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    "The Witcher": Darum haben manche Figuren in der Netflix-Serie eine andere Hautfarbe
    Von Julius Vietzen — 01.08.2019 um 15:02
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    In der Netflix-Serie „The Witcher“ haben manche Figuren eine andere Hautfarbe als noch in der Buchvorlage von Andrzej Sapkowski oder auch in der Videospielreihe von CD Projekt. Showrunnerin Lauren S. Hissrich erklärte nun die Gründe dafür.

    Netflix

    Quasi seit Beginn der Arbeit an „The Witcher“ wird die heißerwartete Netflix-Serie von einer Diskussion um die Hautfarben der Protagonisten begleitet. Im September 2018 erlebte „The Witcher“ den ersten größeren Shitstorm, als sich Gerüchte darüber verbreiteten, dass die in den Büchern und Videospielen als weiß dargestellte Ciri angeblich mit einer nicht-weißen Darstellerin besetzt werden soll.

    Diese Gerüchte erwiesen sich zwar im Endeffekt als unzutreffend, doch einige Figuren haben tatsächlich eine andere Hautfarbe als manche Fans erwartet haben. Bei Twitter nahm Showrunnerin Lauren S. Hissrich sich nun Zeit, um ihre Überlegungen hinter diesen Entscheidungen ausführlich zu erläutern.

    Slawisch ≠ weiß

    Die „Der Hexer“-Bücher wurden von dem polnischen Autoren Andrzej Sapkowski geschrieben und sind tief in der mittel- und osteuropäischen, vor allem slawischen Kultur verwurzelt. Das wolle man auch in der Serie widerspiegeln, schreibt Hissrich. Allerdings hätten ihre polnischen Freunde auch erklärt, dass sich die slawische Kultur nicht nur auf die Hautfarbe der dort lebenden Menschen reduzieren lässt:

    Weltweites Publikum

    Weiterhin schreibt Hissrich, dass ihre Show für ein Publikum in 190 Ländern auf der ganzen Welt produziert werde – in ungefähr so vielen Ländern ist Netflix verfügbar. Was die Showrunnerin damit sagen will, ist offenbar, dass man natürlich versucht, „The Witcher“ für das Publikum auf der ganzen Welt attraktiv zu machen – und das funktioniert eben auch über die Darsteller. Bei den Videospielen sei das übrigens so ähnlich gewesen, fügt Hissrich noch hinzu, denn in der englischen Fassung hätten die Hexer (und vor allem Hauptfigur Geralt) bewusst einen amerikanischen Akzent verpasst bekommen, womöglich um die Serie attraktiver für den US-Markt zu machen (die meisten anderen Figuren sprechen mit britischen oder europäischen Akzenten).

    Kein Rassismus in "The Witcher"

    In der Welt der „The Witcher“-Bücher und -Videospiele gibt es streng genommen keinen Rassismus und trotzdem ist das natürlich eines der größten Themen. Wie das möglich ist? Ganz einfach: „Die Darstellung von Rassismus in ‚The Witcher‘ ist sehr interessant, weil es darin um die Spezies und nicht die Hautfarbe geht. Was Figuren ‚anders‘ macht, ist die Form ihrer Ohren, ihre Größe, etc. In den Büchern achtet niemand auf die Hautfarbe – und in der Serie auch nicht. Punkt“, erklärt Hissrich.

    Beim Casting gewinnt der/die Beste

    Beim Casting sei jeder für jede Rolle willkommen gewesen, egal welches Alter, welche Ethnizität oder welche Ausbildung – „von Filmstars bis zu polnischen Fans, die noch nie geschauspielert haben“, so Hissrich. „Wir haben die besten Darsteller ausgewählt.“

    Hoffentlich sei durch diese Erläuterungen deutlich geworden, worum es ihr bei den Casting-Entscheidungen bei „The Witcher“ gegangen sei, schreibt Hissrich abschließend und fasst ihre Punkte noch einmal zusammen: Die polnische Kultur nicht mit weißer Haut gleichsetzen; ein breiteres Publikum ansprechen; die Rassismus-Allegorie aus den Büchern ehren; die besten Darsteller finden.

    Die erste Staffel von „The Witcher“ wird noch in diesem Jahr bei Netflix zu sehen sein, vermutlich ab Dezember 2019.

    "The Witcher": So soll die Balance aus Humor und Ernsthaftigkeit gelingen

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    Kommentare
    • Ortrun
      Ich frage mich mit leichtem Grausen, wie eine Verfilmung von Der Herr der Ringe heute Cast technisch aussehen würde. Und gleichzeitig wächst meine Dankbarkeit für die Verfilmung von 2001-2003
    • Jxxx Axxx
      Naja Aragorn wäre Flüchling (lebte ja langezeit in der Wildnis),Gimli ein kleinwüchsiger Transexueller oder Transgender (Männliche und weibliche Zwerge soll man äußerlich ja kaum unterscheiden können),Legolas der Klische-Schwule,Gollum würde stellvertretend für Folter- und Kriegsopfer stehen,Sauron als Adolf Hitler (oder wahlweise Kim oder Assad),die anderen Hobbits eben für sämtliche diskriminierte und verfolgte,unterdrückte Minderheiten und die Elben die Umweltaktivisten.Die Hobbits und ihr Kraut,würden dann die Forderung nach Legalisierung von Drogen darstellen.Pferde würde es nicht mehr geben,egal wie bedeutsam sie in HdR sind,da PETA mit der Begründung Tierquälerei dagegen protestieren würde,entweder laufen dann alle oder die Pferde werden durch 2 Menschen im Kostüm dargestellt und die Olifanten/Mûmakil der Ostlinge als Toyota Technical (die Geländewagen mit montierte Waffen von Rebellen/Terroristen).Die ganze Industrie von Sauron und Saruman in Isengard und Mordor würden den bösen Kapitalismus präsentieren.Die Orcs ernähren sich vegan.Die Waldläufer als linke Revolutionäre und Befreiungsfront wie damals in Lateinamerika oder wie der Vietcong während des Vietnamkriegs.Die Ostlinge aus Harad oder Rhûn,die Taliban,Al Qaida oder der IS.Dazu dann eben die passenden Schauspieler,von denen es für solche Rollen massenhaft gibt.Der Herr der Ringe,wäre dann kein Fantasy-Epos,sondern eine große Geschichte über Diskriminierung,Rassismus,Homophobie,Toleranz,Tierschutz/Tierqäulerei und Weltfrieden,Kapitalismus und vieles mehr.HdR wäre auch nicht mehr in Die Gefährten,Die zwei Türme,Die Rückkehr des Königs eingeteilt,sondern insgesamt als Der Herr der Ringe - Die politisch Korrekten
    • Ortrun
      Ich frage mich mit leichtem Grausen, wie eine Verfilmung von Der Herr der Ringe heute Cast technisch aussehen würde. Und gleichzeitig wächst meine Dankbarkeit für die Verfilmung von 2001-2003
    • Deliah C. Darhk
      Das ist deine Ansicht.Für mich ist weniger die Zeit der Entstehung, als viel mehr die Zeit, auf welche sie sich inhaltlich beziehen relevant.
    • Gonzo Kules
      Nenn es halt den fetten Wink mit dem Zaunpfahl, dass polnische Geschichte =/= Fantasy Romane aus der Neuzeit sind und der ganze Bums deshalb bereits im Ansatz nicht vergleichbar ist. War das deutlicher?
    • Deliah C. Darhk
      Spielball?
    • Gonzo Kules
      Klang für mich so, als würdest du es in einen historischen Kontext, der in unserer Realität verankert ist, setzen. Aber anscheinend möchtest du den Spielball nicht verwerten. ;)
    • Deliah C. Darhk
      Zu jener, auf die die Bücher sich beziehen ... ?
    • Gonzo Kules
      ... und hatte zur damaligen Zeit gar keine Einfluss nehmenden Kontakte zu andersfarbigen Völkern...Zur damaligen Zeit, als Elfen und Zwerge durch die Wälder Polens wandelten? ^^
    • Werner Teppich
      Zu Skellige: Die Leute von der Insel würden Dir da widersprechen. Ethnie ist eine kulturelle und soziale Kategorie. Das Zusammengehörigkeitsgefühl und Wahrnehmung der anderen nördlichen Königreiche als ein Außen ist da doch vorhanden. https://de.wikipedia.org/wi...Serrikanien wird nicht nur in den Büchern und den Spielen erwähnt, es kommen auch in beiden Charaktere aus Serrikanien vor, wenn auch nicht viele. Thea, Vea, Azar Javed, etc.In Dol Blathana lebten aber bis Ende des ersten nordischen Krieges (2. Schlacht bei Sodden, werden wir Ende der ersten Staffel sehen) durchaus Menschen. Erst im Anschluß wurde es (wieder) rein elfisch. Was die Dryaden angeht, meinst Du den Brokilon, nehme ich an?Mehr oder weniger... also... eigentlich nicht, nein. Es gibt aber ein starkes Hauptgewicht auf Temerien, Redanien und Kaedwin, die ziemlich homogen sind, ja.
    • Rex_Kramer
      Die Skelligen sind zwar vom Kontinent getrennt, es sind aber dieselben Menschen bzw. dieselbe Ethnie.Serrikanien wird zwar in den Büchern erwähnt, aber es kommt keine Figur aus dem Land darin vor, es gibt also keine Konfrontation.Im Dol Blathana selbst leben ja keine Menschen, sondern Dryaden (schon lange her dass ich die Bücher gelesen habe).Die Menschen, die Gegenstand der Handlung in den Romanen sind (und darauf will sich die Serie ja beziehen) sind also mehr oder weniger alle derselben Ethnie angehörig.
    • ペックネック
      Warum kann man es nicht einfach mal so nehmen, wie es ist? In den Büchern sind die Hautfarben der Menschen nicht spezifiziert, und da es reine Fiktion in einer Fantasiewelt ist und nicht etwa um historische Persönlichkeiten in der echten Welt geht, sehe ich keinen Grund, es bei der Umsetzung zu homogenisieren, allein weil die Vielfalt nicht den Sehgewohnheiten entspricht.Man könnte in einer Serie oder einem Film, in denen die Rasse der Figuren absolut keine Rolle spielt, diese per Zufallsgenerator bestimmen, und die Leute würden es trotzdem überbewerten und sich über die ihrer Ansicht nach falsche Rasse beklagen oder die richtige Auswahl zur Revolution in Sachen Vielfalt im Kino verklären.
    • Werner Teppich
      Wir werden sehen. Die halbe Einstellung im Trailer reicht mir noch nicht, um was dazu sagen zu können.
    • Marco
      Ich kann mit allen Darstellern leben, außer mit Triss. Das ist die Fehlbesetzung des Jahres.
    • Defence
      Mal bewußt alle anderen Punkte ausgeklammert und nur auf Punkt 2 bezogen (Diversity zur weltweiten Vermarktung), weil diese Erklärung besonders kurios als Rechtfertigungversuch wirkt.Ich kann mich spontan an keine dunkelhäutige Person in HdR erinnern, auch andere Ethnien in Form von Minderheiten nicht bewußt wahrgenommen. Trotzdem waren die Filme weltweit gesehen unfassbar erfolgreich. Könnte nicht am Ende schlicht die Qualität und weniger die Frage der Diversität dafür ausschlaggebend gewesen sein? Und diesen Gedanken mal weitergesponnen und zugegeben, eine böse Frage - was passiert, sollte The Witcher floppen? Schuld der Diversityeinstellung, da HdR OHNE Diversitygedanke so erfolgreich war?Kurz gesagt, imo eine dünne Argumentationslinie, die die Dame da verfolgt. Vlt hätte Sie lieber geschwiegen?^^
    • Citizenpete
      Interessant, sehr viele Seiten berichten diese News und vergessen/unterschlagen dabei die entscheidenden Auswürfe dieser Frau. Auch hier bin ich gerne bereit zu helfen:It makes sense that we do, because we have a long and checkered history of enslaving, abusing, and deriding people who aren’t white. When the scales have historically tipped so far in one direction, it’s natural to swing back in the other in order to find a middle ground.A lot of entertainment is made in America, so it makes sense that this frame of mind seeps into tv and movies as well. I can’t speak for any other shows, but I can tell you in terms of The Witcher, here are a few things that were on my mind when thinking about inclusivity:- I’ve been clear about my actions not being a result of “feeling liberal.” I hope this helps explain my true motivations: Polish culture not being synonymous with whiteness; appealing to a wider audience; honoring the books’ allegory for racism; finding the best actors.Zusammenfassung aller Tweets gibt es hier: Netflix’s The Witcher EP Lauren Hissrich Explains Race Changes: America Has “Long and Checkered History of Enslaving, Abusing, and Deriding People Who Aren’t White”
    • Deliah C. Darhk
      Punkt 1 ist mE unsinnig. Die polnische Kultur fusst nun mal auf Menschen mit weisser Haut und hatte zur damaligen Zeit gar keine Einfluss nehmenden Kontakte zu andersfarbigen Völkern.Punkt 2 wird wohl der sprichwörtliche Kern des Pudels sein.Punkt 3 ist ein Eigentor. Wenn man den sich schon nach Ohrformen und anderen kleinen Unterschieden ausgerichteten Rassismus der Vorlage ehren will, kommt man konsequenter Weise gar nicht darum herum, etwas so auffälliges wie die Hautfarbe einzubinden.Punkt 4 ist mE legitim. Ob der Cast dann zu den Figuren passt ist eine andere Frage.
    • Madmax
      es muss glaubwürdig rüberkommen, egal, ob die menschlichen Figuren von Deutschen, Polen, Engländern oder Griechen gespielt werden. Es gibt hell- und dunkelhäutige Slawen, aber keine schwarzhäutigen oder mit asiatischen Gesichtszügen. Ja selbst bei den Elfen, Zwergen und co. muss die Ethnie zur Region passen. Wenn alle die selbe Gegend bewohnen, dann kann es nicht sein, dass die Menschen hellhäutig sind und ein Elf, Zwerg etc. auf einmal schwarz ist.
    • Werner Teppich
      Bitte nicht.
    • Werner Teppich
      1.) Es gibt nicht nur schwarz und weiß.2.) Willkommen in der Marktwirtschaft.
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