1940 ist, gelinde gesagt, kein gutes Jahr für Frankreich, denn die Nazis sind einmarschiert und Gefechte bestimmen die Geschehnisse im Land. Und das wird auch für Jean Chevalin (Benoît Poelvoorde) zum Problem, denn er muss als Soldat zu dieser Zeit seinen ersten Tag an der Waffe ableisten. Der reicht ihm dann aber auch schon, um zum Deserteur zu werden. Lieber will er sich auf anderem Wege durchschlagen. Um mit seiner Familie in den noch unbesetzten Süden des Landes zu gelangen, gibt er schließlich vor, Jude zu sein, um sich so Hilfe bei der Flucht gen Süden zu erschummeln. Doch es ist gar nicht so leicht, die Fassade aufrechtzuerhalten...
Lachen über den Holocaust, ohne den Respekt vor den Opfern und die historische Dimension aus den Augen zu verlieren – geht das überhaupt? Ja, das geht! Der humorvolle Umgang mit dem dunkelsten Kapitel der Geschichte hat bekanntlich auch im Kino eine lange Tradition. Schon Meisterwerke wie „Der große Diktator“ von Charlie Chaplin, „Sein oder nicht sein“ von Ernst Lubitsch oder „Frühling für Hitler“ von Mel Brooks haben bewiesen, dass man dem Unfassbaren sehr gut mit beißender Ironie begegnen kann. Und vielleicht muss man das manchmal sogar, um das Leid und die Gräuel überhaupt ertragen zu können. Auch die Oscarsieger „Das Leben ist schön“ (1997) und „Jojo Rabbit“ (2019) präsentierten den Überlebenskampf während des „Weltenbrands“ als starken Mix aus Drama und Komödie. Einen ähnlichen Ansatz wählt nun auch der Schauspieler und Filmemacher Pascal Elbé in seiner Historien-Dramödie „Nur ein k
“Nur ein kleines Bisschen Glück" hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 12 Jahre alt sind, diesen Film im Kino sehen dürfen. Kinder, die zwischen 6 und 11 Jahre alt sind, dürfen laut FSK den Film allerdings auch im Kino sehen, wenn sie in Begleitung einer sorgeberechtigten Person oder eines Vormunds sind.
Die Idee zum Film reifte beim Café-Besuch
Die Idee zu „Nur ein kleines bisschen Glück“, in dem sich Hauptfigur Jean (Benoît Poelvoorde) als Jude ausgibt, fasste Regisseur und Autor Pascal Elbé, als er in einem Café ein Gespräch mithörte, in dem es um jüdische Stereotype ging. Als weitere Inspiration diente dem Filmemacher der Roman „Der Nazi & der Friseur“ (1971) von Edgar Hilsenrath, in dem es um einen Nazi-Verbrecher geht, der vorgibt, Jude zu sein, um der Verfolgung nach Ende des Drit
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Überzeugter Hauptdarsteller
Der belgische Schauspieler Benoît Poelvoorde („Mann beisst Hund“) las das Drehbuch zu „Nur ein kleines bisschen Glück“ innerhalb von 48 Stunden und stimmte direkt zu, als Hauptdarsteller mitzuwirken. Die Zustimmung war für Regisseur und Autor Pascal Elbé eine große Erleichterung, da er beim Schreiben des Drehbuchs Poelvoorde schon im Kopf hatte für die Rolle und sich daher besonders fürchtete, der Schauspieler könne ablehnen.