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    "I Am Legend": So viel brutaler sollte Ridley Scotts Version mit Arnold Schwarzenegger ausfallen
    Von Björn Becher — 05.04.2019 um 14:00
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    „I Am Legend“ kam Anfang 2018 mit Will Smith in der Hauptrolle in die deutschen Kinos. Vor allem die Horror-Elemente konnten dabei jedoch nicht durchweg überzeugen. Dabei hätte alles auch ganz anders kommen können...

    Warner Bros.

    An „I Am Legend“ begeistern uns vor allem die atmosphärischen Aufnahmen des verlassenen New Yorks. Aber obwohl die „meisten Begegnungen zwischen Robert (Will Smith) und seinen lichtscheuen Widersachern durchaus spannend ausfallen“, sind die Infizierten, die sogenannten Hemocytes, das größte Problem des Films: Die „künstlich wirkenden CGI-Animationen“ bleiben hinter den Erwartungen zurück und auch „das hektische Rumgehüpfe der Monster trägt nicht unbedingt zu deren Natürlichkeit bei“, heißt es etwa in unserer FILMSTARTS-Kritik.

    Wir können nur spekulieren, wie der Film wohl ausgesehen hätte, wenn sich die Geldgeber für einen anderen Ansatz entschieden hätten. Denn bevor Regisseur Francis Lawrence („Red Sparrow“, „Die Tribute von Panem 2 – 4“) seine Vision realisierte, kursierte das Projekt bereits mehr als ein Jahrzehnt in Hollywood. 1998 schien Warner bereits entschlossen, einer Version von Ridley Scott grünes Licht zu geben, bei der ausgerechnet „Terminator“-Muskelmann Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle übernehmen sollte.

    Knallharter Actionfilm

    „Gladiator“-Regisseur Scott wollte einen knallharten Actionfilm für Erwachsene machen. Als Altersfreigabe strebte er daher auch ein sogenanntes R-Rating (quasi eine Freigabe ab 17 Jahren) an. Doch Warner bekam aufgrund des anvisierten Budgets von 125 Millionen Dollar (1998 war das noch eine sehr, sehr hohe Summe) schließlich doch noch kalte Füße, einen Film zu bewilligen, den ein Großteil des jungen Zielpublikums dann gar nicht sehen darf.

    Dabei hatte Scott gerade für die Infizierten einen vielversprechenden Ansatz. Er wollte keine Kreaturen aus dem Computer, sondern Darsteller unter plastischem Make-up. Als Inspiration dienten ihm Wachsfiguren aus dem 17. Jahrhundert. Make-up-Künstler Alec Gillis, der an Filmen wie „Starship Troopers“, „Es“ und „Predator – Upgrade“ gearbeitet hat, veröffentlichte jüngst via Instagram sein damals im Auftrag von Scott angefertigtes Konzept für die infizierten Kreaturen. Die insgesamt acht Bilder, die ihr nachfolgend einfach durchblättern könnt, bieten einen sehr guten Eindruck davon, wie viel weniger künstlich (und damit grauenerregender) diese Version womöglich ausgesehen hätte – und das schon unabhängig davon, dass echte Menschen wahrscheinlich nicht so komisch herumgehüpft wären.

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    Ridley Scott’s version of I AM LEGEND was to have starred Arnold Schwarzenegger and featured ‘hemocytes’ realized as makeup characters. I think we did our design exploratory in about 1997 ( is that right @h2originals ?) Ridley was influenced by wax figures from the 17th century. We did a test on a single female subject to show her in a few stages of emaciation. The appliance pieces were sculpted by @ryankennethpeterson and Steve Koch and applied by @Tom_woodruffjr , myself and Barry Koper. Shortly after we shot the test at ADI Warner’s decided not to make the movie. The budget was coming in 10 mil higher than desired. It all got shelved until the Francis Lawrence/ Will Smith version years later. We did get an interview on that version but there was next to no interest in makeup fx. Contribbing sculptors were @schellsculpturestudio and Jeff Boccaccio. Tech work helmed by @h2originals. Paint by Mike Larrabee.

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    Bei diesem Artikel handelt es sich um eine anlässlich der TV-Ausstrahlung von „I Am Legend“ am 5. April 2019 um 22.30 Uhr auf ProSieben aktualisierte Version eines bereits veröffentlichten Beitrags.

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