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    "Child's Play": So genial macht sich das "Chucky"-Remake über "Solo - A Star Wars Story" lustig
    Von Christoph Petersen — 20.07.2019 um 16:00
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    Dass das „Chucky“-Remake keine Gefangenen macht, wenn es um Seitenhiebe auf andere Popkultur-Phänomene geht, hat schon die Poster-Kampagne im Vorfeld gezeigt. Aber die „Solo: A Star Wars Story“-Verarsche finde ich persönlich schlichtweg genial ...

    capelight pictures

    --- Meinung ---

    Der Umstand, dass der „Child’s Play“-Reboot über die Mörderpuppe Chucky im Umfeld einiger anderer Spielzeugfilme startet, hat die Marketing-Abteilung bereits ausgiebig ausgeschlachtet (im wahrsten Sinne des Wortes). So hat sich Chucky auf Postern etwa bereits die Protagonisten des in den USA am selben Tag veröffentlichte „Toy Story 4“ vorgeknöpft:

    capelight pictures
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    Aber damit nicht genug! Auch die Horrorpuppe Annabelle, deren drittes Spin-off „Annabelle 3“ nur eine Woche nach „Child’s Play“ in die US-Kinos gekommen ist, hat Chucky kurzerhand einen Kopf kürzer gemacht:

    capelight pictures

    Auch der Film selbst ist durchaus gut gefüllt mit Anspielungen auf andere Popkultur- und Horror-Phänomene. Aber mit riesigem Abstand am besten gefallen hat mir der „Star Wars“-Seitenhieb. Dass der Film nicht ganz ohne auskommen würde, war ja so gut wie klar, schließlich wird Chucky in der englischen Originalversion von niemand geringerem als Luke-Skywalker-Darsteller Mark Hamill gesprochen. Aber die spezifische Ausformung des (Anti-)Gags ist dermaßen genial-gaga und über alle Maßen sinnbefreit, dass sie mich echt überrascht hat.

    So gehört es zum Einstellungsprogramm der Buddi-Puppe, die der 13-jährige Protagonist Andy (Gabriel Bateman) von seiner Mutter Karen (Aubrey Plaza) geschenkt bekommt, dass sich der neue Besitzer selbst einen Namen für das selbstlernende Spielzeug aussuchen darf. Als die Puppe ihn also fragt, wie sie zukünftig heißen soll, antwortet Andy (sehr klar verständlich): „Han Solo. Daraufhin erwidert die Puppe sinngemäß: „Ich habe ‚Chucky‘ verstanden!“ Das macht selbstverständlich Null Sinn – und wäre wohl die bescheuertste Origin Stoy für den ikonischen Namen einer Filmfigur aller Zeiten ...

    Dümmer geht immer

    ... wenn sich nicht „Solo: A Star Wars Story“ diesen Titel schon im vergangenen Jahr mit seinem megaplatten Fanservice auf alle Zeiten gesichert hätte. In dem Film muss Han (Alden Ehrenreich) bei einer Grenzkontrolle seinen Nachmanen nennen. Weil er zu diesem Zeitpunkt aber noch gar keinen hat, verpasst ihm der kontrollierende Beamte einfach kurzerhand den Nachnamen „Solo“, weil er allein, also „solo“ reist. Ach, was haben wir gelacht – man kann direkt die Sektkorken der Drehbuchautoren knallen hören, die sich in dem Moment sicherlich für unglaublich clever gehalten haben.

    Passender (sprich: sinnbefreiter) als in „Child’s Play“ kann man diesen Totalaussetzer gar nicht auf den Punkt bringen ...

    „Child’s Play“ läuft seit dem 18. Juli in den deutschen Kinos.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Child’s Play"

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    Kommentare
    • Deliah C. Darhk
      Warte mal ab. In Teil IV bekommt Chucky ja seine Braut ... XD
    • André McFly
      Ich sehe da einfach mal Null Zusammenhang, aber ok.
    • lex s
      Auf den Postern sah Chucky besser aus. Im Film ist die Puppe einfach nur total hässlich😂
    • Sentenza93
      Dachte schon, dass man sich über den bescheuerten, feministischen Sexroboter aus Solo lustig macht, aber das hier hat auch was. ;D
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