Blue Moon
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beco
beco

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3,0
Veröffentlicht am 2. April 2026
Der von Richard Linklater inszeniert den Film über Lorenz Hart (Ethan Hawke) in einer Bar, in der sich nach der Premiere von "Oklahoma!" die beteiligten Künstler treffen und ihren Erfolg feiern, an dem Hart keinen Anteil hat. Die Geschichte seines Lebens und Scheiterns wird dabei subtil in das Geschehen eingeflochten. Man erlebt seine Schwächen und Stärken, entwickelt ziemlich gemischte Gefühl gegenüber dem geschwätzigen, sich überschätzenden ehemals erfolgreichen Textautor.
Auch wenn es mit der Zeit etwas ermüdend wird Hart zuzuhören, ist der Film doch durchaus sehenswert
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 607 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 28. März 2026
STANDING ALONE


USA, 1943: Nach der Premiere des Maßstäbe setzenden Musicals „Oklahoma!“ braucht der berühmte Musical Songwriter Lorenz Hart (Ethan Hawke) erst mal einen Whiskey, denn der Text stammt nicht von ihm. Sein langjähriger beruflicher Partner, Komponist Richard Rogers (Andrew Scott), arbeitete mit Oscar Hammerstein II (Simon Delaney) für dieses Engagement. Hart ist zudem unglücklich in die 20-jährige Elizabeth (Margaret Qualley) verliebt, die er an diesem Abend in einer Bar erwartet.

Richard Linklater präsentiert oft interessante Ideen auf der Leinwand, größtenteils hervorragend umgesetzt. Hier sei „Boyhood“ aus dem Jahr 2014 genannt, wofür die Dreharbeiten über einen Zeitraum von 12 Jahren verteilt wurden, damit man die Hauptfigur in der Altersspanne 6 bis 18 „tatsächlich“ aufwachsen sieht. Bei der Before-Trilogie verhält es sich ähnlich, da die Geschichte um eine verblühende Liebe mit denselben Hauptfiguren in den Jahren 1995, 2004 und 2013 verfilmt worden ist. Hawke spielte in den 4 vorgenannten Filmen entweder die Hauptrolle oder eine wichtige Nebenrolle. Linklater kann auch auf Turbo: 2025 erschienen „Nouvelle Vage“ und „Blue Moon“. Beide Filme laufen derzeit in den deutschen Kinos, Letzterer wiederum mit Hawke in der Hauptrolle als Lorenz Hart.

Abgesehen von einigen Minuten zu Beginn sieht das Publikum ein etwa in Echtzeit erzähltes Kammerspiel in besagter Bar, offensichtlich die Stammkneipe von Hart, denn der hinter der Theke tätige Eddie (Bobby Cannavale) kennt seinen Kunden ganz genau. Der Autor ist eloquent, sarkastisch, von selbstverspottender Gleichgültigkeit, in alberner Hoffnung, fragt nicht viel, sondern redet und redet und redet, das Ganze in einem ausdrucksstarken, exakt bis schnodderig gesprochenen Englisch. Hier steht schon mal die hammermäßige Leistung von Hawke. Damit nicht genug: „Blue Moon“ enthält schnell geschnittene, gefühlt unendlich viele Einstellungen, die einfach unglaublich gut fließen. Das ist vortrefflich durchdacht, zusammengefügt, ohne Haken, ohne Hänger. Der Charakter Hart wird gnadenlos entblättert, insbesondere wenn die Macher und Gönner rundum „Oklahoma!“ in die Bar strömen, und steht am Ende wie ein isoliertes Stück besoffene Bitterkeit im Raum, inszeniert zum Schmunzeln und Staunen.

Linklater macht erneut sein Ding. „Blue Moon“ ist nicht für diejenigen geeignet, die sich von einem BioPic mehr erhofft haben als 90 Minuten tragikomisches, monologlastiges Geschehen um ein paar geleerte Gläser Whiskey. Dennoch vermag der US-amerikanische Filmemacher deutlich veranschaulichen, wie Lorenz Hart getickt hat und in welchem Zustand er sich wenige Monate vor seinem Tod befand.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 593 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 21. März 2026
Ethan Hawke sitzt 100 Minuten in einer Bar und redet. Jedes Thema, alles was ihm so einfällt, wird irgendwie aufgegriffen und verarbeitet und das alles ist von traurigkeit durchzogen. Kann man mögen, muß man aber nicht.
Gringo93
Gringo93

357 Follower 442 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 15. März 2026
Fazit: Tragikomödie mit einer sehr eloquenten Hauptfigur, welche Linklater-typisch mit einer großen Leichtigkeit und viel elitärem Wortwitz. Ohne dramatische Höhepunkte wird der Film durch seinen grandiosen Hauptdarsteller sowie von genial geschriebenen Dialogen getragen.
Filmfan98
Filmfan98

9 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 22. Februar 2026
Ein gut gespieltes Kammerspiel. Wie bei Linklater üblich sehr dialoglastig…
Ethan Hawke bleibt im Kopf
Julius H.
Julius H.

4 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 9. Januar 2026
Blue Moon ist einer jener Filme, über die man kaum ein eindeutiges Urteil fallen möchte. Richard Linklater zeigt einmal mehr warum sein Dialogkino seit jeher geschätzt wird. Figuren, die sich fast ausschließlich über Sprache entfalten, schnell, klug und voller emotionaler Offenbarungen, beinahe ein einziger langer Monolog, getragen von einem grandios aufspielenden Ethan Hawke als legendärer Broadway-Lyriker Lorenz Hart.
Der Film nimmt einen mit auf eine aufregende Zeitreise in die 40er Jahre zum Höhepunkt des Broadway. Hart erscheint in all seiner genial-zynischen, liebenswürdigen Art, zugleich bemitleidenswert verklärt und fast manipulativ vom Drehbuch inszeniert, doch gerade aus dieser problematischen Darstellung entsteht ein gnadenlos kraftvolles Drama, das einen als Zuschauer sukzessive identifizieren, liebgewinnen und schließlich brechen lässt.
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