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"Friedhof der Kuscheltiere": Das konnten die Macher von "Harry Potter" lernen
Von Björn Becher — 09.02.2019 um 17:55
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Wer sich für „Friedhof der Kuscheltiere“ interessiert, dürfte es mittlerweile mitbekommen haben. Die Neuverfilmung bietet eine massive Änderung zum Buch. Und bei der Entscheidung dahinter spielt „Harry Potter“ eine Rolle…

Paramount Pictures / Warner Bros.

Bei unserem Besuch der Dreharbeiten von „Friedhof der Kuscheltiere“ im Sommer 2018 sprachen wir auch für gut eine halbe Stunde mit Erfolgsproduzent Lorenzo di Bonaventura. Unser Interview mit dem Erfolgsproduzenten hinter der „Transformers“-Reihe und ehemaligen Filmboss bei Warner ist bereits erschienen, doch eine bestimmte Aussage findet sich dort noch nicht.

Denn auch wenn wir damals noch nicht wussten, dass die Macher bei der Adaption von Stephen Kings Klassiker einiges ändern würden (wie nun der Trailer enthüllt), deutete der Produzent diese Änderungen schon an und zog dabei einen Vergleich zu einer anderen Buchreihe, an der beteiligt war. Während seiner Zeit bei Warner war Lorenzo di Bonaventura nämlich verantwortlich dafür, dass das Studio die „Harry Potter“-Romane erwarb und auch noch am Beginn der Adaptionen beteiligt. Und das hat ihm sehr geholfen, wie er uns verriet.

Der Geist der Vorlage

Als wir den ersten ‚Harry Potter‘-Film in Angriff nahmen, hat jeder das Buch erst einmal so behandelt als wäre es die Bibel. Es war, als dürfte man kein Wort ändern. Du kannst das nicht machen, du darfst das nicht ändern“, erklärt die Bonaventura die Ausgangsituation, die nun bei „Friedhof der Kuscheltiere“ ähnlich war. Bei „Potter“ hat er sich damals allen Unkenrufen zum Trotz entschieden, von der Vorlage auch mal abzuweichen: „Wir haben dann richtig große Veränderungen gemacht und keiner hat es bemerkt, weil wir es im Geist der Bücher getan haben.

Wie der Produzent uns verrät, ist „das eine Lektion, die ich immer und immer wieder gelernt habe“, wobei er auf seine Karriere verweist: „Ich habe an der Adaption von ungefähr 80 verschiedenen Büchern und Comics gearbeitet und dabei gelernt: Wenn du sie wortwörtlich verfilmen willst, bekommst du Probleme, weil alles zu starr ist, wenn du zu viel änderst, dann verlierst du die Essenz der Geschichte.

Hart, kompromisslos und ganz sicher kein Happy-End: Was uns am Set von "Friedhof der Kuscheltiere" versichert wurde

Laut di Bonaventura gehe es darum, „der Seele des Buches treu zu bleiben“. Die Macher hinter „Friedhof der Kuscheltiere“ sind überzeugt, dass sie genau das gerade dadurch erreichen, dass sie in ihrem Film eine andere Figur töten und wiederauferstehen lassen als in der Vorlage.

In einem separaten Artikel haben wir ihre genauen Gründe für diesen Figurenwechsel bereits erläutert. Ab dem 4. April 2019 sehen wir dann im Kino, ob di Bonaventuras uns gegenüber geäußerte Hoffnung zutrifft, denn der Produzent erklärte uns noch: „Wenn du ein Buch zu wortwörtlich verfilmst, ist es einfach nicht interessant. Du musst Dinge verändern, aber du musst es im Geist dessen machen, was es ist. Und ich hoffe, die Leute sehen am Ende dieses Films, dass wir genau das getan haben.

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