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Haben die "Avengers 4: Endgame"-Autoren ihren eigenen Film nicht kapiert?
Von Björn Becher — 15.05.2019 um 19:30
Aktualisiert am 16.05.2019 um 09:20
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Zeitreisen sind eine komplizierte Sache. Da kann man schon mal durcheinanderkommen. Die „Avengers 4: Endgame“-Autoren widersprechen nun deswegen ihren eigenen Regisseuren. Verstehen sie ihren eigenen Film nicht? Und was ist nun Kanon?

Walt Disney

Am Ende von „Avengers: Endgame“ reist Captain America (Chris Evans) in der Zeit zurück. Er macht dies nicht nur, weil er all die Infinity-Steine wieder an exakt jene Punkte zurückbringen muss, wo sie von den Heldengruppe um Iron Man (Robert Downey Jr.) „entwendet“ wurden, sondern auch, weil er anschließend bei seiner großen Liebe Peggy Carter (Hayley Atwell) bleiben will. In einem Interview mit dem Hollywood Reporter erklären die Drehbuchautoren Christopher Markus und Stephen McFeely, dass sie damit eine Brücke zu „Captain America 2“ schlagen wollten.

Dort finden wir heraus, dass Peggy Carter verheiratet war und zwei Kinder mit ihrem Gatten hatte – ein Umstand, auf den zum Beispiel auch in der Serie „Agents Of S.H.I.E.L.D.“ hingewiesen wird. McFeely, der mit Markus auch das Skript für den zweiten „Captain America“-Solofilm schrieb, verrät, dass es schon „immer unsere Intention war, dass er [Captain America] der Vater dieser Kinder ist. Aber da gibt es Zeitreisen-Schlupflöcher für.“ Sein Kollege Markus verweist zudem darauf, dass sie damit die Idee eingebaut haben, dass es da draußen „zwei Kinder mit einer gewissen Super-Soldaten-DNA gibt“.

Darum passt die Antwort der Autoren nicht

Allerdings gibt es ein Problem mit dieser Antwort der Autoren. „Avengers: Endgame“ macht deutlich, dass die Vergangenheit durch eine Zeitreise nicht geändert werden kann. Captain America kann also nicht durch eine Zeitreise zum Ehemann von Peggy Carter werden, der dann schon immer Teil unserer Zeitlinie war. Die Regisseure Joe und Anthony Russo bauten sogar extra eine Szene in ihren Film noch nachträglich ein, um klarzustellen, dass Zeitreisen bei ihnen nicht wie in „Zurück in die Zukunft“ funktioniert, nachdem das Testpublikum zuerst verwirrt war. Gegenüber Fandango reden sich die Schreiber deswegen damit heraus, dass Steve Rogers einfach schon immer seit ungefähr 1948 doppelt existiert habe, die Zeitreise also nichts ändert.

Die beiden Regisseure haben sich selbst auch klar geäußert. Joe und Anthony Russo erklären, dass Captain America am Ende mit Peggy Carter nach den Regeln ihres Films natürlich nicht in der Vergangenheit derselben Zeitlinie leben kann, sondern in einer alternativen Zeitlinie, also in einem anderen Universum, ein neues Leben begonnen hat. Aus dieser reist er dann wieder in unser Universum, um Kumpel Falcon (Anthony Mackie) seinen Schild zu übergeben. Schließlich wird in „Avengers: Endgame“ gezeigt, dass die Zeitreisen teilweise auch Universumsreisen sind.

Zwei Versionen des Kanons

Je nachdem, ob man den Autoren oder den Regisseuren glaubt, gibt es nun zwei Versionen des MCU-Kanons, denn schließlich könnte in Zukunft noch wichtig werden, was in welchem Universum passierte, wie welche Zeitlinie ausschaut. Unter Fans wird deswegen auch ausgiebig diskutiert, ob man den Regisseuren oder den Autoren hier glauben darf.

Der Autor dieser Zeilen ist dabei auf der Seite der wohl großen Mehrheit der (sich zumindest in Diskussionsforen wie Reddit äußernden) Fans: Was die Regisseure am Ende im Film umgesetzt haben ist entscheidend – egal, was sich die Drehbuchautoren gedacht haben. Schließlich ergeben die Szene mit The Ancient One (Tilda Swinton) und Bruce Banners (Mark Ruffalo) extra noch nachträglich gedrehte „Zurück in die Zukunft“-Erklärung sonst keinen Sinn.

Autoren stellen klar: Nur unsere Meinung

Auch die Autoren sehen übrigens ein, dass ihre Antwort nicht entscheidend ist. Gegenüber Yahoo führen sie so aus, dass der Umstand, dass Captain America schon immer Peggys Mann und der Vater ihrer Kinder war kein feststehender Fakt, sondern nur „unsere Meinung“ ist. Sie akzeptieren auch im Gespräch mit dem Hollywood Reporter, dass viele Fans anderer Meinung sind und auch die Regisseure seien schließlich anderer Auffassung als sie selbst. Was in Zukunft Kanon wird, hänge davon ab, wie Marvel entscheide, weiter damit umzugehen…

Der Autor dieser Zeilen hofft dabei, dass sich Marvel auf Seiten der Regisseure schlägt, denn möglicherweise haben die Autoren hier wirklich ihren eigenen Film nicht ganz kapiert.

UPDATE: Das sagt Kevin Feige!

Bei einem sogenannten Ask Me Anything auf der Plattform Reddit wurde Kevin Feige nun nach den unterschiedlichen Auffassungen der Autoren und der Regisseure, ob Captain America in einer alternativen Zeitlinie alt wurde oder in unserer und dort der Vater von Peggys Kindern ist, gefragt – und hat es geschafft, die ihm gestellte Frage klar zu beantworten, ohne eine Antwort zu liefern. „Kannst du uns einen definitiven Kanon dafür geben?“ Feiges Replik: „Ja!“ Wir wissen also nun, dass Feige eine Antwort hat, was Kanon ist, es aber (noch?) nicht sagen will.

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