Caught Stealing
Durchschnitts-Wertung
3,6
72 Wertungen

13 User-Kritiken

5
1 Kritik
4
7 Kritiken
3
3 Kritiken
2
0 Kritik
1
1 Kritik
0
1 Kritik
Sortieren nach:
Die hilfreichsten Kritiken Neueste Kritiken User mit den meisten Kritiken User mit den meisten Followern
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 606 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 30. August 2025
UNGEBREMST


New York City 1998: Hank (Austin Butler) hält ein Auge auf die Katze von Nachbar Russ (Matt Smith), der wegen seines kranken Vaters nach Großbritannien abreisen musste. Kaum ist der Punker fort, dringen düstere Gestalten gewaltsam in seine Wohnung ein und verwickeln Hank in üble Machenschaften. Dessen Freundin Yvonne (Zoë Kravitz) sowie Detective Roman (Regina King) setzen sich für ihn ein.

Darren Aronofsky ist als Regisseur, Autor und Produzent einer der Großen der Filmbranche. Oft hat er bei Spielfilmen beachtenswerte Marken gesetzt, hier sei „Black Swan“ (2010) oder der polarisierende „Mother!“ (2017) genannt, zuletzt „The Whale“ (2022).

Ein erfahrenes Team arbeitet zusammen: Aronofsky, Kameramann Matthew Libatique und Editor Andrew Weisblum setzen nach vielen gemeinsamen Projekten auf eine Crime-Story, betitelt nach einem Fachbegriff aus dem Baseball. Kein Wunder, dass „Caught Stealing“ perfekt geschnitten, herausragend bebildert im Stil der 1990er-Filme wie aus einem Guss die Leinwand verziert, untermauert von einem flotten, umfangreichen Soundtrack. Unterm Strich sieht alles nach viel Handarbeit aus: Dreck, Gewalt (FSK 16), keine Superkräfte, keine fantastische Ebene. Darin gibt Aronofsky dem Aufbau des Hauptcharakters genügend Platz.

Wie ein Gulli erzeugt die Handlung einen Sog, dem sich das Publikum nur schwer entziehen kann, wenn Hank, einst ein Baseball-Talent, immer tiefer in die Fänge der organisierten Kriminalität gerät, was er seelisch schwer verkraftet; eine fiese Wendung verstärkt diesen Effekt. Die Action beinhaltet diverse Situationen, die den Filmtitel bestätigen, weil sie der einen oder anderen Seite knapp aus der Hand gleitend, für die Zuspitzung der Lage sorgen.

Das Schwarzhumorige von „Caught Stealing“ wird durch die Schrägheit der Nebenfiguren und deren Taten begründet. Über die Stellschrauben der zunehmenden Fesselung geschieht hier eine Niveau-Angleichung, die zwar für ordentliches Entertainment sorgt, aber ein Stück weit das gesunde Maß verfehlt, denn was im vorderen Abschnitt an Realität vorhanden ist sowie an Komik zu kurz kommt, wird später per gewollter Ausschmückung etwas verzerrt, eigens der Auftritt der jiddisch sprechenden Brüder Shmully und Lipa (Vincent D’Onofrio, Liev Schreiber) sei erwähnt. Aronofsky, selbst mit jüdischem Hintergrund, inszeniert hier voller Hingabe.

Mit „Caught Stealing“ liefert Darren Aronofsky einen imposanten Thriller mit der besonderen Portion Spaß.
Breite Masse im Hintergrund
Breite Masse im Hintergrund

12 Follower 86 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 27. August 2025
Bei Caught Stealing kommt es darauf an, wie man an den Film herangeht. Möchte man einfach nur ein modernes Mafiadrama sehen (denn die Comedy, die so ein wenig angetrailert wurde, kommt hier nur sehr kurz), kann man sich ohne Angst vor rausgeschmissenen Geld beruhigt das Ticket ziehen und den Film genießen. Hübsche Hauptdarsteller, ein verrückter Matt Smith, ein kaum zu erkennender Liev Schreiber, einigermaßen gut geschriebene Dialoge, ne coole Katze...also eigentlich alles dabei.

Jetzt kommt das ABER: Es ist ein Aronofsky. Und weil es ein Aronofsky ist, sollte man doch jetzt meinen, dass auch dieser Film wieder seine unverkennbare Handschrift besitzt, einen selbst zweifelnden, leidenden Hauptcharakter, der sich und/oder sein Leben und seine Welt hinterfragt. Aber hier nun...Nein, überhaupt nicht. Die Hauptfigur Hank (und die Katze) leidet zwar physisch, aber mehr auch nicht. Lediglich das Hinterhertrauern seiner verpassten Baseball-Karriere ist immer wieder Thema, was aber ziemlich oberflächlich bleibt. Es gibt auch keinen großen Plot-Twist ähnlich wie bei Lucky Number Slevin, nichts großartig überraschendes, nichts was einen zum Nachdenken anregt. Daher könnte Caught Stealing auch von jedem anderen x-beliebigen Regisseur gemacht worden sein. Und aus genau diesem Grund war der Film insgesamt für mich dann leider doch enttäuschend, nicht weil der Film an sich schlecht geworden ist, sondern weil einfach das besondere Aronofsky-Element gefehlt hat. Dieser Regisseur kann mehr, und er hat es mit allen bisherigen Arbeiten bewiesen. Sehr Schade!
Pablo2305
Pablo2305

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 23. August 2025
Schräge Charaktere, toller Hauptdarsteller, gutes Drehbuch, Meisterregisseur.
Was soll da schiefgehen?
Richtig
Nichtss
Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
  • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
  • Die besten Filme