005 in „Old Wounds“. Dieses Comic gehörte zur Sammlung „Visionaries“ und war zwar schon damals, lange bevor 2014 ein neuer „Star Wars“-Kanon begonnen wurde, nicht als offiziell angesehen – aber die Idee, dass Maul die Zerteilung durch Obi-Wan überlebt hatte, war in der Welt.

    So trat Maul dann in der Animationsserie „The Clone Wars“ auf, in der die Klonkriege zwischen „Episode II“ und „Episode III“ gezeigt werden. Die Serie geht auf George Lucas persönlich zurück und gehört auch heute noch zum offiziellen Kanon, genauso wie die Nachfolgeserie „Star Wars Rebels“, in der Mauls Geschichte fortgeführt wird. Laut offizieller Darstellung überlebte der Sith seine Halbierung, weil er voller Hass war und absolut keine Lust hatte, schon zu sterben: Mit eisernem Willen zog er sich, während im Reaktorschacht nach unten fiel, zu einer Entlüftungsstelle und rettete sich in einen Müllcontainer. Auf der galaktischen Schrottdeponie Lotho Minor lebte Maul dann im Abfall, bekam aber immerhin sechs neue Roboterbeine, mit denen er wieder laufen konnte (später werden diese Beine durch andere ersetzt).

    Darth Maul, der Verbrecherboss

    In den zehn Jahren zwischen „Episode I“ und „Episode II“, der Zeit seines Exils, schärfte Maul seinen Hass – den Hass auf Obi-Wan wie den Hass auf Darth Sidious, der ihn durch einen neuen Schüler, Count Doku, ersetzt hatte. Als er wieder in Erscheinung trat, tat er das mit Ausrufezeichen: durch die Gründung der kriminellen Allianz „Schatten-Kollektiv“ (Shadow Collective) während der Klonkriege. Er hatte Mitglieder unterschiedlicher Verbrechergruppen dabei, darunter das Syndikat Schwarze Sonne – und die Hutts! Maul gelang es, die Herrschaft über den Planeten Mandalore zu übernehmen (Kopfgeldjäger Boba Fett trägt die Rüstung eines mandalorianischen Kriegers). Er tötete eine lokale Anführerin, Satine Kryze, und vollbrachte damit einen Teil seiner Rache an Obi-Wan, der sie liebte.

    Gemeinsam mit seinem Bruder Savage Opress kämpfte Maul außerdem gegen Darth Sidious, legte sich also, kurz gesagt, mit so ziemlich jedem irgendwann mal an und hat deswegen außerhalb der „Star Wars“-Filme eine lange, durch seinen quälenden Hass sehr tragische Geschichte. Mauls kurzes Auftauchen in „Solo: A Star Wars Story“ kommt für Kinozuschauer unvermittelt und überraschend, belegt aber mal wieder, dass „Star Wars“ eine multimediale Erzählung ist, die seit vielen Jahren nicht mehr nur im Kino passiert: Einem langen Lichtschwertduell und einer handvoll Miniszenen in insgesamt bloß zwei Kinofilmen stehen zahlreiche Auftritte in Büchern, Comics, Videospielen und Serienfolgen gegenüber. Nach „Solo“ aber können Fans die berechtigte Hoffnung haben, auch im Kino noch etwas mehr Maul zu sehen: Falls Hans und Qi’Ras Geschichte fortgeführt wird, in „Solo 2“, dann wäre das für den bei Fans so beliebten grimmigen Stachelkopf die große Chance, sich auch im Kino in den Vordergrund zu spielen.

     

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    Kommentare
    • Xeson
      Das mag deine Sichtweise sein aber Clone Wars hat perfekt (vor allem in späteren Staffeln) den Übergang von Kriegsserie zu einem Mix aus Fragen der Loyalitäten und Politik hinbekommen. Kein anderes Medium hat zum Beispiel die KUS auch mal von der Seite beleuchtet, dass diese wirklich eine korrupte Republik als Feind sahen und nur durch Dooku und Sidious benutzt wurden. Mir gefiel The Clone Wars wesentlich besser als Rebels, da die Serie mit der Zeit erwachsen geworden ist. Pauschal zu sagen etwas gehöre nicht zum Kanon weil es einem nicht gefällt ist infantil. Sonst würde ich damit auch jede Diskussion zu TLJ abwürgen - tue ich aber nicht, da ich es nicht ändern kann, dass es zum Kanon gehört.
    • S-Markt
      nur weil mit der fürchterlichen serie clone wars geld verdient werden sollte und sie deshalb zum kanon erklärt wurde, bedeutet das noch lange nicht, daß echte fans diesen flachwitz auch als star wars zugehörig ansehen und die absurde wiederauferstehung darth mauls ist der beste beweise dafür, daß man clone wars, kanon hin oder her, mitnichten zum kanon zählt, wenn man star wars auch nur ansatzweise mag.
    • Cirby
      Ich empfand diesen Einschub von Darth Maul als vollkommen fehlplatziert. Kenne im Grunde alles von Darth Maul. Dessen Organisation wurde mit seiner Niederwerfung durch Darth Sidius in Clone Wars zerstreut und Maul ins Exil verbannt. Als Nomade taucht er dann erst wieder in Rebels auf, wo seine Geschichte im Grunde auch beendet wird. Vollkommen überflüssig also.Zumal für jemanden, der die Serien, Bücher & Comics nicht kennt, schlecht erzählt.
    • Man Drake
      Wirklich selten so eine Hohlladung wie dich erlebt.
    • TresChic
      Haste gerade Buch gelesen? X=) oder fändste Star Wars jut so wi et is?
    • Cholerische Languste
      Ist es aber selbst da nicht ein bisschen arg künstlich? Er lebt, weil er vor lauter Hass keinen Bock hatte zu sterben. Könnte der Imperator jetzt theoretisch auch...Will damit nicht sagen, dass er kein cooler Charakter ist.
    • Xeson
      Äh. Clone Wars und Rebels gehören zum Kanon und darin wurde Maul zurückgebracht. Er existiert also im Kanon und hat eine Vorgeschichte und eine Folgegeschichte ausgehend von diesem Film. Es ist also kein Deus Ex Machina von beliebten Charakteren sondern eine zusammenhängende Story die eben nicht nur im Kino erzählt wird...
    • Cholerische Languste
      Das mit Maul hat für mich auch irgendwie den Beigeschmack von Hey, die Leute mögen irgendwie den gehörnten Teufel. Bringen wir ihn also um jeden Preis zurück.
    • Larry Lapinsky
      Chewbacca hier ist Copilot eines Raumschiffes, das für uns in Frage kommt! Wer sagt, dass die sich nicht schon kannten? Mit Han ist es was anderes. Im Übrigen müssen sie sich auch gar nicht begegnen. Das Argument der Überladenheit ist sicher nicht von der Hand zu weisen, aber mir schwebte gestern ein richtiges Epos à la Lawrence vor. Ich fände das besser als Solo 2. Aber es war nur ein Gedankenspiel.
    • Larry Lapinsky
      Ich meine mal gelesen zu haben, dass für Kennedy der Kanon irrelevant ist, aber wie auch immer ... Maul ist ja im Übrigen schon 2x gestorben. Er kann ja wieder ein 3. Mal vermeintlich sterben, was weiß ich denn. Oder er muss ja auch nicht sterben. Letztlich ist er aber in meiner gestern im Kopf entwickelten Vision von Kenobi auch am wenigsten nötig ...
    • Man Drake
      Dass er wieder da ist, begeistert mich wirklich. Potential wieder nutzen...denn fänd ich es mal schön, Star Wars zu haben, ohnen irgendeinen Macht-Charakter. Han Solo hat man gelernt als jemanden, der ganz entschieden nicht an die Macht glaubt und so sollte es auch bleiben. Gerade zur Zeit des Imperiums sind einfach nicht mehr viele da gewesen.
    • Man Drake
      Also wenn das damals schon geplant war...tiefen Respekt. Noch mehr, wenn er als Villain wieder kommt.
    • Ben
      Das mit Red Skull war aber schon damals ,glaub ich , beabsichtigt.
    • WhiteNightFalcon
      Kanon, nicht Kanon, Tot, nicht tot..... langsam ist Star Wars einfach nur noch ein Lachnummernfranchise - zumindest für mich. Fehlt nur noch der Auftritt der Weltraumputze aus Spaceballs. 😡Da hat ja Fast & Furious mehr Storystringenz!
    • Man Drake
      Erst kommt Red Skull, dann Darth Maul...gibt ja noch Hoffnung.
    • Thomas
      Star wars ist nicht mehr nur die filme sondern auch Serien, Bücher und comics. Das alles gehört zusammen . Da kann man nichts ignorieren.
    • Darth Doom
      Das klingt ziemlich überladen und unsinnig. Han und Obi-Wan treffen sich das erste mal in Episode 4 und dürften sich darum nicht treffen. Han darf auch nicht Maul treffen, weil er sonst in Episode 4 an die Macht glauben wirde. Es wären damit zwei verschiedene Filme in einem. Lando wäre auch nur ein Fremdkörper. Und wie ich dir unten schon geschrieben habe, dürften sich Maul und Obi-Wan sich auch nicht treffen. So ein Film wirde nur Wiedersprüche mit sich bringen.
    • Darth Doom
      Kann man eben nicht. Die Serie ist offiziell Kanon und wenn Maul jetzt zweimal stirbt wird es einen riesigen Aufschrei der Fans geben, welchen ich unterstützen wirde. Als sie das alte EU zu Legends gemacht haben, waren die großen Wiedersprüche der Grund. Wenn Maul jetzt nochmal stirbt, verlieren sie ihr Argument und es wird ärger geben.
    • Larry Lapinsky
      Rebels kann man ja fürs Kino ignorieren. Zeitlich lägen jedenfalls der Kenobi-Film und dieser Solo-Film hier verdammt nah beeinander, so dass sich meiner Meinung nach das sehr gut (siehe meinen Beitrag oben) verbinden ließe!
    • Larry Lapinsky
      Wenn man klug wäre, könnte man alle Figuren inklusive Darth Maul toll in einem epischen Kenobi-Film auf Tatooine mit einem ebenso gealterten McGregor und Joel Edgerton sowie Jabba und auch wieder Ehrenreich und Glover in einer oder auch 2 getrennten Handlungen verbinden, ohne dass es eines Solo 2 bedürfte, der meiner Meinung nach zuviel des Guten wäre. Drehbuchschreiber, an die Arbeit!!!
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